Tool spielten am Sonntagabend ihr erstes Deutschland-Konzert seit über einem Jahrzehnt – und triumphierten auf ganzer Linie.

Berlin (mbr) - Die Vorfreude ist groß, die Mercedes-Benz-Arena längst völlig ausverkauft und auch die Begeisterung an jenem Abend trägt den besonderen Umständen Rechnung. Über zehn Jahre waren Tool nicht mehr auf deutschen Bühnen zu sehen – jetzt, mit dem neuen Album in der Pipeline, war es dann sogar für die Herren Keenan, Carey & Co., die sich ja gerne mal Zeit lassen, mal wieder an der selbigen.

Punkt einundzwanzig Uhr kommt die Band unter tosendem Applaus auf die Bühne und eröffnet den Abend mit dem Titeltrack ihres 1996 erschienenen Albums "Aenima". Maynard James Keenan steht dabei wie immer neben Schlagzeuger Danny Carey und gibt sich enigmatisch. Die Setlist an diesem Abend stellt einen Querschnitt durch das Schaffen der Band dar. Mit "Descending" und "Invincible" geben sie auch einen Ausblick auf das angeblich im August erscheinende neue Album. Die Tracks hat die Band bereits bei vergangenen Live-Konzerten vorgestellt. Sie fügen sich nahtlos in das hypnotische Spektakel an diesem Abend ein.

Apropos Spektakel: Zu einer Tool-Show gehört natürlich auch der visuelle Aspekt. Hier bleiben Maynard & Co. ihren Fans wenig schuldig. Neben immersiven Visuals, die mit den Videos und den Cover-Artworks der Band spielen, schießt die Band auch bunte Laserstrahlen quer durch den Saal.

"Vor 26 Jahren wart ihr noch nicht mal Sperma!"

"How many of you are under 26?" , fragt Maynard James Keenan an einer Stelle. "When we wrote this next song you weren't even sperm yet". Es ist die erste Ansage des Abends, sieht man vom Städtenamen der deutschen Hauptstadt ab, den der Sänger nach dem Opener gen Publikum murmelte. Danach spielt die Band "Intolerance" vom 1993 erschienenen Longplayer "Undertow".

Wer sein Handy zückt, fliegt raus!

Fotografieren ist natürlich strengstens verboten. Wer sein Handy zückt, fliegt raus. Beim letzten Lied erlaubt es Herr Maynard seiner Gefolgschaft aber dann doch, und hier und da tauchen ein paar leuchtende Displays im Tool-Himmel auf.

Spielerisch geben sich Tool an diesem Abend in Topform – und verabschieden sich nach gut zwei Stunden mit "Stinkfist".

Setlist:

  • Aenima
  • The Pot
  • Parabol
  • Parabola
  • Descending
  • Schism
  • Invincible
  • Intolerance
  • Jambi
  • Forty Six & 2
  • CCTrip
  • Vicarious
  • Ions (Tape)
  • Stinkfist

Prominente Besetzung auch hinter der Bühne: Christoph Schneider von Rammstein und Billy Corgan backstage mit Adam Jones und Danny Carey von Tool:

Vom Tool-Konzert in St. Louis vor drei Wochen gibt es einen kompletten Youtube-Mitschnitt:

Fotos

Tool

Tool,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger) Tool,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger) Tool,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger) Tool,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger) Tool,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger) Tool,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger) Tool,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger) Tool,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger) Tool,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger) Tool,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger) Tool,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger) Tool,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger) Tool,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger)

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10 Kommentare mit 81 Antworten

  • Vor 4 Monaten

    Endlich mal Forty-Six & 2 live zu hören bekommen, das blieben sie die letzten 3 Konzerte, bei denen ich war, schuldig. :D

    Mit Intolerance haben sie mich wirklich überraschen können, auch, da ich im Vorfeld nicht geschaut habe, wie die Setlist bei den ersten Konzerten dieser Reihe aussah... Definitiv einer meiner Favoriten gestern Abend.

    Im Vergleich zu APC war der Klang nicht ganz so brilliant, bei dieser viel größeren Arena wohl auch nicht verwunderlich. Ebenso wenig wie die Laune vom Maynard anscheinend mal wieder... aber geradezu typisch für meine Erfahrungen mit ihren Auftritte in Deutschland.

