Porträt

laut.de-Biographie

Rabia Sorda

Rabia Sorda bedeutet in der spanischen Sprache in etwa blinde Wut oder Raserei. Der Name kommt nicht von ungefähr, stammt er doch von Erk Aicrag, seines Zeichens Shouter und Texter der Aggrotech-Gothics von Hocico. Ein Soloprekt ist oft eine riskante Sache. Nicht selten zeigt sich, dass der einzelne ohne die kongenialen Partner nur wenig zu Werke bringt.

Doch solche Befürchtungen sind bei Erik Garcia (so sein bürgerliche Name) zum Glück vollkommen unbegründtet. Rabia Sorda unterscheidet sich musikalisch erheblich von der Mutterband und hat ganz eigene Qualitäten. Dort wo Hocico dem technoiden Geschwindigkeitsrausch verfallen, zeigt sich die Soloband melodischer, langsamer aber auch einen Hauch schräger. Der elektronische Anteil ist auch weiterhin sehr hoch, doch geht es hier mehr im rockigen Midtempo zur Sache.

Gern streut Aicrag auch noisige oder elektro-spacige Effekte mit ein; mitunter sogar auf analogen Synthies. Die ebenso gern geschrienen wie gesungenen Parts ergeben mit der sehr speziellen Klangfarbe des Mexikaners eine Atmosphäre, die sehr an Alien Sex Fiend erinnert. Der Geist der guten alten Batcave-Zeit lauert überall.

Textlich geht es sehr robust zu. Deutliche Worte, die gern auch mal die ekelgrenze überschreiten, prangern die sozialen Ungerechtigkeiten der für uns exotischen Heimat Garcias an.

Besonders erfolgreich ist das Sideproject vor allem in Deutschland und den skandinavischen Ländern. Entsprechend oft kann man den zornigen Latino auch live in unseren Breitengraden bewundern.

Alben

Rabia Sorda - Noise Diary: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 3 Punkte

2009 Noise Diary

Kritik von Ulf Kubanke

Eine Handvoll Perlen für den nächsten Darkwave-Budenzauber. (0 Kommentare)

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