Porträt

laut.de-Biographie

Leftover Salmon

Sie geben sich alle Mühe, die Nachfolger von San Franciscos Psychedelic Rock-Legende The Grateful Dead zu werden. In ihrem gelben Schul-Tour-Bus fährt das Bluegrass-Kollektiv kreuz und quer über den amerikanischen Kontinent von Konzert zu Konzert. Im Schlepptau haben sie ihre treuen Fans, die sich selbst Salmonheads nennen und für ihre Band durch dick und dünn gehen.

Ihre Musik bezeichnet die 1990 in Boulder/Colorado eher zufällig gegründete Formation selbst als "polyethnic Cajun slamgrass". Hüpfende Hillbilly-Rhythmen, gefidelte Bluegrass-Melodien, straighter Country Rock, in die Beine gehender Cajun-Sound und bluesige Arrangements finden in der Musik von Leftover Salmon alle ihren Platz. Gerade ihre stilistische Vielfalt macht das Neo-Hippie-Musikerkollektiv zu einem der meist gebuchten Acts auf dem nordamerikanischen Kontinent.

Auf einem Festival lernt Bandleader Vince Herman 1990 seine zukünftigen Mitstreiter kennen. Damals noch Sänger der Band The Salmon Heads sucht er für einen Festivalauftritt kurzfristig Verstärkung und findet sie in den Mitgliedern von Dave Emmits Left Hand String Band. Aus einem Witz heraus nennt sich die neue Formation Leftover Salmon; ein Name der bis heute haften geblieben ist.

Innerhalb kürzester Zeit gewinnen Leftover Salmon mit ihren energiegeladenen Auftritten eine enorme Unterstützung überall in den Vereinigten Staaten und veröffentlichen 1993 ihr erstes Album "Bridges To Bert", ohne sich dabei auf eine Plattenfirma zu stützen. Den Nachfolger "Ask The Fish" nimmt die Band bei einer ihrer lebendigen Live-Performances auf. Zwar kursieren davor schon unzählige Livemitschnitte, die von Leftover Salmon in bester Grateful Dead-Manier erwünscht sind. Doch "Ask The Fish" verbindet die rohe Liveenergie der Band mit modernen Produktionsstandards und verkauft sich trotz eines riesigen Backkatalogs an Bootlegs bestens.

Für den Nachfolger "Euphoria" unterschreiben Leftover Salmon bei Hollywood Records, wo 1999 auch die gefeierten "Nashville Sessions" erscheinen. Für die Aufnahmen rekrutieren Leftover Salmon die erste Garde der Nashville Studiomusiker. Lebende Legenden aus Country und Bluegrass, wie Jerry Douglas (Gitarre/Dobro), Sam Bush (Mandoline/Fiddle), Bela Fleck (Banjo), John Cowan (Bass) und Sally Van Meter (Gitarre) komplettieren das hochkarätige Line Up. Als sei das alles noch nicht genug, laden Leftover Salmon befreundete Musiker wie das Bluegrass Idol Earl Scruggs, den Country-Outlaw Waylon Jennings oder die Folksängerin Lucinda Williams in ihr Studio in Nashville ein.

2002 wechselt die Band zu Compass Records, wo ein weiteres Live-Album erscheint. Trotz des überraschenden Todes von Gitarrist Mark Vann erhöht die Band ihr Tourprogramm noch weiter und spielt unermüdlich landauf, landab. 2003 besucht Cracker-Sänger David Lowery ein Leftover Salmon-Konzert in Virginia und wird sofort von der energetischen Stimmung mitgerissen. Nach dem Konzert beschließen Cracker und Leftover Salmon, gemeinsam ins Studio zu gehen, um dort einige Cracker-Songs im Bluegrass-Style neu einzuspielen. In Anlehnung an den erfolgreichen Film der Cohen-Brüder kommt "O Cracker Where Art Thou?" Anfang 2004 in Plattengeschäfte.

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