Porträt

laut.de-Biographie

Berend

Auf seinem Debut-Album "Frühes Frühstück" heißt ein Stück "Paula". Doch "Als Es Passierte" war das Bandprojekt Paula, mit dem uns Berend Intelmann und Elke Brauweiler seit ein paar Jahren wunderschöne Popperlen servieren, noch nicht angedacht. "Paula war eine frühere Freundin, eine Beziehung, die zwar lange vorüber ist, aber immerhin als Inspiration für meine Band überdauerte", klärt Berend auf.

Die Stücke für seine Platte entstanden bereits im Frühjahr 1998 und unterscheiden sich auch ein wenig von den Paula-Sachen. "Prägend sind die Gitarren", meint der Künstler – das stimmt zwar auch nur bedingt, doch einen Tick rauher geht es allemal zu.

"Meine Lieder kann man wunderbar auf Autofahrten in die Ferne hören", beschreibt der Berliner Songwriter seine eigenen Stücke – mitsingen ist gestattet und bleibt eigentlich fast nie aus. Und damit wären wir auch schon bei den Parallelen zu Paula. Gesungen wird nämlich auf deutsch und auch die Lyrics bleiben zumeist auf der bereits bewährten Ebene.

Minimaler Chic ist ein Stichwort. Auf große aufgeladene Gesten wird ganz bewusst verzichtet. Ohnehin hält Berend, außer vielleicht bei Themen wie Rassismus, in der geliebten Popmusik eine klar artikulierte politische Position doch eher für fragwürdig. "Die kleine Dramatik des Alltags", will Berend thematisch in seinen Pophymnen zu fassen bekommen.

Deutschsprachige Popmusik ist immer noch die Herausforderung, für ihn ein oft zu wenig beachtetes Genre. Ohnehin wurde bei allen seinen bisherigen Bandprojekten deutsch gesungen. Von Berend Intelmann ist der Satz überliefert: "Arbeiten gehen, das ist doch eine Frechheit" – ein "Frühes Frühstück" ist so auch nur ein unbeschwerter Auftakt in einen netten Tagtraum auf Pop.

Alben

Berend - Tagesthemen: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 4 Punkte

2005 Tagesthemen

Kritik von Oliver Lambrecht

Möglichst schütteln oder wenigstens nicht still halten. (0 Kommentare)

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