"Wer soll das denn sein?!", schrieb mir mein Lehrer Ende der Neunziger mit Rotstift an den Rand der verkackten Klausur, in der ich die revolutionären Ideen des "Ökonom und Philosophen Maynard James Keenan" erläuterte. So weit war es also schon gekommen, dass ich den Frontman einer Progrock-Truppe, …

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  • Vor 7 Jahren

    Sehr gute Review - 100% Zustimmung! Unendlich geile Platte. Die neue muss kommen!

  • Vor 7 Jahren

    Liebe Fr. Locker,
    ich habe Ihnen in den letzten Jahren immer wieder Komplimente bzgl. Ihres vortrefflichen Musikgeschmacks und der lebendigen Art, diesen anhand Ihrer unterhaltsamen Rezensionen zu umreißen, gemacht.
    Jetzt haben Sie DAS prägende Album meiner Teenagertage und der kompletten Mittneunziger rezensiert - und sich glücklicherweise nicht der allseits lockenden Venusfalle einer tiefgehenden Lyrikinterpretation hingegeben.
    Nein, ich bin vielmehr so zufrieden, dass laut.de jetzt auch gerne von seinem Haus- und Hoftroll zerfetzt werden kann, vorher durfte ich noch eine exquisite Rezension Fr. Locker zu einem meiner wirklich absoluten Lieblingsalben genießen... Welch eine Henkersmahlzeit ;)

  • Vor 7 Jahren

    Wahnsinnsalbum, toll in Worte gefasst. Weiter so, laut.de!

  • Vor 7 Jahren

    Absoluter Knaller, habe sie früher rauf und runter gehört- mit dem Ergebnis, dass ich sie heute nicht mehr hören mag. War wohl 1x zuviel ;-)

  • Vor 7 Jahren

    Fanboi Alarm !!!
    Zurecht. Der Meilenstein der Meilensteine

  • Vor 7 Jahren

    geil geil geil.
    Fortysix 2 sowie Third Eye sind immer wieder der Burner - unter anderem.

    einziger Punkt: ich hab "Die Eier von Satan" immer anders aufgefasst. Ich hab da nie die Nazi-Vibes gehört. Für mich ist das eher eine Persiflage für dieses "ich bin so ein böser Satanist - öhöhöhöhö" von wegen: Red ein wenig von Satan im Refrain und die ganzen Bubies (aus "hooker with a Penis" namentlich) fressens dir aus der hand.
    Tönt ja wie ne beschwörung des Leibhaftigen, ... sofern man kein Deutsch kann.

    Humorvoll und doch textlich, lyrisch, musikalisch grosses Kino.

    Aber das ist nunmal Tool. Gut, dass man keine Lyrikinterpretation macht (wie soulburn sagte) - denn das muss jeder ein bisschen mit sich selber ausmachen.

    btw. ich hab mich gefragt, wann Tool als Meilenstein kommt. Allerdings hätt ich vielleicht eher auf Lateralus getippt. Wobei ... die Alben halten sich die Waage irgendwie.

  • Vor 7 Jahren

    /e meint:
    jetzt brauch ich noch sowas wie Orchid von Opeth, dann bin ich voll hin und weg :D

  • Vor 7 Jahren

    Wäre ja eher für Lateralus als Meilenstein, vielleicht lags dran dass es meine erste Tool-Platte war, trotzdem: dieses Album hier ist natürlich auch absoluter Kult (für mich ein würdiger zweiter, freu mich auf das baldige Neuwerk (in 2014 ... 15 ... ???? )

  • Vor 7 Jahren

    @Fear_Of_Music (« Wäre ja eher für Lateralus als Meilenstein, vielleicht lags dran dass es meine erste Tool-Platte war, trotzdem: dieses Album hier ist natürlich auch absoluter Kult (für mich ein würdiger zweiter, freu mich auf das baldige Neuwerk (in 2014 ... 15 ... ???? ) »):

    Das Album soll ja schon fast fertig sein laut Danny Carey, nur Maynard findet i-wie sein weg nicht ins Loft.

  • Vor 7 Jahren

    einzigartiges album! pushit definitiv einer der besten songs aller zeiten
    in 2 wochen live! 8-)
    p.s. ich glaube es heißt "konzis"

  • Vor 7 Jahren

    Nee, ich feier so dermaßen, dass sie Aenima den Vorzug vor Lateralus gegeben hat... Ein Lebensretter, diese Platte. Ein solides Bollwerk vor der Scheiße, die man in dem Alter von der Gesellschaft an sich herangetragen sah, mit dem man vielmehr de facto damals schon bombardiert wurde...
    Mit Lateralus konnten sie zwar auch in Deutschland verdientermaßen, zumindest halbwegs, den kommerziellen Rahm abschöpfen. Super Album, klasse Produktion, musikalisch absolut top - rein musikalisch im Prinzip sogar die für jede Band an diesem Punkt absolut verfrühte Perfektion einer selbsterschaffenen Nische - und doch wirkt sie auf mich persönlich an vielen Stellen so distanziert, so unnahbar. Insgesamt zu kalt... vielleicht einfach zu perfekt? Schwer zu verbalisieren...
    Aenima dagegen... im Laufe der gut 5 Jahre Heavy Rotation zwischen 1996-2001 hat jedes Geräusch, jeder Akzent, jede verdammte Zeile ob gewispert oder geschrien auf dieser Platte mindestens einen Schlüsselmoment meines damaligen Lebens untermalt und wurde so verknüpft unweigerlich für immer in meinen Neokortex gebrannt...
    Top 5 der persönlichen Alltime-Fav-Platten und auch definitiv eine der drei Platten für die einsame Insel. Diesen Status genießen ihre bisherigen Nachfolgerinnen bei mir nicht ;)

