Die Lead-Single für die neue Ära der Band klingt sanft und poppig - und ärgert Lady Gaga-Fans.

Chromatica (ynk) - Zwei Jahre nach "Everyday Life" steht ein neues Coldplay-Projekt in Aussicht. Das soll auf den Namen "Kaotica" hören, ein extraterrestrisches Thema verfolgen und hat nun eine Lead-Single bekommen. Etwas Hartes oder Gewagtes würde man von der Gruppe an diesem Punkt ja eh kaum noch erwarten, aber dennoch klingt "Higher Power" selbst nach einer Chainsmokers-Kollabo ziemlich belanglos.

Max Martin übernimmt die Produktion, aber von dem Mann, der letztes Jahr noch einen Hit vom "Blinding Lights"-Kaliber auf die Menschheit losgelassen hat, hätte man doch ein bisschen mehr erwartet als dieses gefällige Geklimper. Dabei klingt die Synthesizer-Textur anfangs noch ziemlich schön, es ist der typische Martin-Aufbau eines unterschwelligen, treibenden Verses, der dann in einen überragenden Chorus übergeht. Hätte vielleicht geklappt, aber statt einer Explosion liefert der Chorus dann doch nur einen Schuss. Mit Schalldämpfer. Ungelenke Lyrics, gehemmte Euphorie, große Worte statt mitreißender Atmosphäre. Dieser Refrain nimmt wahrlich nicht mit.

Den Star der Show bildet - wenn überhaupt - der angenehm umgesetzte Key-Change in der zweiten Hälfte des Songs, der von der völligen Impotenz des Refrains etwas ablenkt. Aber was hilft all der solide Aufbau, all der schöne Fensterschmuck, wenn das Skelett eines Popsongs nicht intakt ist. Vielleicht klingt "Higher Power" unanstößig genug, um ordentlich Radio-Airplay mitzunehmen, aber vielleicht hätte das Ziel einer Gruppe dieser Größenordnung doch mehr sein sollen, als zwischen Ed Sheeran und Ava Max nicht negativ aufzufallen.

So geht die "Kaotica"-Ära eher medioker los. Aber dem findigen Leser wird bestimmt schon etwas aufgefallen sein: Tatsächlich hört man auf Twitter sehr laut den Vorwurf, dass die Idee, das Album um einen fiktiven, pinken Planeten drehen zu lassen, gar nicht so originell sein könnte. Ja, so sehr Coldplay-Fans das gerade mit dem immer schon bestehenden Interesse der Gruppe an außeridischem Leben rechtfertigen, die konzeptuellen und ästhetischen Parallelen zwischen dem "Kaotica"-Ansatz und Lady Gagas "Chromatica" sind gravierend. Im Gegensatz zu den Gaga-Stans auf Twitter sollte man zwar noch warten, bis das Album erst so richtig erschienen ist, um der Band das vorzuhalten, aber ein Jahr nach Gagas großem Space-Epos quasi die gleiche Keule mit dazu auch noch ähnlichem Namen zu schwingen, das ist schon - gelinde gesagt - unglücklich. Mal hoffen, dass "Kaotica" am Ende immerhin so interessant gerät wie Gagas Zwillingsplanet aus der Nachbarschaft.

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Coldplay und Lady Gaga

Coldplay und Lady Gaga,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Coldplay und Lady Gaga,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Coldplay und Lady Gaga,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Coldplay und Lady Gaga,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Coldplay und Lady Gaga,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Coldplay und Lady Gaga,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Coldplay und Lady Gaga,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Coldplay und Lady Gaga,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Coldplay und Lady Gaga,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Coldplay und Lady Gaga,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Coldplay und Lady Gaga,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Coldplay und Lady Gaga,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Coldplay und Lady Gaga,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Coldplay und Lady Gaga,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Coldplay und Lady Gaga,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Coldplay und Lady Gaga,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Coldplay und Lady Gaga,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Coldplay und Lady Gaga,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Coldplay und Lady Gaga,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Coldplay und Lady Gaga,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Coldplay und Lady Gaga,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Coldplay und Lady Gaga,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Coldplay und Lady Gaga,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Coldplay und Lady Gaga,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Coldplay und Lady Gaga,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Coldplay und Lady Gaga,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Coldplay und Lady Gaga,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Coldplay und Lady Gaga,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Coldplay und Lady Gaga,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Coldplay und Lady Gaga,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Coldplay und Lady Gaga,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Coldplay und Lady Gaga,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Coldplay und Lady Gaga,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig)

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13 Kommentare mit 51 Antworten

  • Vor einem Monat

    Erschreckend wir belanglos die Band geworden ist...von der Genialität der ersten Alben ist nichts mehr übrig geblieben. Das hier ist Plastikpop der übelsten Sorte! Tja wie heisst es so schön: Wer nicht mit der Zeit geht, muss mit der Zeit gehen!

