Porträt

laut.de-Biographie

Wilson Gonzalez

Schon nett, wenn sich der alte und der neue Job so decken. Früher spielte Wilson Gonzalez Ochsenknecht einen "Wilden Kerl", später ist er ganz ohne Anführungsstriche einer. Als ehemaliger Chorknabe und ausgebildeter Schlagzeuger startet er nach seiner Schauspieler- eine Musiker-Karriere. Und macht genau die Musik, die ihm selbst gefällt, seit er elf ist: Rock für richtig wilde Kerle.

Wilson wird am 18. März 1990 in den Schoß der Schauspielerfamilie Ochsenknecht geboren. Die Eltern Uwe und Natascha bedenken ihren Sprössling bereits mit künstlerischen Dreingaben, indem sie ihn beim Münchner Standesamt tatsächlich als Wilson (nach dem Sänger Wilson Pickett) Gonzalez (nach der schnellsten Maus von Mexiko) anmelden. Mit acht lassen sie ihn bereits trommeln lernen, später singt er im Schulchor und spielt in einer Heavy-Metal-Band.

Die Gene beginnen bald zu wirken. Bereits mit zehn Jahren spielt Wilson in einem Doris Dörrie-Film. Als "Wilder Kerl" lernen ihn schließlich die "Damen" lieben. Viermal gibt er den Marlon, dann wird ihm der Starrummel zu viel. "Ich bin nicht der kommerzielle Typ", sagt er. Deswegen zieht er sich 2006 für ein Jahr an eine Kunstschule in den USA (Los Angeles) zurück. Er lernt neue Leute kennen, die ihn wiederum nur als den Deutschen mit dem ungewöhnlichen Namen kennen. Nicht als Ochsenknecht, nicht als Marlon. Mit ihnen, manche nebenbei Rapper, kommt er zum Texten. Wieder zurück macht er sich den Spaß, mit den Rohstücken in einem Tonstudio herumzuspielen.

Eigentlich ist er von seiner späteren Musikrichtung nie weit entfernt. Bereits mit elf erfasst ihn seine Leidenschaft für Limp Bizkit. Sein MP3-Player wird zu seinem ständigen Begleiter. Sein Vater verschafft ihm schließlich den Kontakt zum Tonstudio. Dort macht er sich mit professionellen Musikern daran, seine Ideen zu vollwertigen Stücken reifen zu lassen.

Sein erstes Album "Cookies" erscheint im Mai 2008. "Ich bin gespannt, wie es ankommt und hoffe, dass die Leute nicht einfach nur denken, jetzt macht der andere Ochsenknecht-Sohn auch noch Musik!" Aber auf keinen Fall – denn für diesen Ochsenknecht-Sohn war von Anfang an klar, dass er sowieso zum wilden Kerl geboren ist. Ob auf Zelluloid oder Silberling.

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Wilson Gonzalez - Cookies: Album-Cover
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2008 Cookies

Kritik von Katja Scherle

Es hätte schlimmer kommen können - aber auch besser. (0 Kommentare)

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