Porträt

laut.de-Biographie

Tara Jane O'Neil

Tara Jane O'Neil ist eine universalgelehrte Künstlerin. Neben vier zarten Songwriter-Soloalben und zahlreichen Kollaborationen mit befreundeten Musikern und Bands der Multi-Instrumentalistin aus den USA ist die junge Dame mit dem Kurzhaarschnitt als Schauspielerin, Tontechnikerin und Malerin aktiv. Ihre Bilder werden in zahlreichen Galerien rund um den Globus ausgestellt, New York, Barcelona, Tokyo (hier ist auch ein Band mit ihren Zeichnungen veröffentlicht worden) und Portland, um nur einige Orte zu nennen.

Seit Anfang der 90er macht sie auch Musik. Neben Produktionen für Theaterstücke und Kurzfilme veröffentlichte sie mit ihrer ersten Band Rodan mit "Rusty" ein komplexes, wichtiges Indie Album der frühen 90er Jahre. Es folgen andere Kollaborationen, O'Neil versucht sich in experimenteller Soundgestaltung (The Sonora Pine) und folkinspiriertem Songwriting (Retsin).

Im Jahre 2000 dann schließt sie sich mit einigen wenigen Songskizzen und einem Haufen akustischer Instrumente in einem Apartment in New York ein. Sie improvisiert, baut wage Ideen zu Liedern zusammen und lädt befreundete Musiker ein, Passagen zu Songs einzuspielen, deren weiteren Verlauf auch sie noch nicht kennen. Heraus kommt "Peregrine", ihr erstes Soloalbum, das sich durch intimen Folk mit sehr persönlichen Texten auszeichnete.

Einflüsse aus Country, Jazz und Klassik sind ihr eben so wenig fremd wie sphärische, elektronisch angehauchte Soundpassagen, die einen stimmungsvollen Hintergrund für ihre zerbrechliche, außergewöhnliche Stimme bieten. Nach drei weiteren Alben veröffentlicht die freischaffende Künstlerin 2006 das Werk "In Circles". Viel Raum zum Atmen, eine bemerkenswerte Entrücktheit in Stimme und Arrangement und eine warme, manchmal schwermütige Atmosphäre zeichnet es aus.

Aufgenommen hat sie es wiederum mit einigen befreundeten Musikern in den dünn besiedelten Wäldern in Portlands Umgebung. In ein leeres Holzhaus schleppt sie ihr mobiles Studio mit, heraus kommt eine intime Sammlung persönlicher, fragiler Folksongs, die keine großen Gesten und überhaupt keinen aufdringlichen Habitus nötig hat, sondern selbst eine Sehnsucht nach dieser Musik und der dahinter stehenden Seelenlage entfacht.

Mit ihrer einprägsamen, brüchigen Stimme und den reduzierten Arrangements schafft Tara Jane O'Neil mit wenigen Mitteln immer wieder ein großes Werk.

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