Porträt

laut.de-Biographie

Xul Zolar

Bei der knackigen Mischung aus Synthiepop, Indie-Pop und großer 80er Geste denkt man fast automatisch an berühmte Brutstätten wie Manchester oder London. Doch spätestens mit Xul Zolar gehört nun auch Köln auf diese Landkarte. Das kölsche Quartett zeigt eindrucksvoll, dass die Rheinmetropole musikalisch weit mehr bietet als übliche Verdächtige wie Bap und co.

Best Of 2018: Die Newcomer des Jahres Aktuelle News
Best Of 2018 Die Newcomer des Jahres
Tired of old shit? Try some new one. Von diesen Acts, die im letzten Jahr durchstarteten, wird man 2019 noch einiges hören. Checkt unsere Favoriten.

Nach der Gründung 2011 wird schnell klar, in welche Richtung dieser Zug fahren soll. Flächige bis verspielte Keyboards, eine prägnante Gitarre und zahllose Drum/Percussion-Sounds geben den weitgehend hypnotischen Ton an. Dazu gesellt sich die warme, nicht selten von Weltschmerz gepeinigte Stimme ihres Frontmans Ronald Röttel. Bemerkenswert ist, wie individuell die Band schon nach kurzer Zeit klingt.

Denn obwohl sie grundverschiedene 80er Ikonen wie The Smiths, Talking Heads oder Phil Collins als Einflüsse angeben und die eklektische Basis stets präsent ist, schärfen sie vor allem live schon in den ganz frühen Tagen ihr charismatisches Profil.

Der ausgefallene Bandname Xul Zolar mag hierbei durchaus eine Hilfe gewesen sein. Was wie ein Fantasy-Charakter aus dem G.O.T.-Universum klingt, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als hochkulturelle Reminiszenz. Die Bandtaufe geht zurück auf einem Maler des 20. Jahrhunderts, den Argentinier Xul Solar, der mit bürgerlichem Namen Oscar Agustín Alexander Schulz Solari hieß.

Xul Zolar - Fear Talk Aktuelles Album
Xul Zolar Fear Talk
Volle Möhre 80er, aber weder retro noch gestrig.

Obwohl Xul Zolar außer einer Single namens "Hex" zunächst keinerlei relevant verbreiteten Veröffentlichungen aufweisen kann, hagelt es 2013 bereits Festivaleinladungen gen Dockville oder Immergut. Auch namhafte, längst etablierte Kollegen wie Sohn oder Future Islands setzen Xul Zolar gern als Support auf Tourneen ein.

2015 erscheint die EP "Tides" und findet bei Fans wie Kritikern gleichermaßen Anklang. Gigs in Frankreich, Italien oder der Schweiz erhöhen den Bekanntheitsgrad und festigen ihren Ruf als Live-Topact. Dennoch dauert es noch drei Jahre, bis das Full Length-Debüt "Fear Talk" Anfang 2018 erscheint. In der Zwischenzeit findet ein Wechsel auf der Position des Drummers statt. Dennis Hoffmann heißt der neue Mann und erweist sich als Schlüssel zur weiteren Vertiefung ihres Sounds. Hoffmann fährt eine Wagenladung organischer Percussion und Drumsounds auf, die das Klangbild der Combo ideal ergänzt.

Auf "Fear Talk" rückt dieser Effekt ins Zentrum und belebt die allenthalben vorherrschende Melancholie. Mit diesem Alleinstellungsmerkmal im Rücken gewinnen sie weitere Anhänger, erstmals bundesweites Airplay und mediales Lob vom Blätterwald.

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Xul Zolar - Fear Talk: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 4 Punkte

2018 Fear Talk

Kritik von Ulf Kubanke

Volle Möhre 80er, aber weder retro noch gestrig. (0 Kommentare)

Termine

Mi 25.09.2019 Köln (Bumann & Sohn)
Do 26.09.2019 Darmstadt (Schlosskeller)
Fr 27.09.2019 Nürnberg (Club Stereo)
Sa 28.09.2019 München (Heppel & Ettlich)
So 29.09.2019 St. Gallen (Grabenhalle)

Surftipps

  • Xul Zoral

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    https://xulzolar.bandcamp.com
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