    Unsere Plätze waren die schlechtesten, um irgendwas vom Bühnengeschehen mitzuerleben, aber so ziemlich die besten für die Video- und Lasershow. Muss eingestehen, dass ich wohl so langsam auch in das Alter komme, dies zusammen mit dem Sitzplatz angemessen wertschätzen zu können, zumal Tool den Fokus inzwischen ja eindeutig auf den technikgestützten Teil ihrer visuellen Show-Elemente richten.

    Alles in allem ein sehr gelungenes Konzerterlebnis. Hab zwar kein handsigniertes Trommelfell für 750€ erworben, aber dafür jetzt einen Leasingvertrag bei einem namhaften deutschen Autohersteller.

    4/5, würde wieder konsumieren.

    • Vor 4 Monaten

      Son ollen Stuttgarter hast Du Dir aufschwatzen lassen...großer Fehler ;)

    • Vor 4 Monaten

      Kann ich eigentlich fast alles so unterschreiben, bis auf das mit der Video- und Lasershow. Das mag auch an den in den letzten 12 Jahren hochgeschraubten Erwartungen liegen, da das mein erstes TOOL-Konzert überhaupt war, aber mir kam das irgendwie sehr gewollt und drübergestülpt vor, und nicht so "organisch", wie es mir oft angepriesen wurde. Artwork und optische Gestaltung gefallen mir aber schon seit jeher nur z.T., ab Lateralus und mit Alex Greys Mitwirken bin ich da eher raus.
      Ansonsten waren Forty-Six & 2 und Intolerance (auch) meine persönlichen Highlights und Invincible ging mir live wesentlich besser rein, als auf den zuvor gehörten Aufnahmen, hätte mir aber gewünscht, dass ein Track weniger von der 10,000 Days und dafür einer mehr von der Undertow dabei gewesen wäre. Oder statt dem ausufernden Teil in Schism vielleicht eher ein knackiges Hush am Ende der Show platziert, aber das ist jetzt auch schon viel der Träumerei.
      Achso, kam mir das eigentlich nur so vor, oder bestand der CCTrip zu einem nicht unerheblichen Teil aus einer Drumsequenz aus Right In Two?

    • Vor 4 Monaten

      Und liebe Grüße gehen latürnich raus an den grundguten Para :)

    • Vor 4 Monaten

      Die Freude war auch auf meiner Seite.
      Grüße zurück, natürlich auch an D. und K.

      :klatbier:

    • Vor 4 Monaten

      cold&ugly wär natürlich auch nice. geilste Bassline wo gibt.

    • Vor 4 Monaten

      Sorry nochmal @Para und @Tooli, dass es mit'm Treffen nicht geklappt hat... War schon etwas überladen an dem Tag mit Geburtstag meines Brudis und Ansprüchen meiner Berliner Konzertbegleitung...

      Wegen CCTrip / Right in Two - ist mir nicht aufgefallen, könntest aber durchaus recht haben... bei Drum Patterns alleine schalt ich ab und zu bissl später, bzw. im Konzi-Kontext auch mal zu spät.

      Hatte die beiden neuen Stücke vorher gar nicht gehört, aber auch hier Zustimmung @Tooli - das letzthin gespielte ("Invincible", wie mein Bruder mich belehrte) ging mir echt sofort gut rein, bei "Descending" fehlte mir nach einmaligem dortigen Hören noch etwas der rote Faden, den die Bass-Line bei Invincible ziemlich eindeutig umreißt.

      Und nochmal Zustimmung bzgl. gewünschter höherer Ausgewogenheit bei der Setlist. Wenn auch schon besser als zu den 10.000 Days-Touren hätte es für mich von dieser Platte gerne eins weniger und dafür eins mehr von irgendeiner anderen sein dürfen.

      Aber das sind nach Sonntag eindeutig Luxusprobleme.

    • Vor 4 Monaten

      kann den 10'000 Days Hate nicht ganz raffen aber gut.

    • Vor 4 Monaten

      Die beiden neuen Tracks gingen mir auch sehr viel besser rein als von den Live-Mitschnitten. Hat mich vor allem bei Invincible überrascht, da ich das eigentlich eher unspannend fand, aber die Gesangsmelodien fand ich live richtig hinreißend.

      Was die Setlist angeht, wären sicher noch zwei Stunden mehr drin gewesen, aber das hätte mein Nacken nicht ausgehalten. Und Aenema an den Anfang zu stellen empfand ich als nicht so gelungen, muss ich sagen.

