Porträt

laut.de-Biographie

Pepi Ginsberg

Ihren Vornamen hat die in Connecticut geborene Pepi von ihrer Großmutter, die sich nach dem Zweiten Weltkrieg für die Übersetzung jüdischer Flüchtlinge von Zypern nach Palästina einsetzt hat und deren Geschichte später vom Regisseur Otto Preminger bekannt gemacht wird ("Exodus", 1960). Mit dem Beat-Poeten Allen Gisberg ist sie hingegen nicht verwandt, auch wenn sie dessen Leidenschaft für die Kunst teilt.

Die Musik spielt in ihrem Leben zunächst eine untergeordnete Rolle. Nach ihrer Schulzeit, in der Pepi als Herausgeberin jener Schülerzeitung tätig gewesen ist, um deren Belange sich einst schon Truman Capote kümmerte, zieht sie nach West-Philadelphia und schreibt sich an der Kunst-Akademie ein. Im Zentrum ihres musischen Schaffens stehen visuelle Kunst und kreatives Schreiben. Bald taucht sie aber in die lebhafte Musik-Szene ein und beginnt, aus ihren Texten Songs zu basteln.

2006 nimmt sie mit Freunden das Album "Orange Juice: Stephanie/Stephanie", kurze Zeit später folgt "Sometime Momma/Sometime Babe", das sie nach ihrem Umzug nach Brooklyn in ihrem Badezimmer eingespielt hat. Ruhige Kompositionen prägen diese in Eigenregie aufgenommenen und vertriebenen Frühwerke, sanfte Gitarrenlinien ihre philosophischen Lyrics.

Mit befreundeten Musikern bereist Pepi anschließend die kalifornische Küste, wo sie ihre Musik erstmals einem breiteren Publikum präsentiert. Nach ihrer Rückkehr ist das Erstaunen groß, als sie vor ihrem Appartement eine Nachricht des Dr. Dog-Masterminds Scott MacMicken findet, der ihr vorschlägt, mit ihr einen Song aufzunehmen.

Die Zusammenarbeit mit Dr. Dog erweist sich als äußerst fruchtbar. Aus einem geplanten Song erwächst schließlich das Album "Red", das Anfang 2009 auf Park The Van Records erscheint und das offizielle Debüt der 24-jährigen Pepi Ginsberg darstellt.

"Die Zusammenarbeit mit Scott ist großartig. Seine Arbeit im Studio und sein Umgang mit Musik ist von einer angenehmen Ungezwungenheit geprägt. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass das alles richtig ist, sogar mehr als das. Er ist so smart, in jeder Hinsicht; und diese magische Intelligenz spiegelt sich auch darin wider, wie er mit einem Song umgeht."

Entstanden ist ein vielseitig instrumentiertes, sympathisch schräges Indie-Album, das sich zwischen Folk, Psychedelic Pop und Americana bewegt und den außergewöhnlichen wie ausdrucksstarken Gesang Pepis voll zur Geltung bringt.

Auch wenn Pepis Fokus nach diesem Werk vorerst auf die Musik gerichtet bleibt, sie ist zu vielseitig und aktiv, um sich ausschließlich einer Sache zu widmen und sich festlegen zu wollen.

"Es macht Spaß, sich vorwärts zu bewegen und verschiedene Kleider mit unterschiedlichen Farben und Größen anzuprobieren. Wie sonst soll man feststellen, worin man sich am besten fühlt?"

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