Porträt

laut.de-Biographie

La Ruda

Saumur, ein 30 000 Seelen zählender Ort im Norden Frankreichs, malerisch an der Loire mit ihren pittoresken Weinhängen gelegen, ist die Keimzelle für einer der bekanntesten und einflussreichsten Ska-Rock Bands Frankreichs. La Ruda Salska, die sich ab 2004 nur noch griffig La Ruda nennen, sind acht rüstige Jungs, die seit 1993 zusammen Musik machen.
Neben dem hervorragenden Weißwein und Sekt, den die Hänge ihrer Heimatstadt hervorbringen, ist auch die Modeschöpferin Coco Chanel eine schillernde Tochter der Stadt. Zwar hat der Glam und die Extravaganz von Mme. Chanel nicht eins zu eins auf La Ruda abgefärbt, aber um eine gewisse Funkyness kommt man bei den vielen Bläsern, die den ansonsten staubtrockenen Rocksound der Band umschmeicheln, nicht herum.

Der frühere Name des Oktetts, La Ruda Salska, ist der Legende nach entweder der polnischen Stadt Ruda Slaska entnommen, oder stammt - etwas näher liegend - aus der Mischung aus Salsa und Ska, die die Gruppe spielt. Südamerikanische Einflüsse sucht man auf ihren Alben, von einigen wenigen Reggae-Anleihen abgesehen, jedoch vergeblich. La Ruda selbst beschreibt ihre Musik als Punk Rock, "contre temps" und Pop Musik, als Einfluss nennen sie vor allem Mano Negra.

Die klassische Rockbandbesetzung um Sänger Pierrot wird ergänzt durch die drei heiligen Säulen des Skas: Saxophon, Posaune und Trompete. 1996 veröffentlichten sie ihr erstes Album, "Le Prix Du Silence". Hier fällt die Musik noch deutlich schunkeliger aus und von harten Gitarren ist noch nichts zu hören. Auch bei den kommenden Studioalben "L'Art De La Joie" aus dem Jahre 1998 und "Passager Du Réel" von 2001 bleiben die acht juvenilen Franzosen, die 1995 zur festen Bandformation geworden waren, ihrem Stil treu. Im Jahre 2003 beschließen sie den Weg weg vom Label Sony hin in die Unabhängigkeit.

Sie gründen ihr eigenes Label "Les Associées Du Réel" und nehmen als ersten Coup eine Platte mit zehn Akkordeon-Versionen vergangener Stücke auf. Wofür hat man nicht sein eigenes Label? Ein Jahr später machen sie ernst, verkürzen ihren Namen zu La Ruda und veröffentlichen mit "24 Images/Seconde" ihr viertes reguläres Album. Dieses fällt deutlich rockiger aus und macht das bekannteste Indie-Label Frankreichs, Wagram Music, auf sich aufmerksam. La Ruda wird 2004 samt ihres Eigenlabels unter Vertrag genommen.

Bis zu ihrem 2006er Album, "La Trajectoire De L'Homme Canon", das harte Rock-Passagen mit feinen Bläsersätzen vermischt, haben die acht mittlerweile fast 700 Konzerte gespielt und touren unentwegt durch Europa und Kanada. Im Jahre 2006 treten sie unter anderem beim Auerworld-Festival und auf der Fête De La Musique in Berlin auf. Eine ausgedehnte Frankreich-Tour zu diesem Album steht 2007 für die acht Garcons aus der Stadt in den malerischen Weinbergen an der Loire nun auf dem Programm.

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