laut.de-Kritik

Gebt diesem Kerl eine Revue!

Review von

"Kauft Meine Liebe" forderte BRKN vor gut einem Jahr und verlieh seiner festen Überzeugung Ausdruck, die finanzielle Durststrecke, die er gerade zu durchleiden hatte, müsse doch irgendwann ein Ende haben. "Verdient" hätte der Kreuzberger mit den vielen Talenten den Durchbruch allemal, "der Junge ist fresh."

Allein: Viel scheint sich in den zurückliegenden Monaten nicht getan zu haben. BRKN bewohnt noch immer lediglich "Ein Zimmer", tritt "Auf Der Stelle", so richtig fest zu packen bekommen hat er seine "Glückssträhne" offenbar (noch) nicht. Ein Blick auf Titel und Tracklist reicht locker, um den Verdacht zu begründen: Der inhaltliche Schwerpunkt liegt, unverrückt, genau da, wo er vorher schon lag.

Entsprechend bewohnt die "Einzimmervilla" ein ungebrochen hungriger, weil nach wie vor am Hungertuch nagender Vollblut-Musiker, vielleicht sogar mehr als jemals zuvor bereit, alles, restlos alles, zu geben. Für die Kunst. Für die Liebe. Für die Familie, zu der die Jungs, mit denen es sich prächtig auf der Treppe abhängen lässt, genauso zählen wie die Herzdame, die offenbar treu und tapfer mitzieht, auf dem Weg durch die Niederungen des Kreativendaseins.

Leicht beschränktes Themenspektrum hin oder her: Langeweile dürfte an der Seite des Hauptdarstellers trotzdem so schnell nicht aufkommen. "Um mich zu stoppen, braucht ihr 'ne Million", zwinkert BRKN gleich zu Beginn in Richtung Public Enemy. Inhaltlich zumindest. Musikalisch diktiert der wuchtige Bass den funky Groove, der über weite Strecken des Albums den Ton angibt.

Wie der Business-Hase läuft, hat BRKN wohl kapiert: In "Promo" nimmt er allgegenwärtige Werbe- und Verkaufsstrategien aufs Korn. "Mach' mal ein' Dancehall-Song. Trap sollte auch vorkomm'. Autotune sowieso." Allerdings nur, um alle noch so bewährten Patentrezepte lustig in den Wind zu schießen. Abgesehen von genannten, nur scheinbar unverzichtbaren Versatzstücken steckt so gut wie alles drin.

"Gute Mucke allein reicht nicht"? Das wollen wir doch erst mal sehen: In "Ein Zimmer" flankieren Handclaps und quietschfidele Bläser das Klavier. Die Percussion impft "Irgendwann" anschließend das Latin-Fieber ein. Ein molliges Klavierintro bläst zur "Jagd", nur um der unvermittelt hereingrätschenden E-Gitarre den Boden zu bereiten.

BRKN schreibt Live- und Bühnentauglichkeit überall groß. Mit "Verdient" legt er dann vollends den Track für die glitzernde Show-Treppe hin. Gebt diesem Kerl bitte seine eigene Revue! Die darf gern noch eine oder zwei Nummern größer ausfallen als sein Abend-Format "BRKN, Dicker!", stemmen könnte er das locker. Bis es soweit ist, tagträumt BRKN sich durch den Arbeitsalltag "Nach Hause", um dort "Schön" die Gegensätze zwischen Wunschdenken und Realität aufzudröseln.

Grundsätzlich gibt sich BRKN zuversichtlich. Zumindest ein bisschen: "Nach Rückschlag kommt der nächste Rückschlag", prophezeien die fünfeinhalb vergleichsweise nachdenklichen Minuten von "Glückssträhne". "Und danach wird es besser. Wenn du Glück hast." Oder nicht?

Doch. Bestimmt: "Glaub' mir, alles wird gut. Aber davor wirds übertrieben scheiße. Ich sterbe 36 Tode, bis ich mein Ziel erreiche." Klingt dramatisch, groovt aber wie bekloppt. Außerdem: "So lange alles explodieren könnte, läuft alles nach Plan." Kein Grund zur Besorgnis, also, und jetzt in Deckung.

