Porträt

laut.de-Biographie

Dreadzone

Als "defenders of the bass" werden sie gefeiert. John Peel führt ihr zweites Album "Second Light" unter seinen Top-10-Lieblingsplatten aller Zeiten: Von Großbritannien aus spannen Dreadzone ihr Netz über Europa und weiter: "I got the bassline coming 'cross the ocean".

Wie Phönix aus der Asche erheben sich Dreadzone aus den Überresten der Formation Big Audio Dynamite. Deren Drummer Greg 'Dread' Roberts startet das Projekt, das Dub-Reggae mit elektronischer Musik, Techno, Trance, aber auch mit Folk und Rock fusioniert, zusammen mit Tim Bran Anfang der 90er.

Tim Bran ist vielseitig vorbelastet. Er arbeitete bereits als Musiker und Tontechniker für Julian Cope, Londonbeat, die Dreamwarriors und Kylie Minogue. Die Wurzeln von Big Audio Dynamite sind ebenso infiltriert, wurden sie doch von einem gewissen Mick Jones gegründet, der einst bei The Clash seine Brötchen verdiente.

Eklektizität steht bei Roberts und Bran also nahezu automatisch auf dem Programm. Zu ihnen gesellen sich Bassist Leo Williams und Keyboarder Dan Donovan, beide ebenfalls aus den Reihen von Big Audio Dynamite. 1993 ziehen Dreadzone einen Deal mit Creation Records an Land und veröffentlichen ihr Debüt "360".

Der Durchbruch folgt jedoch erst nach dem Wechsel zu Virgin: Dort erscheint der von BBC-DJ John Peel so hochgeschätzte Zweitling "Second Light". Die Single "Little Britain" von 1996 klettert immerhin auf Platz 20 der britischen Charts.

Zwischen 1993 und 2001 spielen Dreadzone mehrere Peel-Sessions ein, die allerdings erst 2001 den Weg auf eine Platte finden. Nebenbei erspielen sie sich einen Ruf als legendärer Festival-Act. Das Dreadzone-Soundsystem tritt zudem zwischen 1998 und 2001 als Veranstalter der Dubwiser Club Night an.

Danach bleibt es einige Jahre ruhig um Dreadzone. Erst 2006 ereilen die Fangemeinde schlimme Nachrichten: Gitarrist Steve Roberts, Bruder von Greg, lebt nicht mehr. Ein Jahr später haben sich die verbliebenen Mitglieder jedoch wieder gefangen und geben die Namen neuer Mitstreiter bekannt.

Die Gitarre zupft ab sofort Chris Compton. DJ, Produzent und Licht-Künstler Chris Oldfield kümmert sich um Knöpfe, Regler und Schalter. MC Spee und Earl 16 am Mikrofon dagegen sind der Anhängerschaft bereits bestens vertraut.

Mit zahllosen Auftritten überziehen Dreadzone plötzlich wieder ganz Europa, spielen Festival um Festival - und nehmen endlich auch wieder ein neues Studioalbum, "Eye On The Horizon", in Angriff, die 2010 beim eigenen Label Dubwiser Records erscheint.

Die Jahre vergehen, das Zitat aus dem britischen Kult-Film "if ....", das sie in "Little Britain" sampleten, behält für Dreadzone seine Gültigkeit: "Britain today is a powerhouse of ideas, experiments, imagination."

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