Porträt

laut.de-Biographie

Regurgitate

Um ihren Helden von Carcass nachzueifern und knusprigen Grindcore ins ertaubende Ohr zu pusten, schließen sich 1990 Rikard Jansson (Vocals) und Mats Nordrup (Gitarre) zusammen und gründen Regurgitate (zu deutsch: erbrechen). Da Mats nebenbei bei den schwedischen Crematory und bei General Surgery Schlagzeug spielt, reicht die Besetzung erst mal vollkommen aus. Nach dem ersten Demo, das gerade mal zwei Minuten dauert, stößt auch Peter Stjärnvind als Drummer zur Band.

Ihre erste Veröffentlichung ist eine Split-LP mit Vaginal Massaker, die 1992 über Poserslaughter Records erscheint. Ein Jahr später folgen zwei weitere Splits mit Psychotic Noise und Dead. Da Peter mit einer seiner tausend anderen Bands beschäftigt ist, setzt sich Mats hinters Drumkit, und dessen Bandkollege Urban von Crematory holzt die Gitarren ein. Die von Mats geschriebenen Songs passen Rikard und Urban aber nicht so wirklich, denn sie tendieren mehr in Richtung Death Metal denn Grindcore.

Somit beschließen Urban und Rikard wieder musikalisches Gemetzel zu praktizieren, kicken Mats aus der Band und holen neben Johan "Joppe" Hanson am Bass auch Drummer Peter zurück. Urban hustet sich mal kurz über 30 Songs aus der Socke, und das Debüt "Effortless Regurgitation Of Bright Red Blood" wird eingetrümmert. Da das Poserslaughter Label mit den Split-Veröffentlichungen nicht aus dem Quark kommt, erscheint die CD zeitgleich zur Split mit Dead. Nach den guten Erfahrungen im GMB Crematorium Studio beschließen Regurgitate nochmal dort aufzunehmen und knüppeln 17 Songs für eine Demo-CD ein.

Danach passiert musikalisch erst mal wenig. Zwar erscheint 1996 eine weitere Split mit Intestinal Infection, doch die Songs sind alle zwei Jahre alt. Erst als Relapse Records 1999 an Rikard herantreten und über eine Wiederveröffentlichung der Debütscheibe sprechen, macht der sich mit Urban an neue Songs. Mit Jocke Pettersson haben sie einen neuen Drummer, da Peter bei Entombed zockt und Urban übernimmt einfach auch die Bassspuren. Auf "Effortless Regurgitation... The Torture Sessions" stehen dann alles in allem 63 Songs.

Es folgen erneut Songs für Splitsingles, ehe mit der Hilfe von Nasunms Mieszko Talarczyk 38 Songs für "Carnivorous Erection" aufgenommen werden. Das Cover des Albums trifft nicht jedermanns Humor und sorgt dafür, dass die Scheibe zwar in keinem deutschen Laden zu finden ist, aber jede Menge Aufsehen erregt. Dann wird wieder gesplittet, und 2001 fängt die Band an, regelmäßig zu proben, da sich die Anfragen für Auftritte häufen. Für eben diese müssen sich Regurgitate immer wieder mit Session-Bassisten zufrieden geben, bis im Frühjahr 2002 der Ami Glenn Sykes nach Schweden zieht und den Posten fest übernimmt. Zwischenzeitlich erscheint dann noch "Hateful Vengeance" das aus unterschiedlichen Band-Phasen zusammengewürfelt ist.

Nach einigen Gigs und diversen Sampler-Beiträgen konzentriert sich die Band wieder aufs Songwriting, und im Herbst 2002 rödeln sie schlappe 27 Tracks für "Deviant" ein, die im August 2003 auch in den europäischen Regalen steht und eine knappe halbe Stunde die Löffel frei fegt. Wegen einer Rückenverletzung verlässt Drummer Jocke die Band, ihn ersetzt Nasums Anders Jakobson.

Im März 2006 entern Regurgitate wieder das Studio, um an "Sickening Bliss" zu arbeiten, das sowohl Leichenfledderer als auch Metzger und Liebhaber des gepflegten Grindcores ab Oktober erfreuen sollte. Als neuen Bassisten bestätigen sie Johan Jansson. Livegemetzel gibt es auf den schwedischen Festivals Blodbad und Tantogarden.

Alben

Videos

Video Video wird geladen ...

Noch keine Kommentare