Porträt

laut.de-Biographie

The Performers

Ein gewisses Maß an Geheimhaltung weckt Interesse und macht neugierig. Diese Marketingregel beherzigen vor allen Dingen Bands, die sich mit ihrer Musik am experimentellen Ende der Popmusikskala einordnen. Zuviel Transparenz gilt dort gemeinhin als Anbiederung an den Mainstream. Das französische Duo The Performers fühlt sich dieser Philosophie voll und ganz verpflichtet. Die Informationen über die Band sind deshalb ziemlich spärlich. Auch mit Releases halten sich The Performers zurück. Das Debütalbum "A Homemade Stereo Recording" erscheint 2008.

Die Gründung der Band reicht jedoch zurück bis ins Jahr 2000. Als sich die beiden Musiker Dave Gahisho und James 'Hawaii' Fantome treffen, stimmt die Chemie zwischen den beiden auf Anhieb. Erste gemeinsame Komposition sind die Folge. Einen starken Einfluss auf das schaffen von The Performers haben Film und Video. Soundtrackprojekte und Drehbücher sind eine der bevorzugten künstlerischen Spielwiesen des Duos. In ihre Musik fließen immer wieder auf so genannte 'field recordings' mit ein, im Alltag aufgenommene Umweltgeräusche.

Diese sind auch ein stilistisches Merkmal des Debütalbums "A Homemade Stereo Recording", das 2008 beim japanischen Experimentallabel Plop erscheint. Die Inspiration dazu holen sich The Performers während eines New York-Aufenthaltes 2004. "Wir verbrachten einige Zeit in New York auf der Suche nach Inspiration und arbeiteten an einem Drehbuch, das sich zentral mit dem Thema 'verschwinden' beschäftigt. Als wir zurück kamen, hatten wir zwar kein Drehbuch fertig gestellt, dafür aber jede Menge Sounds und Ideen, die sich auf unserem Debüt wiederfinden lassen", erklären die beiden Franzosen.

Für die klangliche Ausgestaltung bei The Performers ist weitgehend Dave Gahisho zuständig. James Fantome steuert lediglich die Bass-Spur bei. Mit ihren Tracks bewegt sich das Duo in einem Umfeld, in dem sich auf Warp-Acts wie Boards Of Canada durchaus zu Hause fühlen würden. Auch sie ausgesprochene Meister der Geheimhaltung. Es dauerte Jahre bis die Identität der beiden Brüder Michael Sandison und Marcus Eoin schließlich bekannt wurde.

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