Porträt

laut.de-Biographie

Ralfe Band

Der Kopf hinter dieser ungewöhnlichen Band ist der in London lebende, namensgebende Oly Rolfe, der mit seinen in Oxford ansässigen Kollegen eklektisch anmutende Klanglandschaften entwirft, die gewitzt zwischen Freak-Folk, Vaudeville-Pop und Gothic-Atmosphäre pendeln, stets mit einem offenen Ohr für die Traditionen der europäischen Folklore.

"Ich liebe Folk und traditionelle Musik aus der ganzen Welt", erläutert Oly. "Aber wir sind keine Folkband. Da gibt es eine Menge anderer Dinge, die unsere Musik beeinflussen. Ich weiß auch nicht, was genau Folk bezeichnet ... es ist dieses Wort, das derart inflationär gebraucht wird. Vielleicht bezeichnet es aber eine Unmittelbarkeit, eine gewisse Rauheit oder Ehrlichkeit. Wenn das der Fall ist, dann schmeichelt es mir, wenn unsere Musik so beschrieben wird."

Nachdem die Engländer 2005 mit ihrem Debüt "Swords" (Skint Records) in der alternativen Musikszene als eine der originellsten, melodischsten und poetischsten Bands gehandelt werden, veröffentlichen die Mannen Ende 2008 ihren Zweitling "Attic Thieves" auf dem feinen Independent-Label Loose Music.

Ralfe (Gesang, Klavier, Orgel, Akkordeon, Spanische Gitarre) entwirft das Album in enger Zusammenarbeit mit seinem Freund Andrew Mitchell (Drums, Percussion, Gitarre) und holt sich zudem Messrs Garo Nahoulakian (E-Gitarre), Ben Nicholls (Bass), Joe Bennett (Violine, Trompete) und Rowland Prytherch (Mandoline, Trompete, Bass) an Bord, die die eigenwilligen, aber immer tonalen Klanggebilde bunt einfärben.

Der umtriebige Oly widmet sich nicht nur mit großer Leidenschaft der Musik, er zeichnet sich auch für das Artwork der Band und deren Videos verantwortlich. Er ist zudem der Regisseur des Films "The Balls Of AJ Weberman, der das Leben des berühmt berüchtigten Stalkers nachzeichnet, mit dem es einst Bob Dylan zu tun gehabt hat. Das Slamdance Filmfestival 2007 prämiert den Film, bei den British Film Awards wird er mit dem Raindance Award ausgezeichnet.

Darüber hinaus ist er in die Arbeit der britischen Comedians Julian Barratt und Noel Fielding involviert, deren erfolgreiche Serie "The Mighty Boosh" - zwei Freunde erleben psychedelische Abenteuer - 2005 im britischen Rundfunk und Fernsehen startet.

Nach der Fertigstellung der zweiten Platte zieht Oly Rolfe im Februar 2008 auf unbestimmte Zeit in seine "Folk-Metropole" Berlin, um dem "hektischen" London, wo er die letzten Monate gelebt hat, zu entfliehen.

"Ich kann eine Menge Dinge von mir abschütteln, indem ich woanders hingehe. Es kommt einer Befreiung gleich, einem Neustart - der sich hoffentlich in meiner Musik niederschlagen wird. Berlin bietet eine ganz andere Atmosphäre. Als Stadt war sie weitgehend zerstört, und aus dieser Zerstörung ist sie wieder gewachsen. Es ist komplett anders als irgendwo in England. Hier geht alles, es gibt keine Beschränkungen."

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