Porträt

laut.de-Biographie

Stephanie Dosen

Ihr Lebenslauf ist gefüllt mit unwirklich erscheinenden Ereignissen. Sie sei auf einer Pfauenfarm aufgewachsen, erklärt ihre Plattenfirma, und habe als Kind für einen Schwan und einen Fuchs musiziert. Sie studierte Musik und wurde Chorleiterin, habe die Lehrerbahn aber sausen lassen, weil sie lieber mit ihren Schülern rumblödelte als zu unterrichten. Sie lebe in einer Welt voller Geister, die in ihren Liedern auftauchen. Sie sieht filigran und verletzlich aus, gibt auf der Bühne aber auch gerne mal derbe Witze zum Besten.

Kurz und knapp: Stephanie Dosen ist – trotz ihres Namens – keine Musikerin aus der Konserve. In Wisconsin geboren und aufgewachsen, zieht sie das Leben einer reisenden Musikerin dem einer Angestellten vor. Ihr bester Freund sei ein Kassetten-Recorder namens Jean-Pierre.

Nach etlichen Umzügen siedelt sie sich in der Country-Mekka Nashville an. Wohl ganz nach ihrem Geschmack findet ein entscheidendes Treffen in ihrem Leben aber in der ätherischen Welt des Internets statt: Simon Raymonde, ehemaliger Bassist bei Cocteau Twins und Labelchef beim kleinen aber feinen Label Bella Union, wird über MySpace auf sie aufmerksam und fragt sie per E-Mail, ob sie nicht einen Produzenten bräuchte.

Dosen nimmt gerne an. Schließlich sind ihre neuesten Aufnahmen bereits dreimal verloren gegangen – einmal wegen einer Überschwemmung, einmal wegen Diebstahls und einmal durch ein wenig begabtes Gespenst, das sich nachts am Mischpult an die Arbeit gemacht haben soll. 2007 erscheint ihr Zweitling "A Lily For The Spectre", der unter Kritikern für Begeisterung sorgt, nachdem ihr selbst aufgenommenes Debüt "Ghosts, Mice And Vagabonds" (2002) eher zur eigenen Befriedigung entstanden war.

"Musik für erschöpfte Seeleute und verwirrte Sirenen", bezeichnet die blonde Sängerin ihre Musik auf ihrer MySpace-Seite. Eine Beschreibung, die zu ihrer hohen, ausdrucksvollen Stimme und den entrückten Atmosphären ihrer Stücke ganz gut passt.

Alben

Videos

Video Video wird geladen ...

Noch keine Kommentare