    • Vor einem Monat

      Everyday Life war aus meiner Sicht ein riesen grosser Schritt in die richtige Richtung. Trouble In Town und Arabesque sind zum Beispiel zwei Songs, die ich Coldplay nicht mehr zu getraut hätte. Ich persönlich mag das Album, vor allem nach den grauenhaften Album zuvor.

      Aber sind wir Mal ehrlich: Ein Coldplay Konzert ohne „Radiohörer“ wird es leider nie mehr geben. Dann ist es auch egal, wenn sie für genau solche Leute Musik machen.

      Insgeheim wünsche ich mir Songs wie Politik, A Whisper, God Put A Smile, Brothers and Sisters, Trouble etc. zurück.

    • Vor einem Monat

      Dieser Kommentar wurde wegen eines Verstoßes gegen die Hausordnung durch einen laut.de-Moderator entfernt.

  • Vor einem Monat

    Nach dem halbwegs überzeugenden "Everyday Life" ist jetzt wieder ein massentaugliches Radiopop-Album an der Reihe. So gut wie in den frühen 2000ern werden sie wohl nie wieder sein.

    • Vor einem Monat

      Hoffentlich nicht so schlimm wie „A Head Full Of Dreams“. Ausser „Everglow“ war es das Grauen. Ein Song wie „Fun“ von Coldplay ist einfach nur peinlich.

    • Vor einem Monat

      Die neue Single lässt schon richtig schlimmes vermuten - dabei war in der Tat „Everyday Life“ eigentlich der Schritt in die richtige Richtung.

      Nach dem vorherigen Hoffnungsschimmer habe ich langsam endgültig abgeschrieben, das Coldplay jemals zu alter Stärke wie in den ersten Alben zurück kommt.

      Neulich BBC Radio 1 Interview mit Chris Martin gehört, dabei spielten sie das grandiose und zeitlose Yellow. Unmittelbar danach einen üblen Aufstoßer bekommen als Chris Martin über Rihanna schwärmte...

      Schade schade, dabei hat die Band so unfassbar viel Potenzial, dennoch möchten sie größtenteils belanglose kacke weitermachen...

  • Vor einem Monat

    Popsong des Jahres bisher, klingt wie eine Mischung aus "Mylo Xyloto" und "Ghost Stories" und dann doch wie nichts, was die Band bisher gemacht hat und mit diesem ständigen Ändern und Erweitern ihres Sounds sind sie in dieser kommerziellen Größenordnung einfach einzigartig und im Geiste näher verwandt mit Radiohead und Pink Floyd als das viele gatekeeper wahrhaben wollen.
    Großen Anteil an diesem tollen Lied hat natürlich Max Martin, denn der ist an jedem zweiten tollen Chartspopsong der letzten 20 Jahre beteiligt, wie er das macht, ist sein Geheimnis.

    Und was die allseits gelassenen und entspannten Personen auf twitter angeht, stimmt das schon: Lady Gaga hat Konzepte und Geschichten über ex­t­ra­ter­res­t­risches Leben erfunden, deswegen hat sie da ein Patent drauf, da haben die immerzu angenehm sachlich argumentierenden twitter-User schon eine gute Argumentation.

    • Vor einem Monat

      Ändern und Erweitern ihres Sounds okay, aber der Refrain hier klingt mehr nach Genesis in ihrer späten Phase als nach Radiohead und Pink Floyd.

