Porträt

laut.de-Biographie

Flatfoot 56

Wenn man als irischstämmiger Jugendlicher in Chicago aufwächst, hat man zwei Möglichkeiten: entweder man fängt an zu saufen, oder man gründet eine Band. Diese beiden Alternativen lassen sich natürlich hervorragend verbinden.

Das denken sich auch die Bawinkel-Brüder Tobin (Gitarre und Gesang), Justin (Drums) und Kyle (Bass), als sie im Sommer 2000 damit anfangen, die ersten Songs zu schreiben. Bis Weihnachten haben sie genug Nummern zusammen, um ihre ersten Gigs abzureißen. Den Namen Flatfoot 56 geben sie sich in Anlehnung an eine weitere, irische Tradition in Städten wie Boston und Chicago: nämlich sich als Polizist die Füße platt zu laufen.

Da Streetpunk mit Bagpipes, Mandoline oder auch einer zweiten Gitarre aber noch eine Spur cooler und traditioneller klingt, holen sie sich mit Josh Robieson einen Kumpel in die Band, der diese Instrumente beherrscht. Mit ihm rückt die Musik deutlich in die Richtung der Dropkick Murphys, mit denen die Jungs natürlich eng befreundet sind.

Ihre erste Scheibe veröffentlichen sie 2002 unter dem Titel "Rumble Of 56" und schieben im Jahresabstand "Waves Of War" und "Knuckles Up" hinterher. Bis zu diesem Album vertreiben sie ihre Scheiben noch auf eigene Faust und folgen stark dem Do-It-Yourself-Ethos. Das zahlt sich schließlich aus, denn 2006 legt Flicker Records "Knuckles Up" neu auf und ermöglicht es dem Quartett, endlich einmal richtig auf Tour zu gehen.

Die Chance lassen sich Flatfoot 56 nicht entgehen und sind seitdem ständig in den USA und in Europa unterwegs. Wenn tatsächlich mal ein wenig Zeit zwischen den einzelnen Touren ist, vertreibt sich Kyle die Zeit als Sänger bei seinem Nebenprojekt Sexually Frustrated. Nachdem sie für "Jungle Of The Midwest Sea" (2007) ausführlich unterwegs waren und sich gerade mal eine Pause gönnen, gibt Josh seinen Ausstieg bekannt.

Da für ihre Musik aber die drei Instrumente von Josh mittlerweile essentiell wichtig sind, holen sie sich Eric McMahon für die Bagpipe und Brandon Good für die Mandoline. Da beide auch noch Gitarre spielen, ist für eine zweite Gitarre also jederzeit gesorgt. Mit beiden geht es bereits Anfang 2009 an die ersten Aufnahmen, doch "Black Thorn" erscheint in den USA erst im März 2010.

In Europa nehmen sich People Like You Records schließlich der Belange der Band an und veröffentlichen "Black Thorn" Ende Januar 2011. Passend dazu sind die Bostoner mit den Kollegen der Street Dogs in Deutschland unterwegs, deren Gitarrist Johnny Rioux die Scheibe auch produziert hat.

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