Porträt

laut.de-Biographie

Eddie Spaghetti

Supersuckers heißt die eigentliche Band von Eddie Spaghetti. Sie selber bezeichnen sich als die "World's Greatest Rock'n'Roll Band." Eddie alleine ist dann wohl der größte lebende "King of Roll", der in der Wildnis frei herum laufen darf. Mit dem nötigen Humor kann man da schon mal zustimmend nicken. Die Hauptsache ist: Spaß an der Musik, Spaß am Saufen, Spaß an Frauen und neuerdings auch Spaß an reizvollen Coverversionen. Mit "The Sauce" wirft Eddie 2004 eine gelungene Komposition aus bekannten Country- und Western-Hymnen und jeder Menge eigene Rock'n'Roll-Bohnen auf den Markt. In nur drei Tagen entsteht die sättigende Nudelpampe. Eddies Egotrip passt gerade sehr gut in den Supersuckers-Masterplan. Die Band aus Seattle befindet sich nämlich auf der Suche nach einem neuen Schlagzeuger. und da darf der Frontmann ruhig mal ein paar Tage alleine durch die trockene Wüste reiten.

Eddie Spaghetti - Old No. 2
Eddie Spaghetti Old No. 2
Regt die Verdauungssäfte von Pseudo-Cowboys an.
Alle Alben anzeigen

Ihre Vorliebe für Cowboyhut-Musik haben Supersuckers schon mit ihrer Platte "Must've Been Live CD" bekundet. Das Minimalistische erkennt man auch hier. Klassisch mit zwei Spuren werden die Shows in Dallas, Austin und San Diego vom persönlichen Live-Mixer Dave Fisher aufgenommen. Ansonsten haben sie mit ihrem Schweinerock die Nase ganz weit vorne. Alben wie "The Evil Powers Of Rock'n'Roll" treffen nicht nur im Heimatland auf offene Ohren. Die wilden Reitersongs beanspruchen auch hierzu Lande die Lachmuskeln und lassen den Popo heftigst im Sattel knallen.

Der Nudel-Macho Eddie wächst in Tucson, Arizona auf und versucht anfangs, das massive Country Musik-Geschehen um ihn herum zu ignorieren. Vergeblich, wie das geschulte Cowboyohr Jahre später feststellen wird. Heavy Metal und Punkrock bestimmen zunächst sein Leben. Aus dieser Leidenschaft entsteht 1988 die Band The Supersuckers. Ziemlich schnell gelangt Eddie mit seinen Kumpels in die "Rock City, U.S.A.", Seattle, die Ende der 80er Jahre für ihre unüberhörbare Musik mehr und mehr Aufmerksamkeit erhält. Die perfekte Stadt für Supersuckers. Mit ihrem Sound heben sie sich von der Szene ab und spielen bis zu 200 Gigs im Jahr. Ständig on the Road unterschreiben sie nach einigen Single-Veröffentlichungen bei Sub-Pop einen Vertrag und gehören seitdem zu den beliebtesten Punk'n'Rollern, die jeden Arsch zum Tanzen bewegen.

Seinen Wurzeln kann niemand entfliehen. Selbst ein Eddie Spaghetti nicht. Die Supersuckers-Freizeit nutzt er weiterhin, um sich seinem Soloprojekt zu widmen. Doch auch ein Spaghetti entdeckt die Ruhe und nach dem gutverdaulichen Debüt "The Sauce" erscheint 2005 "Old No. 2".

Bereits 1993 spielt Eddie in einer weiteren Band namens The Junkyard Dogs And The Rare. Auf dem Album "Good Livin' Platter" (Sympathy For The Record Industry) hört man den späteren Einfluss seiner Soloalben. Willie Nelson bringt den Superrocker auf die Spuren der amerikanischen Volksmusik. Die Supersuckers können sich natürlich dem Sinneswandel von Eddie nicht entziehen und wagen es tatsächlich, 1997 mit "Must've Been High" eine ebenfalls countrylastige Platte auf den Markt zu werfen. Die Fans sind zunächst außer sich und wissen gar nichts mit diesen außergewöhnlichen Klängen ihrer doch so harten Popotreter anzufangen. Mittlerweile gehört das Album zu den meist verkauften Scheiben der wilden Punkrocker.

"The Evil Powers Of Rock'n'Roll" (200) ist eins der besten Alben der Supersuckers. Meint nicht nur die Band, sondern auch viele Kritiker und Fans. Die Plattenfirma sieht das allerdings anders. Die Tücken der Musiklandschaft und das wahre Gesicht im Business lernen nun auch sie kennen. Unstimmigkeiten und verwirrende Zusammenarbeit sind die Folge. "That was a confusing time and it really slowed us down ...", sagt der Mann, der stets mit Sonnebrille unterwegs ist. Ab dann heißt es nur noch "No more bosses!" Bis sie mit Chris Neal und dem Label Mid-Fi Guy neuen Mut schöpfen und vor allem dank mehr Eigeninitiative und Verantwortlichkeit erfolgreicher sind, als je zuvor. 2003 erscheinen "Motherfuckers Be Trippin'" und Eddies Soloalben auf Mid-Fi Recordings.

Die Pseudo-Cowboys entdecken eine neue Form der Country- und Westernmusik. Kunstvoll, schon fast Avantgarde mit jeder Menge Rotz und Rüpel. Und ob nun gemeinsam oder alleine, seine Kopfhaut verliert Eddie dabei nicht. "Don't miss your chance to get in on the legend of Eddie Spaghetti and the Supersuckers"...

Alben

Eddie Spaghetti - Old No. 2: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 3 Punkte

2005 Old No. 2

Kritik von Jasmin Lütz

Regt die Verdauungssäfte von Pseudo-Cowboys an. (0 Kommentare)

Surftipps

  • Offizielle Seite

    Sehr unterhaltsam, Songs zum Downloaden, wenig bunt, aber voll Rock'n'Roll.

    http://www.supersuckers.com/

Noch keine Kommentare