Porträt

laut.de-Biographie

Psapp

Der Name Psapp leitet sich angeblich von dem Geräusch her, dass ertönt, wenn man eine Plastiktüte mit Eiswürfeln füllt und sie von der Decke auf einen Pappkarton fallen lässt. Die Tüte zerreißt und soll 'psapp' machen. Seien wir froh, dass Death Metal-Bands noch nicht auf diese Idee gekommen sind und sich nach dem Geräusch sterbender Killer-Hamster benennen oder dergleichen.

Die Formation Psapp besteht aus Galia Durant und Carim Clasmann. Der deutsche Carim werkelt als Studio-Freak bereits geraume Zeit in seinem Fishtank-Studio im Londoner Stadtteil King's Cross herum. Unter anderem mit so namhaften Künstlern wie Einstürzende Neubauten und Natacha Atlas. Der Frickler, der sich auf verschiedenen Gebieten an den Knöpfchen hervor tut, trifft über Bekannte zu Beginn des Jahrtausends auf die Chanteuse Galia.

Zusammen basteln sie an ihren Kleinoden, die aus den unmöglichsten Geräuschen bestehen. Um an originelle Samples zu kommen, ziehen sie des öfteren mit einem Aufnahmegerät bewaffnet los, um zu hören, was es denn für seltsame Geräusche in der Umwelt gibt. Psapp erschaffen dadurch nicht unbedingt ein neues Genre, denn ihre Songs bauen auf Strukturen auf, die von der Popmusik her wohlbekannt sind. Harmonisch ist das, was aus ihrem Studio dringt.

So werkeln sie fleißig im Studio herum, bevor im Mai 2003 das erste Lebenszeichen auf einem Tonträger erscheint. Über Deep Water kommt der Sampler "Indoor Shed" heraus, auf dem Psapp mit dem Song "Scissory" vertreten sind. Einen Monat später sind sie mit dem ersten eigenen Ding, der EP "Do Something Wrong" am Start, die über Melodic erscheint. Auf den Label-Sampler "Tracks For Horses" rutscht ihr Song "Difficult Key".

Der nächste Alleingang hört auf den Namen "Buttons And War" und kommt im Februar 2004 auf den Markt. Mit dieser Sammlung kreieren Psapp laut dem Elektro-Magazin De:Bug ein neues Genre, nämlich den "rückwärts gedrehten Songwriter-2Step ohne Bassdrum". Es bedarf schon solcher Wortakrobatik, um die Schönheit der Psapp-Tracks in Worte zu fassen. Über allem schwebt immer luftig und leicht die zarte und charismatische Stimme der Galia Durant.

Nach der nur in Japan erhältlichen EP "Northdown", der Single "Rear Moth" sowie einem Sampler-Beitrag für "Audio Sponge 2" erscheint im Februar 2005 endlich das zweite Album mit neuen und bereits für diverse Singles und Sampler verwendeten Songs. Das Medienecho auf "Tiger, My Friend" ist einhellig positiv.

Sich auf den Lorbeeren ausruhen ist jedoch nicht ihr Ding. So zaubern sie kaum ein Jahr später mit "The Only Thing I Ever Wanted" ein weiteres, sehr schönes Album aus dem Hut. Desweiteren komponiert das Duo unter anderem für die TV-Serie "Grey's Anatomy" den Titeltrack. Obwohl sie im Studio nur zu zweit pfriemeln, stehen sie auf der Bühne mit vier Gastmusikern. Dort werfen sie schon einmal selbstgefertigte Katzenpuppen ins Publikum.

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