Porträt

laut.de-Biographie

Klimek

Klimek ist nur eines der zahlreichen Pseudonymen, die der deutsche Musiker, Komponist und Multimedia-Aktivist Sebastian Meissner für seine Arbeiten verwendet. Außerdem veröffentlicht er als Autokontrast, Autopoieses, Bizz Circuits, Klimek, Open Source, Random Industries und Random Inc. Die Mehrzahl der Tracks von Meissner ist von Songstrukturen losgelöst und kommt überwiegend ohne Beats aus. Gleichzeitig pflegt er mit seiner Musik einen starken Hang zum Experimentellen und stellt immer wieder Bezüge zu zeitgenössischen intellektuellen Entwicklungen her.

Vor seiner Zeit als Musiker studiert Meissner an der Wolfgang von Goethe Universität Erziehung, Soziologie, Psychoanalyse und American Cultural Studies. Das Interesse für diese Gebiete bildet seit dem ersten Longplayer "Selected Random Works" im Jahr 2000 eine Konstante in der künstlerischen Arbeit von Meissner. Schon kurze Zeit später veröffentlicht er auch auf dem Frankfurter Experimental-Label Mille Plateaux, das nicht nur in seinem Namen Bezug auf die Arbeiten der beiden Philosophen Gilles Deleuze und Felix Guattari nimmt.

Seine unter dem Alias Klimek komponierten Stücke finden schon früh den Weg ins Kölner Kompakt-Headquarter von Wolfgang Voigt, wo 2002 die Debüt-Maxi "Milk & Honey" und zwei Jahre später der gleichnamige Longplayer erscheint. Weitere Stationen sind die weithin unbekannten Indielabels Alien Transistor und Anticipate Recordings, die aber allesamt eine konsequent experimentelle Ausrichtung pflegen.

Internationale Festivalauftritte führen Meissner unter anderem ins spanische Barcelona zum Sonar-Festival, ins kanadische Montreal zum Mutek, ans Goethe Institut nach Buenos Aires oder zur Berliner Transmediale. Mit seiner eigens gegründeten Netzwerk-Plattform Intifada Offspring versucht Meissner, neue Perspektiven in die nahöstliche Konfliktlage zu bringen. Elektronische Musik versteht Meissner als ein wichtiges Medium bei der Verständigung unterschiedlicher Kulturen. Damit grenzt er sich auch deutlich von vielen Elektronik-Acts ab, die ihrer Schaffen lediglich im sinnfreien Clubkontext verortet sehen möchten.

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