Porträt

laut.de-Biographie

Marsen Jules

Der Dortmunder Martin Juhls drückt der Szene im Ruhrgebiet auf unterschiedlichste Art seinen Stempel auf. Als DJ landen bei ihm spacige Dub-Tracks und zarter Ambient auf den Plattentellern. In ähnlichen Gefilden bewegt er sich mit seinen beiden Instrumental-Projekten Marsen Jules und Krill Minima, mit denen er sich in der Net-Label-Szene fest etabliert hat. Dabei stehen seine Sounddesigns deutlich in der Tradition experimenteller, elektronischer Musik.

Immer wieder fühlt man sich bei den dynamisch-arrangierten Klanglandschaften von Juhls an die Pioniere der Musique Concrète, wie Pierre Henry, erinnert. Die Neue Musik schwingt bei allen Produktionen von Juhls, als Vaterfigur mit durch den musikalischen Raum. Auch Anknüpfungspunkte zu Elektronik-Künstlern aus dem Hause Warp oder der Berliner Electro-Dub-Szene um Künstler wie Pole können Marsen Jules ohne Probleme attestiert werden.

Juhls führt in seiner Musik die Tradition obengenannter Acts fort. Das beginnt bereits bei der Genese seines Soundmaterials, zumeist Geräusche, die er ganz in der Schule der Musique Concrète verhaftet, seiner Umgebung entnimmt. Die unter dem Pseudonym Krill Minima 2003 veröffentlichten Releases "Kalamar/Kalmar" auf Genesungswerk und "Zwischen 2 und 1er Sekunde" sprechen die Sprache vielfach gesampelter und veränderter Alltags-Klangwelten.

Nach zahlreichen Gastspielen auf den Netz-Labels Autoplate und Thinner startet Martin Juhls unter dem Alias Marsen Jules 2005 auf einem neuen Medium erfolgreich durch. Bei City Center Offices erscheint mit "Herbstlaub" sein erstes Album im Vinyl-Format, das die Zuhörer sechs Tracks lang in dunkel-schöne Musikräume mitnimmt.

Ein Jahr später, im Juni 2006 folgt dann sein drittes Werk "Les Fleurs". Der Dortmunder ist sehr fleißig, und wirft in einem Jahr auch gerne mal drei Alben auf den Markt. Seinen Fans kann das nur recht sein.

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