Trackliste

  1. 1. Eine Million
  2. 2. Ein Zimmer
  3. 3. Irgendwann
  4. 4. Schön
  5. 5. Auf Der Stelle
  6. 6. Promo
  7. 7. Verdient
  8. 8. Jagd
  9. 9. Nach Hause
  10. 10. Glückssträhne
  11. 11. Atemmaske

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1 Kommentar mit 25 Antworten

  • Vor 2 Monaten

    Wie kann man dieses grauenhafte Geknödel denn ertragen. Ich muss permanent an Herbert Grönemeyer denken, wenn ich den Typ höre.

    • Vor 2 Monaten

      Bin mir nicht sicher ob du hier richtig bist. Ich sehe hier keinen Themenbezug zu ungewaschenen Langhaarschimpansen, was also machst du hier???

    • Vor 2 Monaten

      Vergleich mit Herbert ist ja erstmal nicht schlecht, ne

    • Vor 2 Monaten

      @toriyama: Grundsätzlich sehr schlecht.

      @craze: Wach endlich auf, Rap etc. ist doch schon seit Jahren die Musik ölig-ungewaschener Hänger. Den Pool füllst du mit anderer Musik.

    • Vor 2 Monaten

      Den Pool füllt er mit anderer Musik? Kommt natürlich immer auf die Zielgruppe und den entsprechenden Frauengeschmack an, aber wüsste nicht, welche Musik bei Frauen zur Zeit besser ankommen soll als amerikanischer Hip Hop.

      Gibt immer Mal wieder so ein paar Ausreißer wie Ed Sheeran oder den Despacito Typen, aber selbst bei dem Lied macht ein Rapper mit.

    • Vor 2 Monaten

      Mundi, was weist du schon über Frauen, bist hier 24/7 am posten, kannst keinen erzählen, dass du auch nur in die Nähe einer Muschi kommst. :lol:

    • Vor 2 Monaten

      Ich danke Gott für.. Ich nenn es mal salopp.. Rockerbräute... Sind die besten Frauen der Welt... Mit Black Music Frauen hab ich nur schlechte Erfahrungen gemacht... Ja ok kann auch an mir liegen Blablabla.. Habs bei beiden Gruppierungen auch selbst mal versaut keine Frage.
      Aber genau deshalb kann ich das behaupten. Ich liebe meine leicht punkig angehauchte Superbraut. Und wenn die mal nicht mehr wäre (läuft aber schon seit 6 Jahren gut) würde ich mir nie wieder eine rap/rnb Schlampe anlachen... Denn die sind UNROCKBAR (dadadada.. dadadada.. Dada) ihr wisst nicht was das für ein Schock war :-).. Gute Nacht

    • Vor 2 Monaten

      Also ich teile das ehrlich gesagt nicht so sehr in Lager ein. :D

      Musikalisch war die letzten Jahre von 'ner R'n'B Sängerin bis hin zu einer, die noch von ihrem, der HC-Szene entspungenen, Junkie-Ex gestalkt wurde, fast alles dabei.

      Wenn wir von längeren Beziehungen sprechen, ging der Trend sogar tatsächlich eher Richtung Metal. Aber das waren zum Großteil eben noch andere Zeiten.

    • Vor 2 Monaten

      Jungs, ganz ehrlich, ich bin ja damals gleich bei der Ersten hängen geblieben, das wollte ich gar nicht sagen, verdammt. :P

      Auch wenn ich nun schon 33 Jahre mit ein und der selben Holden zusammen bin, Musikgeschmack hat mit dem Erfolg das sie mich 33 Jahre erträgt, rein gar nichts zu tun. Nicht ihrer und noch weniger meiner. Allerdings diese HipHop Mucke und da bin ich mir ganz sicher, die taugt nicht mal für eine rhythmische Vögelei. Kein Wunder das bei euch keine bleibt! Wacht mal langsam auf und waschen nicht vergessen, ach ja eine gescheite Hose (Baggys um die 30, geht gar nicht) sollte auch helfen. Danke für´s zuhören!

    • Vor 2 Monaten

      ..... Also ich teile das ehrlich gesagt nicht so sehr in Lager ein.....

