Porträt

laut.de-Biographie

Hallelujah The Hills

Vor der Gründung von Hallelujah The Hills im Jahre 2005 spielt in Boston die heiß gehandelte Band The Stairs auf, die sich aus dem Sänger und Gitarristen Ryan Walsh, dem Schlagzeuger Eric Meyer und dem Bassist Evan Securanza zusammensetzt und sich mit obskurem, verspieltem Indiepop in der lokalen Szene einen Namen macht. Ihre letzte Platte "One Sleep Lab" erscheint 2005 und wird von der Bostoner Musikpresse als eines der besten Alben des Jahres bezeichnet.

Während eines Interviews mit Ryan Walsh, das kurz vor dem letzten Konzert der Stairs geführt wird, bemerkt dieser: "Nach diesem Abend werden Eric und ich eine Band namens Hallelujah The Hills ins Leben rufen." Gesagt, getan. Walsh und Meyer gehören seitdem der zum Sextett angewachsenen Formation Hallelujah The Hills an, das sich mit David Bentley (Cello, Gitarre), Elio DeLuca (Keyboard, Gitarre, Synthesizer) Joseph Marrett (Bass) und Brian Rutledge (Trompete, Melodika) komplettiert.

Der eigenwillige Name entstammt der gleichnamigen Komödie des New Yorkers Adolfos Mekas. Auf diesen Film stößt Walsh während seiner Studienjahre an der Boston University in dem Kurs "Filme der Sechziger Jahre". "Es ist ein hübsch klingender Ausdruck", so Walsh. "Er macht keinen richtigen grammatischen Sinn. Der Film handelt von zwei Männern, die sich in die Wälder zurückziehen, um eine Frau zu vergessen, die sie beide liebten und die sie beide abgewiesen hat. Das tun sie, indem sie auf Friedhöfen imaginäre Waffenkämpfe ausfechten, eine verlassene Hütte einnehmen und versuchen, mit einem Jeep einen Berg hinauf zu fahren. Diese Männer sind Possenreißer, aber in ihrer Torheit ziemlich liebenswert. Das scheint zu der Musik, die wir machen, gut zu passen. Das ist alles."

Ihr Debüt-Album "Collective Psychosis Begone" nimmt die Band zwischen Februar und September 2006 auf. Corey Brown (Asolutely Kosher/ Misra Records) wird bei einem Auftritt von Hallelujah The Hills im T.T. The Bear's im US-amerikanischen Cambridge - den sie mit Sunset Rubdown und Frog Eyes bestreiten - auf die Band aufmerksam. Er bietet ihr daraufhin einen Plattenvertrag an, mit dem Ergebnis, dass deren ersten beiden Longplayer auf Misra Records erscheinen. In Deutschland kommt "Collective Psychosis Begone" im Juli 2007 auf den Markt.

Nicht nur die Labelmacher finden Gefallen an dieser Band, auch Bestseller-Autor Jonathan Lethem ("Die Festung der Einsamkeit", "Motherless Brooklyn") entpuppt sich als ihr Fan und Förderer. Er beauftragt die Band, den Song "Monster Eyes" aufzunehmen, dessen Text aus Lethems letzten Werk "You Don't Love Me Yet" entnommen ist. Der Song findet sich nicht auf dem Debüt der Mannen aus Boston. In der amerikanischen Presse ist daher von "The best song you've never heard" die Rede.

Wie auch immer, Hallelujah The Hills haben Großes vor und versprochen, im Laufe ihrer Karriere 33 Alben aufzunehmen. Der Anfang zumindest ist mit "Collective Psychosis Begone" gemacht.

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