Porträt

laut.de-Biographie

The Civil Wars

Die Geschichte des Country-Duos The Civil Wars beginnt, wie es in dem Genre so oft vorkommt, in Nashville, Tennessee. Joy Williams und John Paul White treffen sich 2008 das erste Mal in einem sogenannten "writing camp", bei dem etwa 20 Songwriter aus der Gegend zusammensitzen, um einen Country-Hit fürs Radio zu schreiben. Doch als es ans Arbeiten geht, bemerken beide sofort: Die Chemie stimmt. Nach vorsichtigem Abtasten beschließen sie die Zusammenarbeit.

Schon ihre Debüt-Single "Poison And Wine" erobert die Herzen der amerikanischen Hörer. Günstige Bedingungen lenken nämlich viel Aufmerksamkeit auf den Song über eine hässliche Trennung: Die beliebte Arzt-Serie "Grey's Anatomy" spielt sie in einer Folge und Taylor Swift, ihre Kollegin aus Nashville, twittert über sie als ihr "Lieblings-Duo".

Nach der erfolgreichen Single nimmt der Musiker und Produzent Charlie Peacock die beiden unter seine Fittiche, um ihr Debüt-Album "Barton Hollow" einzuspielen. Mit ihren simplen, traurigen Duetten berühren sie ihre Hörerschaft tief und räumen nach dem 2011er US-Release im darauf folgenden Jahr zwei Grammys als "Bestes Folk-Album" und "Beste Country-Gruppe" ab.

Ähnlich steil geht es nach den Erfolgen bei der Preisverleihung weiter: Sie touren durch die Welt, arbeiten an ihrer zweiten Platte und stehen mit ihrer Förderin Taylor Swift zusammen im Studio. Für den Soundtrack von "The Hunger Games" nehmen sie mit ihr "Safe And Sound" auf. Das Stück wird bei den Grammys 2013 zum "Besten Filmsong" gekürt.

Doch ehe Williams und White diese Auszeichnung entgehen nehmen, kracht es Ende 2012 zwischen den beiden so heftig, dass sie ihre UK-Tour abbrechen und The Civil Wars auflösen. Als sie bei der Preisverleihung mit Swift auf der Bühne stehen, ist es der erste gemeinsame Auftritt nach dem Zoff.

Das zweite Album bringen sie dennoch zu Ende. Während sie zu Beginn der Arbeiten noch harmonisieren und gleichzeitig im Studio stehen, spielen sie die letzten Parts getrennt voneinander ein. Im Spätsommer 2013 erscheint "The Civil Wars" und erobert auf Anhieb die Spitze der US-Charts. Zur Versöhnung kommt es deswegen trotzdem nicht.

Wie verzwickt die Lage ist, erzählt Joy Williams in einem Interview mit NPR. Die Songwriterin bestätigt, dass sie immer noch auf eine Wiedervereinigung hoffe. Auf die Frage hin, was ihr ehemaliger Partner John White, der sich nach der Trennung komplett aus der Öffentlichkeit zurückzieht, von einer Reunion hält, antwortet sie:

"Das weiß ich nicht, das musst du ihn selbst fragen. Wir haben nicht mehr miteinander gesprochen seit, naja, seit die Platte fertig ist. Das war Anfang Frühling 2013..."

Alben

Videos

Video Video wird geladen ...

Noch keine Kommentare