laut.de-Kritik

Die Iren sind so ausgebrannt, dass sie schon Asche husten.

Review von

Wieso ist nie ein Eimer zum reinkotzen da, wenn man einen braucht? Wieder einmal hat es eine Band nicht geschafft, mit Würde in den Sarg zu springen und dort mit ein paar unsterblichen Klassikern fröhlich vor sich hin zu modern.

Nein, man muss ja mindestens noch ein Album mehr auf den Markt bringen, das so belanglos, schnarchnasig und einfach nur ärgerlich ist, dass man sich allen Ruhm der vergangenen Tage in die Haare schmieren kann. Fast schon lustlos muss man den Schrammelrock nennen, der einem auf "Crooked Timber" entgegen schallt.

Die Rede ist hier von Therapy?, einer Band, die mit "Nurse", "Troublegum" und vielleicht noch "Shameless" ein paar richtig starke Alben veröffentlicht hat, immer wieder Mut zu neuen Ideen bewies und damit auch hin und wieder mal auf die Schnauze geflogen ist.

Dass nach "One Cure Fits All" erst mal Ruhe war, dürften nur wenige Leute wirklich bedauert haben, aber warum mussten sich die Iren nun mit "Crooked Timber" zurück melden und einen musikalischen Furz ablassen, wie er mir nach 16 Bier nicht trauriger hätte entfleuchen können?

Fragte ich mich eingangs noch, wieso man ein uninspiriertes Stück Musik wie "The Head That Tried To Strangle Itself" als Opener auf seine CD packt, ist spätestens nach dem dritten Song klar, dass da einfach nichts Besseres dabei war. Die Überschrift zu dieser Review sollte eigentlich lauten: "The Ear That Tried To Rip Its Own Eardrum".

Wie kann es sein, dass eine Band, die für Hits wie "Sreamager" und "Going Nowhere" verantwortlich ist, nicht nur kein Feuer mehr im Arsch hat, sondern wahrscheinlich schon so ausgebrannt ist, dass sie morgens erst mal ein Pfund Asche aushustet?

Die größte Frechheit steht allerdings mit dem über zehnminütigen "Magic Mountain" noch bevor. Nennen wirs beim Namen, Leute: Das ist ganz übler Scheiß! Sowas schreibt man normalerweise nur, wenn man auf Magic Mushrooms ist und zuviel "Puff The Magic Dragon" gehört hat. So strecken sonst höchstens Metallica einen Song, ohne auf den Punkt zu kommen.

"Crooked Timber" ist ein zutiefst enttäuschendes Album und auch wenn mancher Text durchaus Charme aufweist und "Somnambulist" zumindest einigermaßen hörbar ist, muss das Urteil über die Scheibe vernichtend ausfallen. Ich schmeiß jetzt "Troublegum" rein und stell mir vor, Andy Cairns hätte noch Eier und würde nicht einen auf Emo machen.

Trackliste

  1. 1. The Head That Tried To Strangle Itself
  2. 2. Enjoy The Struggle
  3. 3. Clowns Galore
  4. 4. Exiles
  5. 5. Crooked Timber
  6. 6. I Told You I Was Ill
  7. 7. Somnambulist
  8. 8. Blacken The Page
  9. 9. Magic Mountain
  10. 10. Bad Excuse For Daylight

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55 Kommentare

  • Vor 12 Jahren

    Selten eine so schlecht geschriebene Rezension gelesen. Selbst ein Veriss sollte mit dem einen oder anderen, nachvolziehbaren Argument aufwarten können. Nur Auskotzen macht noch keinen Journalismus.

    Schön wäre auch gewesen, wenn es stilistisch nicht ganz so arg nach Schülerzeitung klingen würde.

    Note: Ungenügend.

    Setzen.

  • Vor 12 Jahren

    Selten eine so schlecht geschriebene Rezension gelesen. Selbst ein Veriss sollte mit dem einen oder anderen, nachvolziehbaren Argument aufwarten können. Nur Auskotzen macht noch keinen Journalismus.

    Schön wäre auch gewesen, wenn es stilistisch nicht ganz so arg nach Schülerzeitung klingen würde.

    Note: Ungenügend.

    Setzen.

  • Vor 12 Jahren

    Interessanter wäre gewesen, deine Einschätzung zu lesen als den fünftausendsten Rezensionsklatscher.