Porträt

laut.de-Biographie

Tourettes

Beim Tourette Syndrom handelt es sich um eine neuropsychiatrische Erkrankung, die durch das Auftreten von sogenannten Tics charakterisiert ist. Diese Tics führen im harmlosesten Fall zu leichten Muskelzuckungen im Gesicht (Augenzwinkern oder Naserümpfen), im schlimmsten Fall zu selbstverletzenden Handlungen. Meist sind damit auch unwillkürliche Lautäußerungen verbunden, die von sinnlosen Lauten, bis hin zu obszönen und aggressiven Aussagen reichen können.

Eine schöner Sache denken sich wohl vier Nasen in Sydney, Australien und nennen ihre Band im Januar 2000 Tourettes. Bei den vier handelt es sich um Fronterin Michele Madden, Gitarrist Ashley Manning, Basser Ross Empson und Drummer Michael Quigley. Die Frontfrau allein ist schon ein Blickfang: Über 1,80 Meter groß, gepierct, tätowiert und mit Dreadlocks ausgestattet, rotzt sie los und schreit und singt sich die Seele aus dem Leib.

Damit lässt sich arbeiten und so spielen sie bereits im Mai ihre ersten Headlinergigs in Sydneyer Clubs. Im Februar 2001 erscheint das selbstbetitelte Debüt, auf dem sich auch eine Coverversion von "Once In A Lifetime" von den Talking Heads befindet. Die restlichen Songs sind irgendwo zwischen Metal und Industrial und ausgiebigem Lärm angesiedelt. Die Fans in Sydney fahren drauf ab, und so erspielt sich das Quartett im Laufe der Zeit einen erstaunlichen Ruf.

Im Dezember 2002 geht es zurück ins Studio, um die Aufnahmen für "Detestimony" einzutüten. Die Scheibe erscheint im Juni und setzt einmal mehr auf heftiges Gebretter, ein paar gute Melodien und eben Micheles weibliche Urgewalt. In Australien sind sie schon ziemlich angesagt und spilen nauf dem Canberra's Metal Fest oder The Big Day Out. Im Radio finden sie ebenfalls statt, doch außerhalb des fünften Kontinents, kennt sie kaum jemand. Das soll sich ändern, und so folgt im Herbst eine Kanada-Tour.

Dort nehmen sie auch ihr drittes Album "Sicksense" auf und gröhlen gleich mal auf der Strapping Young Lad-Scheibe "Alien" ein paar Backing Vocals ein. In Europa sind sie seitdem bei Armageddon unter Vertrag und laufen hier unter dem Banner Tourettes Syndrome. Das ist notwendig, da es namensrechtliche Konflikte mit einer anderen Band gibt. Im Sommer 2006 spielen sie nicht nur auf dem Wacken Open Air, sondern auch auf dem Summer Breeze.

Einmal mehr spielen sie im Sommer 2007 auf dem Wacken Open Air und veröffentlichen Mitte November das nächste Album "Treason Songs". Inzwischen erscheint die Scheibe auch in Deutschland unter dem Kürzel Tourettes. Zudem siedelt die Band komplett nach Hamburg um.

Alben

Tourettes - Treason Songs: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 3 Punkte

2007 Treason Songs

Kritik von Michael Edele

Die Australier mit Wohnsitz Hamburg legen ein ziemliches Brett vor. (0 Kommentare)

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