Porträt

laut.de-Biographie

LMNZ

"Jede Ausdrucksform gibt mir unterschiedliche Möglichkeiten, mich der Welt mitzuteilen. Mit einem Text kann ich sehr präzise Dinge ansprechen, mit einem Instrumental eher eine Stimmung malen. Darüber hinaus brauche ich einfach viel Abwechslung in meinem Alltag." Fraglos zählt LMNZ zu den betriebsamsten und vielseitigsten Vertretern des deutschen Hip Hop. In seiner Wahlheimat Berlin produziert und rappt er seine Songs, um sie anschließend auf den Bühnen der Welt zum Besten zu geben. Zudem veranstaltet er Workshops, dreht Musikvideos und Imagefilme.

Markus Gram wird 1985 im hessischen Fulda geboren. Zwar tritt er bereits ab 2001 künstlerisch in Erscheinung, doch erst vier Jahre später zieht er in die Hauptstadt, um von dort aus das Genre aufzumischen. 2009 tritt er neben Rappern wie B-Tight, Curse, Basstard oder Spax auf dem Sampler "Deutschlands Vergessene Kinder 2" auf. Kurz darauf veröffentlicht er nach dreijähriger Arbeit sein Produzentenalbum "Worldwide Rap", das Sänger und Rapper aus über 40 Ländern vereint: "Ich suchte mir absichtlich 76 Künstler aus der ganzen Welt, um meine Message von Unity zu verbreiten."

Im Gespräch mit Move36 formuliert er seinen universellen völkerverbindenden Anspruch: "Egal wie du aussiehst, ob du schwarz oder weiß bist, ob du schwul oder hetero bist, wir machen alle gemeinsam Musik. Die Grenzen verschwimmen." Während er international noch immer die Bedeutung des Rap als "Sprache der Unterdrückten" wahrnimmt, fällt sein Urteil über die hiesige Szene nüchterner aus: "Hier in Deutschland kommt meiner Erfahrung nach eher Musik an, bei der es um Eskapismus geht, Entertainment oder ein hartes Image. Vielleicht geht es uns noch zu gut hier."

Ihm selbst fällt es angesichts der Marktlage schwer, die nötige Portion Aufmerksamkeit zu erzeugen. "DCVDNS macht ganz unterhaltsame Interviews", berichtet er im Interview mit rap.de, "aber als Imagerapper hat er es natürlich auch leichter, denn so eine Rolle ist viel besser zu vermarkten." Er selbst bringt seine Alben zum Großteil direkt an den Mann. Zwischen 2010 und 2013 verkauft LMNZ nach eigenen Angaben 1.500 Tonträger an den touristischen Hotspots der Hauptstadt. Nebenbei arbeitet er an seinem zweiten Album.

Im August 2013 erscheint "Anders Als Die Besseren", auf dem sich der Wahlberliner nun auch als Rapper in den Vordergrund rückt. Gastbeiträge finden sich darauf etwa von Nosliw, Flip, KC Da Rookee oder Gunman Xuman aus dem Senegal. In der westafrikanischen Republik absolviert er gleich drei Tourneen mit Sister Fa und engagiert sich dort gegen die weibliche Genitalverstümmelung. Nach Auftritten auf der YOU-Messe ernennt ihn die Europäische Kommission zum deutschen Botschafter für "Youth on the Move". Auch die Bewegung "Black Lives Matter" erhält seine Unterstützung.

Ab 2018 setzt er sich für die Kampagne "Null Alkohol – Voll Power" der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ein und kooperiert im Rahmen einer Tournee durch fünf afrikanische Staaten mit dem Goethe-Institut. Musikalisch kommt ihm zudem sein Bachelor of Recording Arts gelegen. Als Tontechniker nimmt er für den Soundtrack zum Marvel-Hit "Black Panther" die südafrikanische Rapperin Yugen Blakrok im Studio auf. Im Oktober 2019 veröffentlicht LMNZ "The J0urney M1xtape", das Songs aus den vorangegangenen dreizehn Jahren umfasst.

Bereits einen Monat später startet der Rapper mit "Air" seinen EP-Zyklus "Elements", dessen Titel sich sowohl auf die Elemente des Hip Hops als auch der Natur bezieht. Auf dem englischsprachigen ersten Teil versammelt er neben dem Bremer Flo Mega wieder internationale Größen wie Masta Ace und Yugen Blakrok ("Fallen"). Quartalsmäßig sollen "Water", "Fire" und "Earth" erscheinen. So folgt der umtriebige Allrounder weiterhin seiner Berufung: "Kunst zu machen, ist meine Mission, und ich habe Werte, die ich vertreten und in die Welt tragen will."

Alben

Surftipps

5 Kommentare mit 16 Antworten

  • Vor 24 Tagen

    Legende, vielen Dank dafür!

  • Vor 24 Tagen

    aber warum kauft er soviele youtube-clicks? da wird ja selbst masta ace neidisch wie die views reinrasseln. die 14,7 kommentare stehen dann in keinem verhältnis. lässt nen faden beigeschmack, wenn man immer auf politisch korrekt macht.

  • Vor 23 Tagen

    Es gibt einen Unterschied zwischen ganz normaler Youtube Promotion und Klicks kaufen. Den kennst du anscheinend nicht "kai".

