Porträt

laut.de-Biographie

Sol Invictus

Der Name allein hat das heldische Pathos schon weit in sich aufgesogen. Und auch Tony Wakefords Texte künden von Tapferkeit und Ruhm, aber auch von Verzweiflung und Untergang. Es sind vergangene Tugenden, die den Sol Invictus Mastermind Tony Wakeford wie treue Gefährten begleiten und ihm einen oft ironischen Blick auf die heutige Zeit erlauben. Die bittere Ironie geht in Einklang mit der meist schlichten und bedrohlich, aber auch schönen Klangatmosphäre bei Sol Invictus.

Bevor Wakeford 1987 mit "Agaist The Modern World" deutlich ansagte wo’s lang geht, hatte er bereits mit zwei Bands für Aussehen gesorgt. Erste Gehversuche macht er mit der Punkband Crisis, die einige Singles und eine Platte veröffentlicht. Dort trifft er auch auf Douglas P. mit dem er nach dem Weggang von Crisis, zusammen mit Patrick Leagas Death In June ins Leben ruft. Doch Wakeford hält es nicht lange aus: nach zwei Alben verabschiedet er sich 1984 von Death In June, um unter eigener musikalischer Regie zu arbeiten.

Mit seinen ersten Alben wird Wakeford, wie sein Ex-Bandkollege Douglas P. und David Tibet zu einem Pionier des Neo-Folk oder Apocalyptic Folk. Die intensive Zusammenarbeit mit Death In June, Current 93, Coil, Nurse With Wound und Non ist zu Beginn der 90er einem neuen Interesse gewichen. Wakeford setzt neben seiner charakteristischen monotonen Stimme und der akustischen Gitarre zunehmend auf schlichte orchestrale Sounds, die er von wechselnden Bandmitgliedern einspielen läßt. Ein Projekt das hier seinen Ursprung nimmt ist das L’ Orchestre Noir mit dem Tony Wakeford immer wieder arbeitet.

Überhaupt ist trotz der dunklen Stimmung in den Liedern bei Wakeford nichts von Weltuntergangsstimmung zu spüren, ganz im Gegenteil. Neben einer Flut von Sol Invictus Releases, veröffentlich Wakeford auch unter eigenem Namen, oder zusammen mit dem L’ Orchestre Noir. Doch damit nicht genug zusammen mit Steven Stapelton von Nurse With Wound brachte er auch schon eine Platte mit Unterwassergeräuschen raus. Ebenfalls im Ambientbereich angesiedelt ist die Kooperation mit Tor Lundvall, die den morbiden Schar später Herbsttage heraufbeschwört.

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