Porträt

laut.de-Biographie

Luba Dvorak

Er trägt einen Namen, der verpflichtet: Luba Dvorak ist tatsächlich ein Nachfahre des tschechischen Komponisten Antonín Dvořák. Abgesehen davon, dass beide mit Musik ihre Brötchen verdienen bzw. verdienten, finden sich bei den Verwandten allerdings keine Gemeinsamkeiten. Während der eine bombastische Symphonien und Konzerte schuf, begnügt sich der andere mit einer akustischen Gibson und folkigen Klängen, die an Bruce Springsteen erinnern.

Im tschechischen Brno geboren, flieht Dvorak in den 80er Jahren mit seiner Familie aus dem kommunistischen Staat über Österreich nach Kanada. Sein Vater ist Schmied, aber auch musikalisch talentiert, und begeistert seinen Sohn für die Gitarre. Mit zwölf lernt er erste Akkorde, mit fünfzehn ist er Mitglied einer Highschool-Band mit dem kuriosen Namen Terror of Tiny Town. Mit drei CDs im Gepäck touren sie in Kanada, USA, Japan und Europa, bevor sie sich nach acht Jahren auflösen.

Dvorak gründet daraufhin die Big Rig Sweeties. "We were probably the loudest band in town", rühmt er sich auf seiner MySpace-Seite. Die Band veröffentlicht zwei CDs, geht erneut auf Reisen und hat mit "Big Toys & 4x4s" einen kleinen Hit in Kanada.

Durch die Anschläge des 11. September 2001 müssen sie eine geplante Europa-Tour abblasen. Stattdessen beginnt Dvorak, alleine aufzutreten, findet schnell Gefallen an der Sache und bringt 2003 mit "Parts For Sale" sein erstes Soloalbum heraus. Nach einem Auftritt in New York beschließt er, in der Stadt zu bleiben und verkauft all seine Habseligkeiten "with the exception of a couple of guitars, some clothes and two suits".

Im Haus eines Freundes an der Uferpromenade im Stadtteil Queens entsteht sein zweites Solowerk. "Wir hielten ein Mikrophon aus dem Fenster, um das Rauschen des Meeres einzufangen, kauften eine Kiste Rotwein und eine Stange Marlboros und machten uns an die Arbeit", beschreibt Dvorak die Session. "Hotel La Rence" erscheint im November 2006, gefolgt von einigen Auftritten in Deutschland.

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