Porträt

laut.de-Biographie

DJ Donna Summer

Natürlich hat DJ Donna Summer nichts mit der Disco Queen gleichen Namens zu tun. Kopf des künstlerisch-überdrehten Elektronik-Projekts ist der Amerikaner Jason Forrest. Seit Ende der 90er Jahre treibt er zunächst als Donna Summer sein Unwesen und verstört sein Publikum gerne mal mit Breakbeats knapp unter der Schmerzgrenze, unkontrollierten Gewaltausbrüchen und wilden Tanzeinlagen. Klar, dass man sich derlei Exzentriker am besten live anschaut.

Das hat wohl irgendwann auch einmal ein Anwalt der richtigen Donna Summer gemacht. Es kam zum Prozess. Seither muss die falsche Donna Summer mit dem vorangestellten Kürzel DJ auftreten. Dem hohen Energielevel der Shows hat das keinen Abbruch getan. Auftritte von Jason Forrest bleiben eine richtige Show. Neben Tourneen, die Forrest in zahlreiche Länder der Welt führen, veröffentlicht er seit 2001 regelmäßig auf den unterschiedlichsten Labels.

Von Magazinen wird DJ Donna Summer gerne als Beispiel für das anarchistische Potenzial digitaler Welten angeführt. Schließlich kümmern Forrest Autoritäten nicht viel. In seinen Sounds wird deshalb gesampelt, was das Zeug hält. Für das Album "Death After Life" müssen 2003 die Hardrocker von Iron Maiden herhalten. Auf dem 2008er Release "Panther Tracks" führt er alte Rave-Hymen einer zweiten Verwertung zu. Die österreichischen Rave-Pioniere Ilsa Gold lassen grüßen.

Als Outlet für seine Produktionen gründet Jason Forrest 2005 sein eigenes Label Cock Rock Disco. Hier bietet er gleichgesinnten Artists eine Plattform. Gleich das erste Release kommt von Duran Duran Duran, dem Breakcore-Projekt des Amerikaners Ed Flis. Seinem Ruf ein freibeuterischer Netzpirat zu sein, zollt Forrest mit zahlreichen MP3-Releases auf Cock Rock Disco Tribut. Als Initiator und Organisator des Wasted-Festivals bringt er den Live-Wahnsinn von Donna Summer und anderen Acts auf die Bühne.

Zusammen mit seiner Frau wohnt Forrest in Berlin. Dort ist er auch regelmäßig live zu sehen. Zusammen mit Ethan Schaffner an der Gitarre und der Keyboarderin Elisabeth King gründet er 2006 zudem die Jason Forrest Liveband als zusätzliche Spielwiese für seine musikalischen Aktivitäten. 2007 und 2008 erfährt jedoch zunächst einmal sein Donna Summer-Alias eine Wiederbelebung, die in dem Longplayer "Panther Tracks" mündet.

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