Porträt

laut.de-Biographie

Tomas Andersson

Im Pass von Tomas Andersson ist das Geburtsdatum in den sechziger Jahren vermerkt. Er verbringt seine Kindheit und Jugendzeit im ländlichen Norden von Schweden. Wegen eines Studiums der Rechtswissenschaften an der Universität Stockholm zieht Andersson dann in die schwedische Hauptstadt. Zum Studieren der dicken Wälzer kommt er indes nicht so wie es eigentlich sein sollte. Die Musik übt einen noch größeren Reiz auf ihn aus. Andersson beginnt zu Beginn der Neunziger kleinere Partys zu organisieren. Außerdem legt er als DJ in Stockholm und Umgebung auf. Später steigt er mit einem Amiga-Rechner und Schmalspur-Synthesizern in die Musikproduktion ein.

1999 gründet Andersson mit gleichgesinnten Musikern Average Records. Hier erscheinen einige Releases, darunter auch zwei Label-Compilations. Mit seinen Kollegen von Average absolviert er eine Reihe von Sets, die aus improvisierten Techno/Electro-Klängen bestehen. Unter dem Alias Sven Andersson erscheint 2001 bei Inkfish Records eine erste 12inch, die jedoch irgendwie verschütt geht. Er kommt stattdessen bei Longhaul Records unter, einer hauptsächlich auf den englischen Markt ausgerichteten Tochterfirma des auf Dance-Music-Vertriebs UCMG. Longhaul veröffentlichen 2002 das Album "Hem Ljuva Hem", schwedisch für home sweet home, das bei der englischen Musikpresse gut ankommt. Es folgen Live-Auftritte im Rahmen der Albumpromotion. Einer im Londoner Fabric, sein erster Gig außerhalb Stockholms, sowie in der Berliner Maria.

Im Zuge der finanziellen Schwierigkeiten von UCMG und der nachfolgenden Insolvenz stellen auch Longhaul den Betrieb ein. Das Album geht dabei mehr oder weniger unter. Und Andersson steht nun wieder ohne Plattenfirma da. Er schließt sich dem Musikverlag Container Publishing an, kommt dadurch mit Håkan Lidbo in Kontakt. 2003 fragen die Verantwortlichen von Bpitch Control an wegen einer Veröffentlichung. Anderssons erste 12inch "Rock Acid" entwickelt sich gleich zu einem Clubhit für das Berliner Label von Ellen Allien. Chef-Gigolo DJ Hell gefällt das Stück so gut, dass er einen Remix für "Keep On Waiting" in Auftrag gibt. Andere Künstler wie Hans Nieswandt, Water Lilly, Sylvie Marks & Hal9000, Hugg & Pepp oder Andreas Tilliander vertauen ebenso gerne auf seine Fähigkeiten als Remixer.

Bei Bpitch kommen in der Folgezeit weitere fünf EPs heraus: "Minimal Mama" (2003), "Bas" (2004) mit dem sägenden Acid-Track "Numb", "Festivities" als Katalognummer 100, "Washing Up" sowie "Hip Date" (alle 2005). Allerspätestens seit dem Konsenshit des Jahres 2005, "Washing Up", stellt Andersson eines der Zugpferde im Stall von Frau Allien. Dem nicht genug wählt ein schwedischer TV-Sender den Track als Titelmelodie für eine Serie aus. Darüber hinaus bringt er Andersson noch eine Nominierung beim Radiopreis P3 Guld ein. Wenn er nicht gerade zuhause an einem neuen BPC-Hit herumschraubt oder irgendwo einen Gig hat, arbeitet er für Re:Live. Eine schwedische Firma, die sich auf Audiostreams über Mobilfunknetzwerke spezialisiert, mit Live-Sets elektronischer Tanzmusik im Repertoire. Für 2006 steht neben der Single "Copy Cat" noch ein Album für Bpitch auf der Agenda.

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