Porträt

laut.de-Biographie

Kenny Beats

"Woah, Kenny!" Diesen Ausruf hört man ab dem Jahr 2018 immer häufiger auf Hip Hop-Songs, die danach mit großer Wahrscheinlichkeit durch die Decke gehen. Wenn man bei dem Namen Kenny Beats an einen Teenager denkt, der Beats in seinem Kinderzimmer baut, irrt man sich aber gewaltig: Kenneth Blume ist zu diesem Zeitpunkt schon seit einigen Jahren dabei. Zunächst hat er sich als EDM-DJ einen Namen gemacht, ehe er als Hip Hop-Produzent seinen zweiten gewaltigen Hype erlebt.

Hinter den Beats: Der Produzent macht den Hit
Hinter den Beats Der Produzent macht den Hit
Oft fällt der ganze Respekt den Rappern zu. Heute aber widmen wir uns den Personen, die mindestens die Hälfte zur Musik beitragen: den Producern.
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Kenneth Charles Blume III wird 1991 in Greenwich in Connecticut geboren. Mit neun Jahren beginnt er, Gitarre zu spielen, zwei Jahre später kommt das Schlagzeug hinzu. In der High School fängt er an, Beats im Stile von seinen Idolen Timbaland und Pharrell Williams zu bauen. Nachdem er sich einige Jahre in New York herumgetrieben hat, zieht er nach Boston und studiert in Berklee Jazzgitarre und Musikmanagement. Im Rahmen eines Praktikums beim Raplabel Cinematic Music Group knüpft er erste Kontakte in die Szene und baut Beats für Schoolboy Q, Smoke DZA und Ab-Soul.

Während seiner Studienzeit freundet er sich mit dem DJ Ryan Marks an und gründet mit ihm das EDM-Duo Loudpvck. Innerhalb weniger Monate explodiert das Projekt. Die beiden Musiker reisen um den ganzen Globus, um Shows zu spielen. Blume merkt in dieser Zeit aber, dass er lieber Hip Hop produzieren möchte, anstatt sich jeden Abend in den Clubs die Nacht um die Ohren zu schlagen. Die Formation ist bis zu Marks Ausstieg 2017 aktiv, danach schlagen die beiden Produzenten getrennte Wege ein.

Kenny Beats gründet daraufhin sein eigenes Studio, das er liebevoll The Cave nennt. Mit diesem Schritt gelingt ihm der große (zweite) Durchbruch. Sein Konzept ist simpel: Er berechnet den Musikern keine Studiozeit, außerdem haben sie immer das letzte Wort, wenn es um die Umsetzung ihrer Musik geht. Kenny Beats ist bekannt dafür, dass er sich Zeit nimmt, um mit seinen Gästen ein Konzept zu entwickeln. Zudem ist Blume ein Multiinstrumentalist und beherrscht neben Schlagzeug und Gitarre auch Bass und Klavier. Für seine Beats spielt er die Instrumente auch gerne selbst im Studio ein.

The Cave fungiert aber nicht nur als reines Aufnahmestudio, sondern hier hat Kenny ein ganzes Team aus Kreativschaffenden um sich formiert. Seine Firma Don't Overthink Shit (DOTS) kümmert sich neben der Musik auch um Merch und Musikvideos. Nebenbei veranstaltet der Produzent das YouTube-Format "The Cave", bei dem befreundete Musiker_innen zusammen mit ihm einen Beat entwickeln und darauf im Anschluss freestylen.

Denzel Curry & Kenny Beats - Unlocked
Denzel Curry & Kenny Beats Unlocked
Mini-"Madvillainy" mit ordentlich Wumms.
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Größere Aufmerksamkeit bekommt Kenny Beats in der Hip Hop-Szene mit seiner Zusammenarbeit mit zahlreichen Größen des Genres, etwa Freddie Gibbs, Vince Staples, Gucci Mane, JPEGMafia oder auch Ski Mask the Slump God. Zusammen mit Denzel Curry entsteht Anfang 2020 das hochgelobte Kollabo-Album "Unlocked", das gespickt ist mit popkulturellen Referenzen und Cartoon-Samples und als eine Verbeugung Richtung MF Doom und "Madvillainy" verstanden werden kann. Gleichzeitig produziert Blume aber auch Tracks für Newcomer, so ist er unter anderem mit am Durchbruch der amerikanischen Rapperin Rico Nasty beteiligt.

Obwohl Blume eindeutig dem Hip Hop und Trap zugetan ist, betätigt er sich immer wieder in anderen Genres. So ist er 2019 an FKA Twigs "Magdalene" beteiligt und produziert ein Jahr später "Ultra Mono" für die britische Punk-Band Idles. Auch die Hardcore-Formation Trash Talk holt sich Kenny für ihre "Squalor"-EP mit ins Boot. Bald kann sich Kenny Beats kaum vor Anfragen retten. Egal ob Slowthai oder Bastille, Rock oder Hip Hop: Alle wollen Kennys Beats.

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Denzel Curry & Kenny Beats - Unlocked: Album-Cover
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  • Redaktionswertung: 4 Punkte

2020 Unlocked

Kritik von Mirco Leier

Mini-"Madvillainy" mit ordentlich Wumms. (0 Kommentare)

Surftipps

  • DOTS

    Homepage von Kenny Beats.

    http://dontoverthinkshit.com/
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    Storys und Bilder.

    http://www.instagram.com/kennybeats/
  • Kenny tweets

    Kurznachrichten.

    http://twitter.com/kennybeats/

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