    • Vor 17 Tagen

      kenne ich wirklich nicht. erkläre bitte! dieser masta ace track "ideas" hat 261k views und 36 kommentare. wobei da einige von dir selbst stammen. grob geschätzt tippe ich auf 11k wirkliche views und den rest dazugekauft. woher sollten auch die views stammen? deine abos werden nicht angezeigt(sicher bewusst). es gab keine plattform die das geteilt hat. falls doch bitte klärt mich auf. weder ace noch flo mega haben es geteilt. selbst aktuelle videos von ace und polo haben weniger clicks als "ideas". finde es einfach schade, wenn sogenannter conscious-rap seine glaubwürdigkeit alleine schon durch das mitspielen beim clickwahnsinn verliert. jeder der sich auch nur ein wenig mit der thematik beschäftigt erkennt das missverhältnis sofort. kein hate, nur trauer.

    • Vor 17 Tagen

      wahrscheinlich nicht mal 11k organische views :(

    • Vor 3 Tagen

      Ich kann u.a. über google ads meine Videos Leuten anzeigen lassen, die einen ähnlichen Musikgeschmack wie ich haben und sich potentiell also dafür interessieren. Gleichzeitig kann ich dadurch andere ähnliche Künstlern dadurch supporten, indem sie Geld bekommen dafür, dass meine Musik z.B. vor oder nach ihrer läuft. Das können sie dann wieder nutzen, um Zeit für eigene Kunst zu haben.

      Früher habe ich meine Musik täglich auf der Straße promoted, dadurch auch für "conscious-rap" ganz gut verkauft (Worldwide Rap z.B. 1500 Einheiten), aber war natürlich sehr zeitaufwendig. Viele haben das respektiert, aber das ist nunmal nicht alles.
      Wenn du Werbung als frisieren bezeichnen willst, kannst du das gerne tun. Ob die Vorgruppe, der Act auf der Playlist, der Act im Radio, all das wird dir passiv vorgesetzt.
      Ich als Künstler will natürlich, dass so viele Leute wie möglich, die tatsächlich ein Interesse an meiner Kunst haben könnten es auch mitbekommen.
      Die Zahlen einfach zu frisieren, würde mir gar nichts bringen. Es Leuten zu zeigen hingegen schon; Teils haben wir Leuten, die drauf geklickt haben, weil sie die Musik mochten auf andere Seiten geleitet, wo sie z.B. mehr über das Album erfahren können etc.; dann kommt nicht unbedingt nochmal jemand sofort zurück, sucht bei Youtube den link, loggt sich ein und hinterlässt einen Kommentar. Man kann auch nicht Kommentar und Likezahlen mit großen Kanälen mit Mio. von Abonennten vergleichen, vor allem haben Teenies ein ganz anderes Mitteilungsbedürfnis im Netz als Ü30 Leute. Ganz ehrlich wissen einige meiner Hörer nicht einmal wie man auf Youtube einen Kommentar verfasst und selbst nach Erklärung haben sie es aufgegeben :D

      Ich kann ohne Probleme dazu stehen, meine Kunst Interessierten zeigen zu wollen. Man müsste nichts veröffentlichen, wenn man nicht wollen würde, dass die Öffentlichkeit davon erfährt. Ich habe nach über 10 Jahren, wo ich davon leben kann, einen relativ kostengünstigen und seeehr zeitgünstigen Weg gefunden dies unterstützend zu anderen Maßnahmen zu tun. Das Leute so auf die Zahlen reagieren, weil ihnen da nicht alle Wege bekannt sind, kann ich nachvollziehen. Ich äußere mich aber hier auch ehrlich dazu. Habs gerade erst gelesen, dass hier noch ein paar Kommentare kamen.

      Das niemand darüber berichtet hat...Stimmt so nicht. Hier ein paar Logos von Presseberichten: https://www.worldwide-rap.com/wp-content/u…

      Ace und Flo haben es beide in Stories geteilt. Es gibt auch Dinge wie E-Mail-Verteiler und nicht nur social media.

      Das Problem sehe ich eher darin, dass hier allgemein Clicks zu viel Aufmerksamkeit zugemessen wird. Man ist sofort voreingenommen, egal welche Zahl da steht. Ah nur 500 Clicks, hör ich mir gar nicht erst an. Ah, 20Mio. Clicks, muss scheiße sein. Einfach nur die Kunst zu hören und dann halt entweder zu feiern oder nicht, fände ich viel besser. Instagram hat ja auch in einigen Ländern die Ansicht der Likes eingeschränkt (gehabt?), was ich persönlich cool finde.

      "Conscious"-Künstlern (was immer das sein soll), da wird natürlich die Messlatte das alles 100% "real" sein muss und so auch unrealistisch und unfair angelegt. Selbst wenn man das "alles" erfüllt, kommen halt Spekulationen und Gerüchte wie oben zu sehen und man wird in den Dreck gezogen. That's life.

      Wem die Musik nicht zusagt, das ist vollkommen ok. Ist ja sowieso Geschmackssache alles. Und dass ich nicht unbedingt sehr jungen Leuten meine Musik zeigen muss, da sie meist erfahrungsgemäß im Normalfall einen anderen Geschmack haben und die von mir behandelten Themen auch uninteressant finden, ist mir nach über 800 Workshops auch klar.

      Die abfällige, einseitige Art mancher Kommentare hier ignorier ich einfach mal. Und auch den Kommentar überhaupt geschrieben zu haben...ob das viel Sinn hat hier, ich weiß es nicht haha Aber hatte gerade Bock.
      Anyways, lasst es euch gut gehen.

  • Vor 23 Tagen

    Ziemlich glaubwürdig, diese Diskussion von 2 nagelneuen Profilen ;)

  • Vor 23 Tagen

    Und das schreibt einer, dessen Profil kaum 2 Monate älter ist.