    • Vor einem Monat

      @schwingster: Freut mich, wenn es dich amüsiert :)

      @Marc Cetor:
      Ich meinte nicht, dass Coldplay nach Radiohead und Pink Floyd klingen, sondern dass sie ihren Sound kontinuierlich weiterentwickeln und damit auch immer wieder mal Fans vergraulen, z.B. "Everyday Life" oder Teile von "Viva La Vida" sind für Chartpop Verhältnisse teilweise wirklich experimentell. Mir fällt keine andere Band dieser Größenordnung ein, die in der Hinsicht ähnlich viel wagt. Und insofern sind sie von der Einstellung an das Künstlerdasein imo näher an PF oder Radiohead dran als viele, die sie seit den großen Stadien nicht mehr mögen, zugeben wollen.

    • Vor einem Monat

      Genau einfach die Tatsache, dass diese Kapelle es von Jahr zur Jahr schafft sich selbst zu unterbieten und nur noch ein blasser Furz ihrer selbst sind mit "kreativer Weiterentwicklung" und "antikommerziellen Wagnissen" schönreden. Mir fallen da eher Begriffe wie künstlerische De-Evolution, Sellouts und Desperate Trendchasers ein. Und dann diese Vergleiche mit PF und Radiohead... wie kackdreist kann man eigentlich sein?! Die einzige Gruppe welche sich ebenfalls derartig zur Selbstparodie und Punchline degradiert hat ist Maroon 5.

    • Vor einem Monat

      Halt man den Ball flach und atme tief durch, "kackdreist" ist wenn überhaupt:
      1) dein frecher Eumelton, den du hier an den Tag legst.
      2) solche Formulierungen wie "sich zur Punchline degradieren" zu kredenzen.

      Maroon 5 haben im Gegensatz zu Coldplays sieben guten Alben aber nur eines, das ganz ok ist und außerdem haben Maroon 5 auch nicht ein ganzes Genre mitgeprägt aber ansonsten habe ich verstanden, dass du WÜTEND bist und in einem Absatz gleich zwei Formulierungen mit Fäkal/Flatulenzen-Bezug eingebaut hast. Wenn man jetzt nicht nett sein wollte, könnte man sagen: das lässt tief blicken!

    • Vor einem Monat

      Cronauer ist natürlich näher dran an der absolut objektiven Wahrheit, ist klar. Muß aber zugeben, daß mir Radiohead9s Art des Getrolles irgendwie gefällt. Statt typisch offensivem Geflame einfach mal die absolute Belanglosigkeit zu etwas Großem heraufschwatzen. Props dafür!

    • Vor einem Monat

      Einmal Kalte Platte und abserviert! Natürlich muss ich hier mitt(r)o(ö)tten, :P

      Was will Radioheat9 der versammelten Trollgemeinschaft den nun verkaufen? So so Coldplay macht also Musik, mit Anspruch an die Ohren und dem Zwischenraum, der zugegeben bei manchen auch ausserhalb sich befindet.

      Nein, das ist einfach nicht wahr! Seit "A Rush Of Blood To The Head" hat sich die Kirmestruppe von überraschendem, innnoativem Ohrmuschelfutter immer mehr entfernt. Das ist fakt!

      Und sein wir doch mal ehrlich, selbst das traurige rumgenöhle von Chris Martin auf der "A Rush Of Blood To The Head" ist eher schlecht gealtert! Wer will schon immer traurig aus der Wäsche schauen? Beweis?

      Siehe den Anfang von dem Video, der Chris ist so "super druff" das er ohne Mucke anfängt rumzuspringen, als wenn er in den Docklands im britischen Nirgendwo irgendwas anderes findet ausser der üblichen Tristesse.

    • Vor einem Monat

      Danke für die props, Ragi aber wenn es um Coldplay geht, ist es tatsächlich kein Getrolle sondern eine Herzensangelegenheit für mich, ob du es mir glaubst oder nicht.

      "objektive Wahrheit" und "Fakt" im Bezug auf Musikgeschmack :D
      Was raucht ihr?
      Und "A Rush Of Blood..." altert wunderbar und wird jedes Jahr noch schöner.

    • Vor einem Monat

      "wenn es um Coldplay geht, ist es tatsächlich kein Getrolle sondern eine Herzensangelegenheit für mich"

      Bitte umgehend Löschung UND Einweisung einleiten.

    • Vor einem Monat

      Neueinsteiger diese Woche in die Pleonasmus-Charts:

      Ragism; "absolut objektive Wahrheit" von 0 auf Platz 1.

      Ein double-Pleonasmus obwohl Wahrheit eigentlich sogar subjektiv ist. Respekt, Ragism!

