Porträt

laut.de-Biographie

Kekal

Jakarta in Indonesien dürfte für den Durchschnittsmetaller wahrscheinlich ein weißer Fleck auf der musikalischen Landkarte sein. Wenn man etwas genauer ranzoomt, findet sich aber dennoch ein Punkt auf der Karte. Dieser Punkt trägt den Namen Kekal und existiert seit 1995.

In diesem Jahr beschließen zwei Freunde zusammen Musik zu machen und veröffentlichen schon ein Jahr später ihr erstes Demo, das auch international Aufsehen erregt. Das Line-Up verändert sich ein wenig und schließlich besteht die Band aus Gitarrist/Programmierer/Sänger Jeff Arwadi, Bassist/Sänger Azhar Levi Sianturi und dem Hauptsänger Harry.

Da sich kein anständiger Drummer finden lässt, mit dem die Jungs auch menschlich zurecht kommen, nehmen sie ihr Debüt "Beyond The Glimpse of Dreams" '98 komplett in Eigenregie und eben mit einem Drumcomputer auf. Die Scheibe lizenzieren sie an diverse Independent Labels und kommen mit ihrer Mischung aus Black, Death und Progressive Metal auch international wieder sehr gut an.

Auch ohne die Hilfe eines größeren Labels verkauft sich das Album recht ordentlich, dennoch verlässt Harry Ende des Jahres die Band. Mit Leo Setiawan ist inzwischen ein weiterer Gitarrist/Sänger dabei und Jeff übernimmt fortan den Hauptanteil des Gesangs. Wie sich der anhört, zeigt er zum ersten Mal auf dem im folgenden Jahr erscheinenden "Embrace The Dead".

Einmal mehr offenbart die Band aus Singapur ein Album voller Extreme, doch auf Live-Auftritte wartet man genauso vergebens wie auf einem anständigen Vertrieb. Wurde das Debüt noch von Candlelight verwaltet, sucht man "Embrace The Dead" von Anfang an selbst in den Underground Plattenläden weitgehend vergebens.

Das interessiert die Band selbst aber nur am Rande, denn anstatt sich darüber aufzuregen, verbringen sie ihre Zeit lieber im Studio und Proberaum und nehmen im Frühjahr 2001 somit ihre nächste Scheibe "The Painful Experience" auf.

Dieses Mal entscheiden sie sich für nur vier Labels, welche das Album wahlweise in den USA, West- und Osteuropa und in Südostasien veröffentlichen. Die nächste Überraschung folgt 2002, als Kekal zusammen mit der holländischen Band Slechtvalk eine Split-CD namens "Chaos And Warfare" aufnehmen.

Darauf deutet sich schon an, dass die Black und Death Metal-Komponenten immer mehr in den Hintergrund treten und eher Fusion, Jazz und einigen anderen Elementen weichen. Dass dieser Prozess nicht aufzuhalten ist, zeigen sie schließlich Ende 2002, als sie neue Songs für das nächste Album aufnehmen.

"1000 Thoughts Of Violence" hat die Bezeichnungen progressiv und avantgardistisch auf jeden Fall verdient. Bevor die Scheibe 2003 aber erscheint, gibt es in Form von "Introduce Us To Immortality" noch eine Compilation mit zwei bisher unveröffentlichten Songs.

Als eigentlich schon niemand mehr dran geglaubt hat, gehen Kekal im März 2004 tatsächlich auf ihre erste, kleine Tour durch Europa. Ihr Label Fear Dark schickt sie nach Deutschland, Holland und Schweden und macht sie damit zur ersten, indonesischen Independent-Band, die im europäischen Ausland gespielt hat.

Ebenfalls 2004 erscheint eine weitere Compilation namens "Spirits From The Ancient Days", auf der sich auch einige Aufnahmen finden lassen, die noch aus der Zeit vor Kekal stammen. Bei den europäischen Gigs lassen sie ständig ein paar Kameras mitlaufen und veröffentlichen bald ihre erste DVD "Kekal Live In Europe".

Im Frühjahr 2005 veröffentlichen sie ihr fünftes Album "Acidity" und verabschieden sich damit offiziell aus dem Bereich des extremen Metals. Einige alte Fans bedauern das natürlich zutiefst, doch spricht die Band von eine notwendigen Veränderung, um sich nicht zu limitieren.

Nach der zweiten DVD "Kekal - Road Trip To Acidity 2005" machen sie sich an die Arbeiten an einer neune Scheibe und schöpfen einfach aus allen musikalischen Genres, die ihnen gefallen. Kein Wunder also, dass sich "Habit Of Fire" jeglicher Kategorisierung entzieht und so manchen Kritiker vor eine schier unlösbare Aufgabe stellt.

Anfang September 2007 ist die Scheibe auch offiziell über Whirlwind Records in Deutschland zu haben und bietet jedem Fan experimenteller Musik ein wahres Feuerwerk an Ideen.

Alben

  • Kekal

    Offizielle Homepage.

    http://www.kekalonline.com
  • Kekal@MySpace

    Light my fire, it's MySpace.

    http://myspace.com/kekal

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