  • Vor 7 Jahren

    @soulburn (« Nee, ich feier so dermaßen, dass sie Aenima den Vorzug vor Lateralus gegeben hat... Ein Lebensretter, diese Platte. Ein solides Bollwerk vor der Scheiße, die man in dem Alter von der Gesellschaft an sich herangetragen sah, mit dem man vielmehr de facto damals schon bombardiert wurde...
    Mit Lateralus konnten sie zwar auch in Deutschland verdientermaßen, zumindest halbwegs, den kommerziellen Rahm abschöpfen. Super Album, klasse Produktion, musikalisch absolut top - rein musikalisch im Prinzip sogar die für jede Band an diesem Punkt absolut verfrühte Perfektion einer selbsterschaffenen Nische - und doch wirkt sie auf mich persönlich an vielen Stellen so distanziert, so unnahbar. Insgesamt zu kalt... vielleicht einfach zu perfekt? Schwer zu verbalisieren...
    Aenima dagegen... im Laufe der gut 5 Jahre Heavy Rotation zwischen 1996-2001 hat jedes Geräusch, jeder Akzent, jede verdammte Zeile ob gewispert oder geschrien auf dieser Platte mindestens einen Schlüsselmoment meines damaligen Lebens untermalt und wurde so verknüpft unweigerlich für immer in meinen Neokortex gebrannt...
    Top 5 der persönlichen Alltime-Fav-Platten und auch definitiv eine der drei Platten für die einsame Insel. Diesen Status genießen ihre bisherigen Nachfolgerinnen bei mir nicht ;) »):

    geht mir ganz genauso, im vergleich zu den nächsten beiden wirkt aenima auf mich organischer und atmosphärischer
    wobei es mir viel leichter fällt, 10000 days oder lateralus am stück zu hören, dazu sind mir auf aenima zu viele "spielereien"
    aber 3, 4 songs machen die platte schon so genial, was sie ist
    lateralus kommt mir dagegen immer noch wie eine große, mysteriöse maschine vor.. 10000days im vergleich schon fast poppig (lost keys gibt mir allerdings immer noch gänsehaut)

  • Vor 7 Jahren

    Was ist eigentlich mit Undertow? Ist die einzige Toolplatte, die mir noch fehlt. Geht die in eine ähnliche Richtung wie Aenima?

  • Vor 7 Jahren

    schwer zu sagen. Es ist halt Tool, es geht in eine änliche Richtung, aber jede Toolplatte ist eben doch irgendwie immer anders.

    ich persönlich sag mal, wenn die Aenima (und Lateralus und 10'000 Days) gefällt, gefällt dir Undertow wahrscheinlich auch.

  • Vor 7 Jahren

    @Gentleman Junkie (« Was ist eigentlich mit Undertow? Ist die einzige Toolplatte, die mir noch fehlt. Geht die in eine ähnliche Richtung wie Aenima? »):

    Die ist roher, rockiger, in vielerlei Hinsicht "konventioneller" als ihre Nachfolgerinnen.
    Ein für 1993 extrem gutes Rockalbum, dem man das später entfaltete Potential der Band schon an vielen Ecken anmerkt.
    Es wird auch klar, dass der damalige Basser einen Großteil des eigentümlichen Sounds der Band schon mitentworfen hatte, die Platte hat außerdem eine für die "bescheidenen" Mittel wirklich differenzierte und absolut eigentümliche Produktion, übernommen von Tool selbst in Zusammenarbeit mit Sylvia Massy, wie gesagt eine Großtat für das VÖ-Jahr, das Genre im weitesten Sinne, die vorhandenen Mittel.
    Mit "Sober" ist natürlich ein Überhit drauf, und die 2 ersten (fast) voll-animierten Videos (neben Sober: Prison Sex) der später legendären Reihe von Adam Jones warf es ab.
    "Bottom" liebe ich für den Gastauftritt von Henry Rollins und den großartig aufgebauten Refrain, das Titelstück der Platte lässt einen solchen nur einmal wirklich auftauchen, und der klingt GENAU SO, wie man sich "undertow" per definition vorstellt: extrem mitreißend.
    Das Riff des Openers rotze ich heut noch gern bei soundchecks raus, klingt einfach herrlich edgy. Rundum definitiv ein Album, was sich nicht nur für Tool-Fanbois lohnt, einen jungen, musikalisch hungrigen Maynard in Bestform zeigt und eben wie erwähnt im Gesamtkontext der Band stimmig belegt, wo das Potential der Band für spätere Alleinstellungsmerkmale lag.
    Undertow wird für jemanden, der es als letztes der Tool-Alben kennenlernt, sicher niemals zum Lieblingsalbum dieser Band, aber es zeigt eben deutlich, dass alles, was auf Aenima und später passierte, nicht aus dem "nichts" kam, sondern einer musikalisch logisch nachvollziehbaren Entwicklung folgte.
    Es ist das einzige Mal, dass man dieser Band auf Albenlänge nachweisen kann, auch nur mit Wasser gekocht zu haben - und doch haben die Drecksäcke scheinbar unbemerkt nen Tropfen LSD untergemischt ;)

  • Vor 7 Jahren

    Ich bin mehr auf der Seite von Lateralus, aber auch das Album hier kann natürlich ohne weitres ein Meilenstein sein, keine Frage. Wieder mal ne gute Wahl von laut.de, hinsichtlich der Meilensteine ist so gut wie nie eine Niete dabei.