Porträt

laut.de-Biographie

Fallulah

In Dänemark feiern sie 2010 ein kleines Frolleinwunder ab. Fallulah heißt das Objekt des Hypes. Ganz zurecht reagieren die nördlichen Nachbarn entzückt auf eine Newcomerin, die so gar nicht ins Klischee der hübschen und süßen Sängerin zu passen scheint.

Maria Apetri, wie sie mit bürgerlichem Namen heißt, kommt 1985 als Tochter der Dänin Lillian und des Rumänen Nicolae Apetri in Kopenhagen zur Welt und wächst im beschaulichen Städtchen Tårnby auf. Dort ist ihr Vater als Tanzchoreograf tätig und leitet die Gruppe Crihalma. Der Beruf des Daddys bringt mit sich, dass sie ausgiebig durch Südosteuropa reisen, um beispielsweise in Rumänien, Bulgarien, Ungarn und Mazedonien an Tanz-Festivals teilzunehmen.

Als Maria neun Jahre alt ist, stirbt ihr Vater. Zwei Jahre später zieht sie mit ihrer Mutter und dem älteren Bruder Christian in die dänische Provinz, wo sie aneckt, weil sie eben etwas anders aussieht und ihre Interessen sich nicht mit dem decken, das das normale dänische Mädchen so macht.

Ihre Liebe gilt nach wie vor dem Tanz, dem ordnet sie alles unter. Mit 21 zieht sie nach New York, um am Broadway Dance Center zu lernen. Tanzen konnte sie schon seit ihrer frühen Kindheit. Singen war eher weniger ihre Leidenschaft. Schon gar nicht das Auftreten vor Publikum.

Zu ihrer New Yorker Zeit fängt Maria jedoch an, eigene Songs zu schreiben. Dennoch fand sie es zum Kotzen, etwa bei Muscials als Sängerin engagiert zu werden. Dies ist jedoch nicht mangelndem Interesse geschuldet, sondern alleine ihrem Lampenfieber und der damit einher gehenden Furcht, zu scheitern. So beschließt sie, nicht als verbitterte alte Frau zu enden, die der verpassten Chance nachtrauert, und setzt alles auf die Musik.

Zurück in Dänemark gibt sie erste Konzerte im intimen Rahmen vor engen Freunden, ehe sie sich auf etwas größere Bühnen traut, wo sie vor einer anonymen Menge spielt. Der Gig gerät für Maria selbst zum Reinfall, denn sie muss sich vor Lampenfieber fast übergeben. Erst als sie die Aufnahmen eines Freundes sieht, der das Konzert mitgeschnitten hat, sieht sie, dass sie ihre Sache ganz gut gemacht hat und dass außer ihr niemand etwas von der Nervosität mitbekommen hat.

So sammelt sie erste Meriten, ehe sie der dänische Ableger des Majors Sony 2009 unter Vertrag nimmt. Die Single "I Lay My Head", das sachte an "Walk Like An Egyptian" der Bangles erinnert, läuft im dänischen Radio rauf und runter. Spätestens mit Erscheinen des Albums "The Black Cat Neighbourhood" schafft sie in ihrer Heimat den Durchbruch und wird als große Musikhoffnung Dänemarks gefeiert. Den Rest Europas nimmt sie sich im Spätsommer vor.

Mit ihrer eigentümlichen, aber stets interessanten Mischung aus Pop mit einigen folkloristischen Farbtupfern, muss sie sich nicht vor den großen Songwriterinnen der Gegenwart verstecken. Im Gegenteil.

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