Die 14. Staffel von Deutschland sucht den Superstar geht zu Ende. Wir wissen, wie es ausgeht: Preisgeld und Plattenvertrag gehen an ... Dings.

Köln (dani) - Hallelujah. Es ist überstanden. Zumindest beinahe: Am Samstag, den 6. Mai, endet die 14. Staffel von "Deutschland sucht den Superstar". Es droht, wie jedes Jahr, "das größte Finale aller Zeiten". Wie wir überhaupt schon wieder die größte, beste, supertollste Staffel von allen bezeugt haben sollen. Das muss man sich und den drei verbliebenen Zuschauern offenbar unentwegt einreden. Sie könnten sonst allzu leicht auf das schmale Brett kommen, der Sturzflug der Einschaltquoten hätte irgendetwas zu bedeuten. Dass das Format am Ende ist, etwa. Aber, nö:

Finale! Oooh-oooh!

Kann ja nicht sein, was nicht sein darf. Dieter Bohlens Vertrag läuft noch, die Werbung für die nächstjährige Staffel schon. Ein Ende ist immer noch nicht in Sicht, obwohl die Verantwortlichen bei RTL in diesem Jahr entschieden alles daran gesetzt haben, die wenigen treuen Zuschauer auch noch zu vergraulen. Völlig undurchsichtige Entscheidungen über Rauswurf und Rückkehr von Teilnehmern zerstörten das letzte bisschen Stringenz, dem nicht enden wollende Castings, auch noch die ganze Recall-Phase über, ohnehin schon schwer zugesetzt hatten.

Lieblos und dröge

Langweilige Kandidaten trällerten ausgelutschte Liedchen. Schlagfertigkeit oder Sachkunde oder wenigstens Sympathen am Jurytisch? Konnteste lange suchen. In den wieder eingeführten und mindestens wie das Ei des Kolumbus gefeierten Live-Mottoshows (mit den immergleichen ollen Themenvorgaben, versteht sich, so vage gehalten, dass um Himmels Willen bloß wieder jeder singen konnte, was er wollte, sprich: den gleichen Scheiß wie immer) führte zudem wieder einmal Oliver Geissen durchs Programm, wie es dröger und liebloser wirklich kein zweiter hinbekommen hätte.

Der "Superstar", den Deutschland verdient

Kurz vor Schluss gab es noch eine bescheuerte Neuerung. Nicht, wie Sinn ergäbe, zwei, auch nicht wie in den Vorjahren drei, nö, in diesem Jahr ziehen vier (!) Finalisten in die Endrunde ein. Alexander Jahnke, Alphonso Williams, Duygu Goenel und Maria Voskania dürfen also jeweils einen Song, noch einmal ihr Staffelhighlight und ihren potenziellen Siegertitel vortragen. Nachdem wir gesehen haben, was die alle singen, haben wir beschlossen: Diese Show müssen wir dringend verpassen. Dass Deutschland, egal wie es ausgeht, am Ende zweifellos genau den "Superstar" bekommt, den es verdient: ein schwacher Trost.

Fotos

Scooter und Dieter Bohlen

Scooter und Dieter Bohlen,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Scooter und Dieter Bohlen,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Scooter und Dieter Bohlen,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Scooter und Dieter Bohlen,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Scooter und Dieter Bohlen,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Scooter und Dieter Bohlen,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Scooter und Dieter Bohlen,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Scooter und Dieter Bohlen,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Scooter und Dieter Bohlen,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Scooter und Dieter Bohlen,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Scooter und Dieter Bohlen,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Scooter und Dieter Bohlen,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Scooter und Dieter Bohlen,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Scooter und Dieter Bohlen,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Scooter und Dieter Bohlen,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Scooter und Dieter Bohlen,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Scooter und Dieter Bohlen,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Scooter und Dieter Bohlen,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Scooter und Dieter Bohlen,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Scooter und Dieter Bohlen,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Scooter und Dieter Bohlen,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Scooter und Dieter Bohlen,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Scooter und Dieter Bohlen,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig)

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