laut.de-Kritik

Feinster Hardcore/Death Metal in neuer Besetzung.

Review von

Seit ihrem sogenannten Debüt "Alive Or Just Breathing" hat sich im Killswitch Engage-Lager einiges getan. Nicht nur, dass das eigentliche Debüt "Killswitch Engage" auf einmal neu aufgelegt wurde, auch im Line-Up gab es bedeutende Wechsel.

Dass sich Adam Dutkiewicz fortan lieber auf die Gitarre konzentrieren will, war schon nach dem letzten Album klar. Dass sich aber Jesse Leach kurz nach der Veröffentlichung aus dem Staub machen würde, hat dann doch etwas überrascht. Da seine gesangliche Leistung ganz erheblich zum Erfolg der Band beitrug, durfte man sich erst mal fragen, ob sich so leicht ein adäquater Ersatz für den Mann finden lässt. Offensichtlich war das möglich, denn mit Howard Jones haben sich Killswitch Engage einfach den Sänger von Blood Has Been Shed ausgeliehen, und weil's so schön war, auch gleich noch den Drummer hinterher.

Die beiden haben sich aber perfekt ins Line-Up integriert, und nachdem Howard nicht nur sämtliche Texte für "The End Of Heartache" verfasst hat, sondern auch einen exzellenten Job als Sänger abliefert, darf man wohl davon ausgehen, dass die Kollabo auf längere Sicht angelegt ist. Zu wünschen wäre es den Jungs, denn die Mischung aus Hardcore und melodischem Death, bzw. Thrash Metal zielt nach wie vor genau zwischen die Augen. Howard geht ähnlich wie sein Vorgänger immer wieder höchst aggressiv zu Werke, nur um darauf eine glasklare Gesangslinie vorzulegen, die nicht selten an Earth Crisis erinnert.

Adam und sein Kollegen Joel unterlegen das Ganze mit äußerst fetten Riffs und absolut griffigen Melodien, die sich mit Leichtigkeit im Gehörgang festsetzen. So fällt es mir doch ganz schön schwer, den Chorus zu "When Darkness Falls" wieder aus dem Kopf zu bekommen. Mit der Video-Single "Rose Of Shary" haben sie einen richtig geilen Groover geschrieben, der beim Headbanger's Ball auf MTV America bestimmt das eine oder andere Airplay bekommt. Zwar geben sie mit den kurzen instrumentalen Zwischenspielen "Inhale" und "And Embers Rise" Zeit zum durchatmen, nach balladesken Sachen sucht man auf dem Album aber vergebens.

Da schon die letzte Scheibe bei Fans und Presse mächtig eingeschlagen hat, gab es folglich keinen Grund, am Konzept etwas zu verändern. So lange dabei eine derart geile, musikalisch kanalisierte Aggression heraus kommt, stört mich das aber keinesfalls.

Trackliste

  1. 1. A Bid Farewell
  2. 2. Take This Oath
  3. 3. When Darkness Falls
  4. 4. Rose Of Sharyn
  5. 5. Inhale
  6. 6. Breathe Life
  7. 7. The End Of Heartache
  8. 8. Declaration
  9. 9. World Ablaze
  10. 10. And Embers Rise
  11. 11. Wasted Sacrifice
  12. 12. Hope Is ...

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