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Die Biographie von Brendan Adams gestaltet sich besonders in der Jugend fernab üblicher Singer/Songwriter-Klischees. Der in Kapstadt/Südafrika geborene Musiker entstammt schwierigen sozialen Verhältnissen.
Aufgewachsen in den Cape Flat-Getthos erfährt Brendan früh das Leben auf der Schattenseite der Gesellschaft. Aus dieser Zeit trägt er zahlreiche Narben davon, nicht nur auf der Seele, sondern auch Spuren von Auseinandersetzungen mit Messern und Schusswaffen.
Im Schatten der offiziell längst überwundenen Apartheid hat es Brendan als sogenannter Mischling (Elternteile weiß und schwarz) noch schwerer, ist er in den Augen von Rassisten doch weder eindeutig als Afrikaner, noch als Europäer zu klassifizieren. Sein als Lehrer tätiger Vater bringt Brendan bei, dass es noch andere, wichtigere und existenziellere Dinge im Leben gibt. Er ermöglicht seinem Sohn den Zugang zur Kunst, besonders in den Bereichen Musik und Literatur.
Bob Dylan und Leonard Cohen zählen ebenso zu Brendans Favoriten wie der Literat James Joyce. So schaut der Junge schnell über den eigenen persönlichen Tellerrand. Über seine Jugend im Ghetto stellt er später fest: "Wenn man dort aufwächst, blickt man auf eine ausgesprochen limitierte Zukunft. Entweder du wirst Gangster oder Drogendealer. Oder, und das ist den meisten meiner Freunde passiert: Du stirbst jung."
Adams vertieft sich stattdessen in seine Liebe zur Musik. Mit zwanzig erhält er als Geschenk seine erste Gitarre und übt sich am Schreiben eigener Songs. Doch die Entscheidung, eine musikalische Laufbahn zu beginnen, fällt erst nach einem radikalen Umfeld-Wechsel. 2006 ergibt sich die Chance auf eine Arbeitsstelle in England, die Brendan sofort ergreift.
Bald darauf verschlägt es ihn in die Schweiz nach Zürich, wo er zunächst bei seiner dort lebenden Schwester unterkommt. Sie ist es, die den noch Suchenden in seinen künstlerischen Ambitionen unterstützt und Hilfestellung leistet. So erhält er die Gelegenheit, erstmals öffentlich bei einer Open-Mic-Veranstaltung im Züricher Club Kaufleuten aufzutreten.
Dort hinterlässt er einen nachhaltigen Eindruck beim dortigen Produzenten Alfred Vogel. Die Zusammenarbeit mit dem auch als Schlagzeuger tätigen Vogel trägt 2006 im Album "Pearly Sue" erste Früchte. 2008 folgt der Longplayer "17 Eternities", eingespielt mit Bassist Dominik Neunteufel. Der Berliner Sender Radio Fritz wäht es als Platte des Monats.
Auftritte auf verschiedensten Festivals steigern Adams' Bekanntheitsgrad. Längst sind Adams, Vogel und Neunteufel ein eingespieltes Team. Am Eröffnungstag der Fußball-WM erscheint im Juni 2010 das dritte Album "Better Days". Das Band-Line Up besteht neben Adams aus Vogel (Drums), Neunteufel (Bass), Kofie Quarshie (Percussion) und Roger Yves (Gitarre, Gesang). Darauf verbindet die Band Folkrock mit afrikanisch geprägten Rhythmen und Sounds.
Better Days (2010), 17 Eternities (2008), Pearly Sue (2006)
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