Porträt

laut.de-Biographie

Matias Aguayo

Weltenbummler ist vielleicht die passendste Bezeichnung für die Art und Weise, wie Matias Aguayo sein Leben am liebsten organisiert. Ungebunden, flexibel, von Stimmungen getrieben, dem Augenblick folgend, fühlt er sich an vielen Orten rund um den Globus zu Hause. Ein Grund dafür mag in seiner Biographie zu finden sein. Geboren 1973 im chilenischen Santiago De Chile, wächst Aguayo in Köln auf und pendelt seit dem Einstieg in eine professionelle Produzenten- und DJ-Karriere gerne zwischen diesen beiden für ihn so wichtigen Bezugspunkten.

In den 90er Jahren gibt es dagegen keinen Zweifel, wo seine musikalische Heimat liegt. Köln ist Dreh- und Angelpunkt in seinem Leben, nicht zuletzt auch wegen der aktiven Clubszene mit dem Liquid Sky Club, als bekanntem Aushängeschild. Matias Aguayo organisiert eigene Veranstaltungen, bespielt als Discjockey verschiedene Parties und startet Ende der 90er Jahre schließlich auch erste Studiokollaborationen. Einer seiner Partner zu jener Zeit heißt Michael Mayer, mit dem Aguayo unter dem Projektnamen Zimt 1998 eine Maxi auf Ladomat veröffentlicht.

Wenig später stellen die beiden ihr Projekt wieder ein und Matias Aguayo musiziert fortan zusammen mit Dirk Leyers als Closer Musik. Mayer hingegen gründet zusammen mit Wolfgang Voigt und Jürgen Paape das Label Kompakt, wo Closer Musik im Jahr 2000 als einer der ersten Acts veröffentlichen. Zwei weitere Maxis und ein Longplayer sowie zahlreiche internationale Auftritte - unter anderem beim renommierten Mutek-Festival in Montreal - folgen, bevor die beiden ihr Projekt 2004 beenden, um sich auf ihre Soloarbeiten zu konzentrieren.

Aguayo startet 2005 in seine Solokarriere mit dem Album "Are You Really Lost" und einer Maxi-Veröffentlichung auf Kompakt Pop. Danach reist er mit seinen tragbaren Produktionsgerätschaften durch die Welt. Bis zum nächsten Release dauert es deshalb zwei Jahre. Untätig ist Aguayo freilich nicht. In Südamerika, wo er sich längere Zeit aufhält, organisiert er Parties. Diese finden in der Regel auf der Straße statt. Die DJ-Sets dafür mixen er und seine Kumpels vorher und spielen sie dann über einen Ghettoblaster ab.

Dieser spontane Vibe hält auch Einzug in seine Produktionen, wie sich beim 2009 erscheinenden Album "Ay Ay Ay" und seinen Maxi-Veröffentlichungen auf dem ihm selbst in Buenos Aires gegründeten Label Comeme zeigt. Hier ist der Künstler und Weltbummler Matias Aguayo voll in seinem Element und schlägt einmal mehr seine Brücke zwischen Südamerika und Europa.

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