Porträt

laut.de-Biographie

Arcturus

Arcturus starten ursprünglich als Superhero-Band des Black Metals, entwickeln sich aber schnell weg vom Schwarzmetall, hin zu wesentlich orchestraleren und sphärischeren Klängen. Der eigentliche Anfang liegt aber in der Band Mortem.

Diese gründen Gitarrist/Keyboarder Steinar "Sverd" Johnssen (Kovenant), Drummer Jan Axel "Hellhammer" Von Blomberg (Mayhem, Kovenant) und Basser Marius Vold 1987 in Norwegen. In dieser Besetzung veröffentlichen sie eine EP namens "Slow Death" über das französische Putrefaction Records Label, reißen damit aber nicht allzu viel. Stattdessen taufen sie sich in Arcturus um und ändern auch den Sound etwas ab.

"My Angel" erscheint ebenfalls über Putrefaction, doch danach liegt die Band zunächst auf Eis. Marius steigt derweil aus, Sverd und Hellhammer sind mit Emperor beschäftigt. 1993 machen sie sich jedoch wieder ans Werk, da aber Sverd keinen Bock mehr auf die Gitarre hat, holen sie sich mit Samoth den Emperor-Klampfer und mit Kristoffer "Garm" Rygg, den Ulver/Borknagar-Bassisten als Sänger ins Boot. Ebenfalls von Ulver leihen sie sich Bassist Hugh "Skoll" Mingay und nehmen "Constallation" auf.

Die EP hat nur eine Auflage von 500 Stück und ist heute ein heiß begehrtes Sammlerstück. Samoth ist schnell wieder weg vom Fenster, da er zum einen in den Knast muss, weil er an ein paar Kirchen gezündelt hat und zum anderen auf seine anderen Projekte setzt. Seinen Platz nimmt Carl August Tidemann ein, mit dem Arcturus "Aspera Hiems Symfonia" aufnehmen. Die Black Metal-Wurzeln sind nach wie vor nicht zu verleugnen, doch man merkt schnell, dass da etwas Großes heran wächst.

Carl ist nach dem Release 1996 schon wieder Geschichte. Für ihn steigt Knut Magne Valle ein. Da sie für das Album gerade mal einen Gig spielen, stehen schon bald die Arbeiten für die nächste Scheibe an. Zusammen mit einem Streichquartett und der Hilfe von Borknagar-Fronter Simen "ICS Vortex" Hestnæs spielen sie "La Masquerade Infernale" ein. Mit Black Metal hat das gar nichts mehr zu tun, denn die klassischen Arrangements und Elemente nehmen immer größeren Raum ein. Auf Live-Auftritte wartet man nach wie vor leider vergeblich.

Die nächste Veröffentlichung ist "Disguised Masters", eine Art Remix-Album, das aber mit herkömmlichen Remix-Versionen nicht viel gemein hat. Die alten Tracks sind fast komplett umarrangiert, die paar neuen sind auch nicht ohne. Garm ist derweil als Produzent sehr beschäftigt und auch als Sänger bei Ulvers "Themes From William Blakes Marriage Of Heaven And Hell", so dass bei Arcturus zunächst etwas Ruhe einkehrt.

Diese zieht sich deutlich in die Länge, obwohl die Band eigentlich seit Mitte 2000 schon am nächsten Album bastelt. Zwischenzeitlich erscheint die Neuauflage von "Aspera Hiems Symfonia", die mit der "Constallation" und "My Angel" EP aufgewertet ist. Bei Arcturus steht inzwischen Dag F. Gravem am Bass, da Hugh eine kurze Auszeit nimmt. Garm ist auf "The Sham Mirrors" zwar noch zu hören, nimmt nach der Veröffentlichung 2002 aber seinen Hut. Für ihn kommt Spiral Architect Sänger Øyvind Hægeland ins Line-Up, mit dem sie dann tatsächlich auf zwei Festivals spielen.

Im September 2004 fahren sie, zur Überraschung aller, sogar eine kleine Tour durch halb Europa und kommen dabei wohl auf den Geschmack. Im Dezember entern sie erneut das Studio, jedoch springt Øyvind zwischenzeitlich wieder ab. Das ist aber nur bedingt bedauerlich, da Simen Hestnæs als Sänger zur Band zurückkehrt. Mit ihm stellen sie "Sideshow Symphonies" fertig, das Mitte September erscheint. Auf dem über Season Of Mist erscheinenden Album ist auch Gitarrist Tore Moren zum ersten Mal zu hören.

Alben

Videos

Deamonpainter
  • MySpace

    Streams, Blog, Freunde.

    http://www.myspace.com/arcturusnorway

Noch keine Kommentare