Porträt

laut.de-Biographie

GUZ

"Was Wollen Sie?" fragt GUZ auf seinem Kasettendebüt im Jahre 1985 die Hörer. Offensichtlich antworten diese "Mehr!", denn auf dieses Werk des Schweizers Oliver Maurmann aus Romanshorn folgen 12 LPs, 13 CDs, weitere 13 Kassetten, 15 Singles und etwa 40 Samplerbeiträge, Allerdings nicht alle unter eigenem Namen. Wer aber von GUZ spricht, meint irgendwie auch Averells, PSOZ, Freds Freunde, Freds Freunde Revival Band, the Hunchbacks, the Buffalo Ballet, Chabis!, Raumpatrouille Rimini, Die Zorros, Jerry J. Nixon, Zeno Tornado. Alles Projekte oder Pseudonyme, die wenigstens in Teilen die Handschrift von Maurmann tragen. Daneben ist der Mann hinter GUZ auch noch Teil der Aeronauten. Spätestens hier darf der Leser ein erkennendes "Achso" zum besten geben.

Trotz parallel gelaufener erster Schritte in der Musikwelt erhält zunächst die Ausbildung oberste Priorität. Auf die Schulzeit folgt ein Jahr Kunstgewerbeschule in St. Gallen - mit Abschluss. Nach einem abgebrochenen Versuch als Bildhauerlehrling und mehreren Jobs schließt der Schweizer eine Lehre als Schildermaler ab. Von diesem Zeitpunkt an, mit etwas Sicherem in der Hinterhand, ist der Weg von Olifr M. Guz frei für die Musik.

Während GUZ also von der ersten Stunde an solo etwas zu sagen hat, interessanterweise aber nicht unter eigenem Namen auftritt, spielt er auch Bass in einer Band namens Freds Freunde. Vor und nach einer LP mit dem Titel "Die Gute Nachricht" (1989) tourt der Musiker mit dem Schlagzeuger Hipp Mathis (später Mann am Bass der Aeronauten) und Bruno Amann durch die Schweiz und Süddeutschland. Kurz darauf löst sich die Band jedoch auf. Hipp und Olifr gründen dann 1991 zusammen mit Daniel Daujourd'hui, Roger Greipel, Roman Bergamin und Samuel Hartmann die Aeronauten, die in ähnlicher Form auch heute noch bestehen. Zunächst starten die Musiker als Punks. Doch recht schnell findet die Band ihren eigenen Stiefel, der textlich sogar den eigenen Fans einen Tritt ins Gesäß verpasst. Die noch etwas abgedrehteren Momente erspart der kreative wie umtriebige Frontmann den Aeronauten. Richtig absurdes erscheint unter dem Namen GUZ.

Bereits 1991 erscheint die erste GUZ-LP "Am Go-Go Snack", die Richie Records 2005 als CD neu auflegt. Gleiches passiert mit der zweiten Vinyl in Albumlänge "The Choice Of A New Generation", das erstmals 1995 erscheint. Aus den Kassetten-Frühwerken des Schweizers zimmert der Literat Franz Dobler 1996 für das Hamburger Lado-Label die Anthologie "In Guz We Trust".

Ab diesem Zeitpunkt setzt GUZ auch als solcher mal alleine, mal mit Band seine Solostücke Live und in Farbe um. 1998 erscheint "Starquick" zwei Jahre später kommt letztmalig auf Lado "We Do Wie Du" raus. Diese Platte samt der Parole "Meine Musik ist Scheiße, meine Freunde sind ein Haufen Dreck" schallt über Wochen auch durch den Tourbus von Element Of Crime. Sven Regener geht sogar so weit zu sagen, dass wer mindestens einmal am Tag GUZ hört, "kein schlechter Mensch sein kann". Der Gegenbeweis steht bislang aus. 2003 macht der Musiker unter eigener Flagge mit "Geheime Weltregierung" letztmalig von sich reden.

Inzwischen hat es Olifr innerhalb der Schweiz nach Schaffhausen verschlagen. Hier schraubt und produziert er auch für andere als Mitinhaber des örtlichen Star*Trackstudios. Die Ruhe, die sich danach um die Schweizer Exportschlager Aeronauten und GUZ legt, durchbrechen erste Meldungen, wonach Anhänger Anfang 2006 mit einem neuen Album sowohl von GUZ als auch von den Aeronauten rechnen dürfen.

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Termine

Fr 02.05.2014 St. Gallen (Kellerbühne)
Sa 03.05.2014 Stuttgart (Rakete)

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