Porträt

laut.de-Biographie

Susheela Raman

Wäre sie Europäerin, Australierin oder Inderin, würde sich ihre Musik schon aufregend genug anhören. Susheela Raman aber ist alles zugleich! Und das macht ihre Musik zu einer Offenbarung. So hört sich 'One-World'-Pop auf der Höhe der globalisierten Zeit an. Geschmeidig bewegt sich die Singer/Songwriterin auf dem modernen Grad, der Pop, Folk, Jazz und World verbindet. Es versteht sich von selbst, dass sie keine Berührungsängste zu weiteren Stilistiken kennt. Ambient, Spoken Word, Afro-Funk, Drum'n'Bass und Experimentelles darf ebenso sein wie Blues, Obertongesang, Flamenco, Electronica und Rap. Im Vordergrund steht jedoch zu jeder Zeit ihr sensibles Gespür für einen guten Song.

Wo in ihrer Melodieführung und in den Kompositionen die westlichen und östlichen Einflusse beginnen und wo sie enden, ist nur schwer zu sagen. Susheela Raman serviert keine Worldmusic, die fremdländisches Liedgut für europäische Ohren aufbereitet. Die Songs nehmen vielmehr die Popmusik-Welt von morgen vorweg. Eine Welt, in der Grenzen, Nationalismen und Patriotismen keine Rolle mehr spielen, eine Welt voller gegenseitigem Respekt und furchtloser Vereinigung.

Ihr beseeltes Weltpop-Amalgam erreicht eine Perfektion, die ihr in kürzester Zeit einen ansehnlichen Fankreis und euphorische Kritiken beschert. 2001 debütiert sie mit "Salt Rain" und wird auf Anhieb für den Mercury Music-Preis nominiert - als erste Musikerin des Worldmusic-Genres überhaupt. Mit "Love Trap" (2003) festigt sie ihren Ruf als herausragende Künstlerin. Ist ihr Debütalbum noch vom Verarbeiten südindischer Traditionen geprägt, bewegt sich der Nachfolger deutlich Richtung Weltpop. 2005 veröffentlicht sie mit "Music For Crocodiles" das reifste Album ihrer Karriere, das den eingeschlagenen Weg perfektioniert.

1973 in London als Tochter tamilischer Migranten geboren, wächst Susheela Raman in Australien mit der südindischen Klassik ihrer Eltern auf. Als Kind lernt sie von der Mutter die klassischen indischen Melodien und entdeckt ihre Liebe zu den Ragas. Im Jugendalter betritt sie die Bühnenwelt zunächst in Down Under mit einer Soul/Blues-Band. Mit 24 Jahren kehrt sie in die britische Metropole zurück, checkt die dortige Club- und Musikszene aus und engagiert sich in dem Asian Underground-Projekt Joi. Daneben befasst sie sich weiter mit den unterschiedlichen Richtungen traditioneller indischer Musik.

In London trifft sie 1997 während einiger Studio-Aufnahmen auf den Gitarristen und Produzenten Sam Mills, ihren späteren Lebensgefährten. Gemeinsam werkeln sie vier Jahre an einem Konzept, das europäische Liedformen mit außereuropäischen Musiktraditionen versöhnt. Wenn Susheela nicht englisch singt, dann Sanskrit, Tamil, Hindi, Luo, Telugu oder einfach nur französisch. Die Anstrengungen des Duos münden im Album "Salt Rain", mit dem Raman die Worldmusic-Szene für sich gewinnt.

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