laut.de-Biografie
Steve Mason
2004 lösen sich The Beta Band überraschend auf - und hinterlassen einen Schuldenberg von 1,2 Millionen Pfund beim Label EMI. Sänger und Songwriter Steve Mason versteckt sich fortan hinter Pseudonymen. Er kehrt in seinen schottischen Heimatort Fife zurück und veröffentlicht als Black Affair und King Biscuit Time unkonventionelle Alben.
Schon während seiner Karriere mit The Beta Band litt Mason unter Depressionen, die er mit Medikamenten einzudämmen versuchte. 2006 erleidet er nach dem Ende einer langjährigen Beziehung einen kompletten Zusammenbruch.
Für zwei Wochen verschwindet Mason völlig unerwartet und hinterlässt als einzigen Hinweis auf seiner MySpace-Seite den Satz "Ich hatte genug. Over and Out." Die Nachricht liest sich wie ein Abschiedsbrief.
Tatsächlich zog Mason den Suizid ernsthaft in Erwägung: "Ich fuhr mit dem Auto durch Fife und habe mir Bäume ausgesucht, die ideal wären, um in hohem Tempo hinein zu fahren", sagt er später über diese dunkle Episode seines Lebens.
Mit Hilfe einer veränderten Medikamentierung und Hypnosetherapie erlang Mason Besserung. Seine Erfahrungen über diese schwierige Zeit verpackt er 2010 in das Album "Boys Outside". Die Platte bildet zwar keinen Teil seiner Therapie, resultiert aber sicherlich daraus.
Mason entledigt sich endlich der Pseudonyme und veröffentlicht "Boys Outside" unter seinem wirklichen Namen. "Who on earth did you think you are, fifteen years in a prison shirt", singt er darauf im Titelsong und offenbart schonungslos die Abgründe seiner eigenen Psyche.
"Boys Outside" klingt - gemäß Mason - so, "wie es die Beta Band, wenn es sie noch gäbe, heute vielleicht gemacht hätte". 2010 hat Mason als gefestigter Mensch seine Selbstzweifel erfolgreich überwunden.