Porträt

laut.de-Biographie

Banco De Gaia

Um die wirkliche Bedeutung des Namens Banco De Gaia ranken sich allerlei putzige Mythen. Wahlweise heißt es, diese Person sei der Liebhaber von Benito Mussolini, ehemals Führer des faschistischen Italiens gewesen, oder ein mexikanischer Revolutionär und Poet oder eine Oper von Puccini. Daran dürfte Toby Marks nicht ganz unschuldig sein. Getreu dem Motto Namen sind Schall und Rauch, was zählt, ist die Musik, gibt der aus der englischen Provinz stammende und in London aufgewachsene Marks mal dies, mal jenes zu Protokoll auf die Frage, was es denn mit seinem Pseudonym auf sich habe.

Ursprünglich hatte Marks beabsichtigt, in Warwick Philosophie zu studieren, entscheidet sich aber, lieber auf Reisen (u.a. nach Ägypten, Marokko, Tibet) zu gehen, sich inspirieren lassen und Musik zu schreiben. Darüber hinaus interessiert er sich für alte Gesellschaftsformen, andere Kulturen und Spirituelles.

Wie so manch anderer kann jedoch auch Marks sich der Euphorie um Acid House nicht entziehen, die Ende der 1980er Jahre im Vereinigten Königreich für allerhand Aufregung sorgt. Anfang der 1990er Jahre tauchen erstmals von Banco De Gaia lediglich auf Tapes gebannte Alben wie "Medium", "Freeform Flutes & Fading Tibetans" und "Deep Live" auf. Elektronische Musik, oberflächlich als Chill-Out bzw. Ambient-Trance bezeichnet, eine Mischung, in der sich neben Techno und House ebenso Einflüsse aus der Weltmusik sowie dem arabischen bzw. indischen Raum wiederfinden. Dank eines Planet Dog genannten Netzwerks aus Clubs und anderen Künstlern wie Eat Static finden die Tapes rasch Verbreitung, die heutzutage insbesondere aus rechtlichen Gründen nicht mehr erhältlich sind.

Als das gleichnamige Plattenlabel unter der Leitung von Michael Dog entsteht, zählt Banco De Gaia ebenfalls zu den Künstlern. Hier erscheint 1994 das Album-Debüt "Maya", das sogar eine Platzierung in den englischen Charts schafft. Um den Sound auch live umsetzen zu können, wächst Banco De Gaia allmählich zu einer Band heran, die 1995 einen fulminanten Auftritt beim Glastonbury Festival hinlegt. Banco De Gaia spielen auch mehrere Mal auf dem Festival WOMAD – World Of Music And Dance.

Nach dem Album "Big Men Cry" verlässt Toby Marks Planet Dog und gründet 1998 das bandeigene Label Disko Gecko Recordings, wo seither "The Magical Sound Of Banco De Gaia", das zu Teilen in einer ägyptischen Pyramide aufgenommene "Igizah", die Best-Of Compilation "10 Years" sowie 2005 "You Are Here" erscheinen. 2006 erscheint das Album "Farewell Ferengistan"

Alben

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