    • Vor einem Monat

      Wo ist denn da der zweite Pleonasmus?

      Und ansonsten, hast du das mit dem Hai abgesprochen, dass du seine Wochenendschicht übernimmst?

    • Vor einem Monat

      "absolut" und "objektiv".
      Nein, ich denke das war konkludent. Wir pflegen unser solides aber auch distanziertes Verhältnis. Ich schätze ihn für seine Hard-Rock-Meddl-Phobie. Dafür hat er durchaus auf ewig bei mir Stein im Brett.

      #FreeCraze
      #Rockohnerapistwiebrotohneveggiewurst

    • Vor einem Monat

      '"absolut" und "objektiv"'

      Beschreibt halt nicht das Selbe, zumindest nicht unbedingt. ;-)

    • Vor einem Monat

      Schön, dass ich dich geistig fit halten darf v.v. :). Ich will mich heut nicht aufregen, das hat die Eintracht trotz Vorahnung schon abbekommen.

    • Vor einem Monat

      Dieser Kommentar wurde vor einem Monat durch den Autor entfernt.

    • Vor einem Monat

      War ja klar, daß die Ironie ohne Hinweisschilder übersehen wird. Langsam sollte ich es mal gelernt haben, verdammt...

    • Vor einem Monat

      Eventuell, ich gebe es zu, altert ja nicht die Scheibe deines Vertrauens, sondern schlicht wir alle werden älter und das ganze hier ist sowas wie Erinnerungen eines schal gewordenes Glas Wein.

    • Vor einem Monat

      Also, auch ich bin enttäuscht, dass Coldplay mit Ihrem neuen Song wieder dem Reiz des kommerziellen Erfolgs erlegen sind. Aber eines muss ich zu Ihrer Ehrenrettung sagen: Ihr letztes Album "Everyday Life" hatte neben ein paar, man könnte sagen typischen Coldplay-Stadionhymnen (Orphans, Champions of the world) auch einige experimentellere und aus meiner Sicht sehr schöne Songs drauf. Für mich eindeutig ihr bestes Album. Von daher finde ich das pauschalisierte Coldplay-gebashe genauso befremdlich wie das Lob über den grünen Klee.

    • Vor einem Monat

      "Langsam sollte ich es mal gelernt haben, verdammt..."

      Du und aus Fehlern lernen ist auch so eine Sache...

    • Vor einem Monat

      Ist halt schwierig, wenn man sonst kaum Fehler macht.

    • Vor einem Monat

      Spielerische Ironie mit schon wieder vergessenen Hinweisschildern, toter Ernst oder gespielte Ironie, die dennoch tief blicken lässt. You decide!

    • Vor einem Monat

      Ist ne Frage des Humors. Hab selten Schwierigkeiten, Ironie zu erkennen. Hab zu lang Titanic gelesen dafür. Ein Grund dafür, daß die größtenteils so schlecht ankommt (wie jedes gute Satire- und Humormagazin), ist vielleicht die Eindeutigkeit, die heute von der deutschen Sprache verlangt wird.
      Vermutlich kennen deshalb hier viele auch z.B. bei Gendersprachthemen kein Pardon, was in den Ländern weniger ein Problem ist, in denen ein verspielterer Umgang mit Sprache gepflegt wird. Sowohl in Sachen Humor als auch beim zweiten Thema ist Englisch mMn. aus diesem Grund viel angemessener. Für den Gebrauch der deutschen Sprache zählt heute mehr, was gesagt wird, nicht wie etwas gesagt wird. Was natürlich für Ironie und andere Spiele tote Erde ist.

      Kurz: "Absolut objektive Wahrheit" ist derart platt, daß man vielleicht darauf kommen könnte, daß da Quatsch im Spiel ist.

    • Vor einem Monat

      Danke für den Essay, aber auf den offensichtlich ironischen Post mit der absolut objektiven Wahrheit hatte ich mich gar nicht bezogen.

    • Vor einem Monat

      Finde es aber schön, wie du mit "Hab selten Schwierigkeiten, Ironie zu erkennen" und den Verweis auf "Gendersprache" und die Unzulänglichkeit der deutschen (Sprache) gleich drei handfeste Ragismen in so einem relativ kompakten Text unterbringen konntest.

