Porträt

laut.de-Biographie

Rednex

1995 musste man schon ziemlich tief in einer Tonne verbracht haben, um nicht vom Geigen meets Dancebeats-Terror der Rednex erschlagen zu werden. "Cotton Eye Joe", so der Titel des Opus, geisterte 1995 in fast allen Hitlisten der Welt herum.

Wer oder was sind eigentlich Rednex? Wenn man es kurz und knapp haben möchte, kann man sich die deutsche Übersetzung des Wortes Redneck heranziehen, die da lautet: Prolet. Für die zweite Definition muss man die erste heran ziehen, denn auf der Bühne und auch mal abseits davon gebärdet sich der Haufen wie typische Rednex: rülpsen, furzen, das komplette Programm. Sie machen ihrem Namen also alle Ehre. Was hiervon wohlberechnetes Kalkül ist oder zur Persönlichkeitsstruktur der Bandmitglieder gehört, bleibt im Dunkeln.

Kenta Olander, Annika Ljungberg, Anders Arstrand, Urban Landgren und Jonas Nilsson hört sich eher wie die Besetzungsliste für einen neuen Pippi Langstrumpf-Film an, als die Auflistung der Bandmitglieder der Rednex. Aber Bobby Sue, Mary Joe, Ken Tacky, BB Stiff und Billy Ray hört sich schon von vorneherein cooler an, als irgendwelche Namen, die mit "strand", "berg" oder "gren" enden.

Es ist egal, aber die Platte "Sex & Violins", die auf den Singleerfolg von "Cotton Eye Joe" folgte, ging auch ab, wie Schmitts Katze. Mit der Ballade "Wish You Were Here" und "Old Pop In An Oak" hatten sie noch zwei weitere Auskopplungen am Start, bevor es ruhig wurde um die Rowdys. Ganze fünf Jahre sollte es dauern, bis mit "The Way I Mate" ein neues Stück veröffentlicht wurde. Aber anscheinend waren die Fans der ersten Stunde schon zu Gigi D'Agostino, Eiffel 65 und Britney Spears abgewandert, denn die Single floppte par excellence.

Da musste dann ein Herzschrittmacher für Auskopplung Nummer zwei herhalten. Fündig wurde man bei der Abenteuer-Show "Fort Boyard", die den Song "The Spirit Of The Hawk" als Titelmelodie verwurstete. Damit ging dann - ähnlich wie 5 Jahre zuvor - wieder die Luzie ab. In der Endabrechnung des Jahres 2000 mussten sich die Knallköppe aus der imaginären Stadt Brunkeflo nur dem übermächtigen DJ Ötzi geschlagen geben. Aber gegen Anton kann man schon mal verlieren, vor allem auswärts.

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