Porträt

laut.de-Biographie

Elektrostar

Ein wilde Jagd mit dem Sampler durch die Plattensammlung der Eltern – das war Elektrostar 1997. Christoph Blaser, Ralf Merten und Louis Flanigan legen in diesem Jahr als Elektrostar los. Anfangs arbeiten die drei überwiegend an instrumentalen Tracks und holen nur gelegentlich die beiden Sängerinnen Krisha Patenaude und Esther Lybeert hinzu.

60er Jahre Beat, Bossa Nova und allerhand bizzare TV-Schnipsel werden durch den elektronischen Fleischwolf gejagt. Schon im folgenden Jahr spielen Elektrostar das Album "The Future was Yesterday" bei Wea ein. Der Titeltrack landet gleich bei Bungalow Records auf dem "RO 3003"-Sampler. Pizzicato Five Mastermind Konishi verhilft Elektrostar auf die Japan-Pop-Sampler "Cool Life With Idee" und "Pop Life With Idee".

Trotzdem zieht es Louis in die USA – in New York kümmert er sich weiter um die Elektrostar-Texte. Der Sampler bleibt immer häufiger kalt, weil Ralf und Christoph sich dafür entscheiden, mehr mit akustischen Instrumenten zu arbeiten. Auch um sich auf klassisches Songwriting zu konzentrieren.

Eine feste Sängerin wird benötigt. Die Suche dauert ein Jahr, weder in Deutschland noch in England werden sie fündig. Erfolgreich sind Elektrostar dann praktisch vor der Haustür – Natascha Grin lebt mittlerweile in der Nähe des Frankfurter Studios. Natascha ist Vollblutmusikerin aus Kasan an der Wolga. Sie studiert am dortigen Musikkonservatorium Querflöte, Geige und Klavier, ehe sie sich in Moskau als Sängerin in Jazzklubs und Variétés durchschlägt.

Bei Elektrostar ist Natascha an der richtigen Adresse. Vorher versuchten Produzenten oft, ihr Englisch zu perfektionieren und ihre Stimme poppiger klingen zu lassen. Bei Elektrostar hat man schnell die elektrisierende Wirkung ihrer rauhen, kräftigen Stimme erkannt, die ihre östliche Folklore Tradition in Verbindung mit ihren westlichen Pop -und Jazzeinflüssen bewirkt. Und das ist gut so – siehe das im August 2001 erschienene Album "Good Life".

Alben

Elektrostar - Good Life: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 3 Punkte

2001 Good Life

Kritik von Klaus Teichmann

Zwischen aufgerauhtem Indie-Pop und Elektrospaß. (0 Kommentare)

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