Porträt

laut.de-Biographie

Everlast

Seine ersten Erfahrungen sammelt Erik Schrody alias Everlast in Ice Ts Rhyme Syndicate. Schon 1990 veröffentlicht er sein erstes Soloalbum "Everlasting". Das Album ist zwar in Szenekreisen sehr beliebt, bekommt aber keine größere Unterstützung seitens der Medien. Rückblickend belächelt er seine Anfangsphase eher: "Ich danke Gott dafür, dass das Album floppte. Andernfalls hätte ich heute der zweite Vanilla Ice sein können."

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Everlast kommt am 18. August 1969 in New York zur Welt und wächst an der amerikanischen Westküste auf. Seine musikalische Prägung erhält der Musiker nach eigenen Angaben von Run DMCs selbstbetiteltem Soloalbum. Sein zweiter Anlauf auf die Spitze des Musikbusiness ist von einem anderen Kaliber. Er gründet mit ein paar High-School-Freunden House Of Pain. Die bringen es auf einen Platinhit und zwei Alben, die sich weltweit sehr gut verkaufen, zerbrechen aber nach vier Jahren Streitigkeiten mit der Plattenfirma und den Saufgelagen, die sie aufgrund ihrer irischen Abstammung für nötig erachten.

Erik Schrody besinnt sich auf seine Solokarriere und beginnt 1998 mit den Aufnahmen zu einem weiteren Everlast-Album. Eine Operation am offenen Herzen unterbricht seine Aktivitäten. Ein angeborener Herzfehler in Verbindung mit dem Saufstress zu House Of Pain-Zeiten führten zum dringend erforderlichen Eingriff. Seine Erfahrungen mit diesem Lebensabschnitt verarbeitet er im '98er Album "Whitey Ford Sings The Blues". In dieser schwierigen Zeit konvertiert Everlast zum Islam.

Auch die Musik verändert sich. Während die House Of Pain-Alben und das erste Everlast-Album noch als Spaß-Hip Hop durchging, muss man Everlast plötzlich als Singer-Songwriter titulieren. Die Aussage lautet: House Of Pain sind tot, lang lebe Everlast. "Whitey Ford Sings The Blues" erhält nicht zuletzt dank der Hitsingle "What It's Like" in den Staaten zweifaches Platin und Everlast macht auch international auf sich aufmerksam. So tourt er gemeinsam mit Santana durch die Lande, arbeitet mit Cypress Hill auf "Skull And Bones" und steuert seinen Beitrag zum Soundtrack von "End Of Days" bei.

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Von diesen neuen Erfahrungen profitiert auch "Eat At Whiteys". Die Santana-Kollabo "Put Your Lights On" erhält einen Grammy, weitere Gäste auf der Scheibe sind B-Real und Kurupt. In eine ähnliche Kerbe haut auch das im Mai 2004 erscheinende Studioalbum "White Trash Beautiful", das aber speziell in den USA floppt.

Danach wird es still um Everlast. Erst 2006 machen Gerüchte die Runde, dass Whitey Ford wieder mit neuen Ideen am Start ist. Der Name La Coka Nostra geistert im Netz herum.

Daran beteiligt sind neben Everlast noch Ill Bill (Non Phixion), DJ Lethal, DJ Muggs (Cypress Hill), Danny Boy sowie Mitglieder der Lordz Of Brooklyn. Auf diversen MySpace-Seiten drücken sich die Jungs rum und machen die Fangemeinde schon im Vorfeld heiß auf das, was da noch kommen möge.

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Ein Album bleibt das neue Projekt zunächst schuldig. Dafür kündigt Everlast für 2008 den Longplayer "Love, War And The Ghost Of Whitey Ford" an, auf dem er sich, der Titel deutet es schon an, mit dem Irak-Krieg auseinandersetzt. Die Single "Letters From The Garden Of Stone" thematisiert die Gedanken eines Soldaten, der im Zweistromland stationiert ist.

Musikalisch bleibt er zwar seinem Stil treu, hört aber auch neue Elemente: "Der Sound ist total anders als alles, was ich zuvor getan habe" findet der Amerikaner. "Ich benutzte eine größere Vielfalt an Instrumenten und dichtere Arrangements".

2009 erscheint dann nach einer gefühlten Ewigkeit doch noch die LCN-Platte "A Brand You Can Trust". Politik, Tod und Drogen finden in dem Longplayer Anklang.

Tourtipp anzeigen laut.de präsentiert
Bis 20. November 2019 Everlast Bremen, Stuttgart u.a.
Der legendäre House Of Pain-MC reist mit Band an.

Schrody macht dann wieder Nägel mit Köpfen: "Songs Of The Ungrateful Living" finden ihren Weg in die Plattenläden über das eigene Label Martyr Inc. Records. Blues und Country reichen sich die Klinke in die Hand, während die Rap-Parts in den Hintergrund rücken.

Trotzdem sieht sich der in die Jahre gekommene MC noch im Hip Hop beheimatet: "Ich bin ein Rapper. Aber ich verstehe, warum sich manche Leute wundern, dass ich mich da immer noch dazu zähle. Das liegt daran, dass eben diese Leute eine sehr enge Definition davon haben, was Hip Hop eigentlich ist."

Anschließend verschwindet er dann für einige Jahre von der Bildfläche, da seine Tochter an der Stoffwechselerkrankung Mukoviszidose leidet. Erst 2018 findet er die Zeit, die angesammelten neuen Songideen der breiten Öffentlichkeit zukommen zu lassen. "Whitey Ford's House Of Pain", so der markant gewählte Albumtitel, vereinigt dann aber eher die stilistischen Attribute, die man mit dem Solokünstler Everlast verbindet.

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Live in Berlin, 2012 Der Bluesrapper - akustisch in der Passionskirche.

Der Bluesrapper - akustisch in der Passionskirche., Live in Berlin, 2012 | © laut.de (Fotograf: Andreas Koesler) Der Bluesrapper - akustisch in der Passionskirche., Live in Berlin, 2012 | © laut.de (Fotograf: Andreas Koesler) Der Bluesrapper - akustisch in der Passionskirche., Live in Berlin, 2012 | © laut.de (Fotograf: Andreas Koesler) Der Bluesrapper - akustisch in der Passionskirche., Live in Berlin, 2012 | © laut.de (Fotograf: Andreas Koesler)

Termine

Fr 08.11.2019 Stuttgart (Im Wizemann)
Di 12.11.2019 Bochum (Zeche)
Di 19.11.2019 Bremen (Modernes)
Mi 20.11.2019 Jena (F-Haus)

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