      Ach komm, angenommen die Angebetete entpuppt sich als Hardcore Andrea Berg Fan? Du kannst mir nicht erzählen das man dann nicht innerlich "Frau fürs Leben" gleich mal streicht! Also für mich kann Musikgeschmack durchaus ein K.o Kriterium sein.

      @Meuri.... bei der ersten hängen geblieben find ich toll (tatsächlich) allerdings macht dich das mal so gar nicht diskussionsberechtigt!

    • Vor 2 Monaten

      Und wer trägt heute noch Baggy?!

    • Vor 2 Monaten

      Wow Meuri, seit 33 Jahren dieselbe Pflegerin? Respekt!
      Dass hier ein Typ wie Manback, der in Schwellenländern Eine suchen musste, die er mit seinem Ingenieursgehalt und seinem Busfahreroutfit beeindrucken kann, meint Einen auf dicke Hose zu machen, ist wirklich endlos peinlich...aber reiht sich ja gut ein in seine Historie aus Fremdscham erzeugenden Posts. :D

    • Vor 2 Monaten

      Komisch, der einzige der hier sein trauriges Dasein Tag für Tag durch ständiges Posten und dumpfe Pöbelei offenbart, bist du Bückknecht. :-)

      Ich steh halt nicht auf Weißbrote, sondern auf zarte Vollmilchschokolade ;-)

    • Vor 2 Monaten

      Deswegen hab ich ja auch den Baude so gern gehabt. :lol:

    • Vor 2 Monaten

      Naja, komischerweise bist es aber halt du Hurensohn, der ständig von allen Seiten Prügel bezieht für sein absolut peinliches Zurschaustellen seiner tollen Errungenschaften. Komm immernoch nicht drauf klar, dass Du Dir auf Dipl Ing so sehr Einen keulst, dass du das im Internet breittreten musst. :lol:

    • Vor 2 Monaten

      Und wieder gehst du nicht auf den Fakt ein, dass du hier fast 24/7 am Posten bist und daher definitiv kein Leben haben kannst. Außerdem M.Sc. bitte. :-)

    • Vor 2 Monaten

      3 Bildschirme auf Arbeit, das erklärt Alles. 24/7 stimmt btw auch nicht, ist zu 99% von 7 to 17.
      Und jetzt halt die Fresse und such lieber die Spelunke aus, in der Du heute Abend mit Rajni Dal Tadka und Paneer reinschaufeln wirst. :D

    • Vor 2 Monaten

      sehe unseren großen ingenieur,vertriebler und wendegewinner heut abend ja eher auf einem scooter im regen, während er essen für ali`s house of kebab ausliefert :lol:

    • Vor 2 Monaten

      ...und hofft, dass er im Falle eines harten Brexit nicht zurück in sein ostdeutsches Rattenloch abgeschoben wird. :lol:

    • Vor 2 Monaten

      Bin schon wieder in D, genauer in Munich. Brexit wird noch interessant, aber keine Angst, im Gegensatz zu euch Verlierern wirft mich so etwas nicht aus der Bahn. ;-)

    • Vor 2 Monaten

      Wie kommt es denn, dass Du - trotz deines Gewinner-Lifestyles - hier trotzdem zu jeder Tag- und Nachtzeit innerhalb von 5 Minuten auf jeden Müll reagieren kannst? :lol:

    • Vor 2 Monaten

      Er hat 4! Bildschirme :-)

    • Vor 2 Monaten

      Mein Bullshit-Radar ist halt perfect ausgerichtet. :-)

    • Vor 2 Monaten

      Nicht nur deiner!

      "Ich steh halt nicht auf Weißbrote, sondern auf zarte Vollmilchschokolade"

      Das schon mal gut wenn man formulieren kann worauf man steht! Das unterscheidet dich von Craze, die Schmeißfliege. Dabei hab ich schon vor langer Zeit gesagt, er sollte erstmal so große Scheißhaufen machen wie ich, um eine Landeerlaubnis dann auch tatsächlich zu erhalten. :P

      Und Ausflüge in Steven Wilson Gefilde waren nicht inklusive Craze. Die Haufen sind eine Art Mount Everest für dich, Steilwände, Gletscher und so. :P