    • Vor einem Monat

      "Ist ne Frage des Humors. Hab selten Schwierigkeiten, Ironie zu erkennen. Hab zu lang Titanic gelesen dafür."

      :lol: :lol: :lol:
      Meinst du das wirklich ernst, Meurer2.0?

    • Vor einem Monat

      naja bei ragizzle heißt es auch hier stets: "eisberg voraus" ^^

    • Vor einem Monat

      "Meinst du das wirklich ernst, Meurer2.0?"

      Was meint Meurer2.0 nicht ernst? bzw. Ironie ist eine ernste Sache!

      Hast dich mal wieder im Faden verirrt? :P

    • Vor einem Monat

      Es ging hier um den Ironiegehalt von "absolut objektive Wahrheit", der offenbar schwierig zu erfassen gewesen ist. Kifft mal nicht so früh am Tag.

      Das Essay war sicher auch was weiter ausgeholt und hat dadurch naturlich auch nen leichten Grasgeruch. Bleibt trotzdem der Hauptgrund dafür, warum Lauchs sich mit Ironie und Sprache so schwer tun.

  • Vor einem Monat

    Was zum F*ck ist bitte das? Ist ja wirklich, wie soulburn oben schon schrieb, allerschlimmste Til-Schweiger-Soundtrack-Musik.
    Oder vielleicht ist es auch schon der Soundtrack zu Chris Martins einsetzender Midlife-Crisis? Wer weiß?
    Die Nummer wird bestimmt ihren Weg finden in die Playlists des "Hallo liebe Autos, hallo liebe Autofahrer"-Dudelfunks, der uns, eingerahmt von Seitenbacher-Müsli-Werbung und den Verkehrsmeldungen, "verwöhnt" mit dem "Besten" der 80er, 90er und "von heute". Da passt das doch perfekt rein, wie Arsch auf Eimer.
    Nach diesem Schock höre ich jetzt jedenfalls erst mal wieder "Yellow", um mir die Ohren damit ordentlich durchzuspülen.

  • Vor einem Monat

    Oh Mann, ich tendiere mittlerweile echt dazu, zu vergessen, wie gut die mal waren vor langer Zeit. Spätestens nach „Viva La Vida“, das in die Kategorie „gut gemachter Stadionrock“ gehört, ging es steil bergab. Irgendwie peaken ja die meisten Bands nach 3-5 Alben, aber manche altern definitiv würdevoller als andere.

    • Vor einem Monat

      „Viva La Vida“ war für mich definitiv der Anfang vom Ende von Coldplay. Nicht nur unbedingt musikalisch, sondern auch das Publikum veränderte sich. Jetzt hast du die Leute dabei, die sonst nie an Konzerte gehen und eigentlich keine Musik hören.

      Kann mich noch gut erinnern, als ich zu X&Y Zeiten mit einem A Rush Of Blood To The Head Shirt herumgelaufen bin und keiner kannte die Band so richtig in meiner Schule. Jetzt muss man sich für die Band (von früher) rechtfertigen.

      Trotz allem: „Everyday Life“ ist für mich ein sehr gutes Album geworden. Und die neue Single finde ich persönlich ganz gut. Kein Übersong, aber auch kein Desaster. Da gibt‘s weitaus schlimmeres in den Charts.

    • Vor einem Monat

      Klar, zu ein paar Ausreißern nach oben ist Coldplay immer noch fähig, „Up&Up“ von AHFOD ist auch so ein Beispiel. Aber unterm Strich zeigen einem solche Songs, dass sie durchaus anders könnten, aber (vermutlich) nicht wollen.

  • Vor einem Monat

    Ich verstehe nicht so recht, wo das Problem liegt. Für mich ist das "Frühwerk" einschl. AROBTH nach wie vor großartige Musik, danach wurde es recht ambivalent, mit X&Y und schließlich hat sich die Band gewandelt und (weiter) den Zwängen des Business unterworfen. Warum sollte man ihnen das vorwerfen? Die Welle auf der Coldplay einst ritten ist völlig verebbt. Mit der Musik von Parachutes würden sie vermutlich heute nicht mehr die Frankfurter Batschkapp vollkriegen.
    Das ständige Lamento, wenn sich Künstler verändern oder ein Niveau nicht halten können (oder wollen) ist deshalb überflüssig, weil es den Künstlern in erster Linie darum geht, im Geschäft zu bleiben.