Porträt

laut.de-Biographie

Eddy Grant

Eddy Grant erblickt als Edmond Montague Grant 1948 in Plaisance, Guyana das Licht der Welt. Er wächst in der ehemaligen Britischen Kolonie auf und hat 1960, als er mit seinen Eltern nach London zieht den sehnlichen Berufswunsch, Chirurg zu werden. Doch Flower Power und die Hippiebewegung der 60er Jahre verändern die Sicht der Dinge rasch.

Edmond gründet als Sänger, Songwriter und erster Gitarrist die Popband The Equals, die mit ihrem Glamour-Look und Eddy als Frontmann mit gebleichtem, blondem Afrohaar zwischen 1967 und 1971 acht Top 20 Singles in die Charts bringen. Der größte Erfolg ist 1968 der Welthit und Evergreen "Baby Come Back".

Obwohl Eddy Grant nicht raucht, nicht trinkt, Drogen ablehnt und sich vegetarisch ernährt, erleidet er im Alter von 23 Jahren einen Herzinfarkt. Ein Einschnitt, der ihn dazu bringt, sein Leben neu zu ordnen. Er verläßt die Equals und widmet sich der Produktion anderer Künstler. Sein Aufnahmestudio Coach House ist das erste in Europa, das sowohl von einem Schwarzen besessen als auch geführt wird. Dazu gründet der clevere Geschäftsmann sein eigenes Label, Ice Records, und genießt nun persönliche und künstlerische Freiheit auf ganzer Linie. "Walking On Sunshine", ein Produkt dieser Periode, wird zum Hit für Arthur Baker.

1979 landet Eddy Grant den größten Solohit seit den Equals: "Living On The Frontline" klebt wochenlang in den englischen Top10 und wirft genug Geld ab, um Eddy den Kauf der Rechte an all seinen bisherigen Outputs zu ermöglichen.

Auch in der ersten Hälfte der 80er Jahre ist er mit acht internationalen Hitsingles in vier Jahren, darunter "I Don't Wanna Dance", sehr erfolgreich. Wieder investiert er das Geld. Diesmal in ein Haus in Barbados, das er zum Studio Blue Wave umbauen lässt, um seiner Familie zu folgen, die in die Karibik gezogen war. In diesem Studio produziert er Größen des Business wie Mick Jagger, Sting und Elvis Costello.

Sein politisches und soziales Engagement, etwa durch Benefizkonzerte zugunsten von Krisengebieten in Südamerika, Ungarn und dem ehemaligen Jugoslawien, gipfelt 1988 in dem Anti-Apartheid Song "Gimme Hope Jo'Anna", der zum Hit in Südafrika wird und den Umbruch bis zur Freilassung Nelson Mandelas begleitet.

Seitdem konzentriert Eddy Grant seine Aufmerksamkeit auf die Entwicklung der von ihm betreuten Künstler in der Karibik. Sein Label verzeichnet unzählige Veröffentlichungen von Stars des karibischen und lateinamerikanischen Pops, wie Roaring Lion, Atilla The Hun und The Mighty Sparrow.

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Eddy Grant - Greatest Hits: Album-Cover
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2001 Greatest Hits

Kritik von Stefan Jazdzejewski

Gute Möglichkeit, die Arbeit des karibischen Musikers kennen zu lernen. (0 Kommentare)

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