    • Vor 4 Monaten

      "kann den 10'000 Days Hate nicht ganz raffen aber gut"

      Also bei mir ist das kein Hate, sondern eher sowas wie "weniger emotional-nostalgische Bindung" als bei den Vorgängern. Technisch weiß ich die 10.000 Days auch sehr wertzuschätzen. Aber Aenima und Lateralus haben mich und meinen damaligen Freundes- und Mitmusikerkreis ab Veröffentlichung maßgeblich geprägt, durch die Jugend und das junge Erwachsenenleben begleitet, waren in dunkelsten Stunden genauso präsent wie zu persönlichen Erfolgserlebnissen, wurden auf jeder Hausparty, in jedem Indie-Club und auf jedem popeligen Mini-Festival aus der Konserve gespielt - im Zweifelsfall auf Initiative meiner Freunde und mir, spätestens wenn wir die Beschallungsanlage der Party kaperten...

      ...zur VÖ von 10.000 Days waren wir dann alle um die Mitte 20, irgendwo in Europa und der Welt verstreut und mit den eigenen Lebensansätzen beschäftigt. Die "Gemeinschaftserfahrungen" mit/zu dieser Platte waren deutlich weniger als vorher, obwohl wir zumindest in ner größeren Gruppe nochmal eines der 10.000 Days-Konzis in D besucht haben. Zugleich gelang es mir trotz häufigen Hörens der Platte nach VÖ irgendwie nie, persönlich eine ähnlich emotionale Bindung zur Platte durch "Begleitung während persönlicher Höhen und Tiefen" aufzubauen... mein Leben war ein anderes und 10.000 Days konnte die damals vorherrschenden Stimmungen nicht adäquat unterstreichen.

      Entsprechend ist bis heute live der Kopffilm ein völlig anderer, je nachdem, ob was von der 10.000 Days oder von davor gespielt wird... Bei sowas wie "Jambi" oder "Vicarious" kann ich sehr gut im Hier und Jetzt verweilen, eine angenehme und inspirierende Konzerterfahrung wahrnehmen, die technischen Leistungen aller Akteure anerkennen - aber das ist nicht vergleichbar mit der wohlig-einlullenden Reise durchs Kabinett eigener Erinnerungen, wenn sie sowas wie "Lateralus" oder "Pushit" anstimmen. Und dieser letzthin beschriebene Kopffilm ist schon eher das, worauf ich auf einem Tool-Konzert in erster Linie aus bin - sonst könnte ich ja auch zu Dream Theater gehen :p

    • Vor 4 Monaten

      Ich denke aber, das lässt sich tatsächlich zumindest z.T. auch in der Musik selber begründen. Wenn man sich jetzt beispielsweise Maynard zu Undertow-Zeiten anschaut, war das damals sicherlich noch ein wesentlich abgefuckterer Mensch, wohingegen er inwischen wohl ziemlich gut im Leben angekommen ist und seinen Kram im Griff hat. Und zwischen diesen beiden Polen liegen halt die Momente der persönlichen Entwicklung und Katharsis, die meistens zu der besten und zwingendsten Musik führen, die ein Künstler so produzieren kann. Ob das für die anderen Bandmitglieder auch analog so war ka, vom emotionalen Innenleben des Sängers und Lyrikschreibers bekommt man halt tendenziell am meisten mit.
      Wobei ich finde, dass tool das tatsächlich immernoch sehr gut machen. Während ein Reznor z.B. inzwischen fast nur noch Suppe produziert, sind tool mit 10,000 Days eigentlich sehr gut gereift. Das absolut Zwingende fehlt vielleicht und lässt sich so auch nicht mehr erreichen, aber auf allen anderen Ebenen sind sie eigentlich mindestens genauso gut geblieben, haben sich teilweise sogar noch verbessert. Die beiden 10,000 Days Stücke z.B. müssen sich mMn sowohl rein musikalisch als auch bezüglich des emotionalen Punches ganz sicher nicht vor ihren besten Stücken verstecken.

    • Vor 4 Monaten

      "You cannot scream your whole life."

    • Vor 4 Monaten

      das versteh ich gut was ihr da beschreibt.
      Ich habe Tool eher mit 10'000 Days und Lateralus kennen gelernt und dann rückwärts die früheren Werke erkundet.
      Daher habe ich vielleicht immer schon einen eher technischen Zugang und weniger einen emotionalen zu der Musik... wobei man natürlich nie "ohne emotion / erinnerung" an einem Album hängt.

      Was Konzerte angeht, da ist es sowieso nochmal so eine Sache. Ich musste für mich begreifen, dass ich Liveauftritte einfach nicht abkann... Da bleib ich lieber aufm Sofa und chille mit Kopfhörern. Live rumstehen und mich schubsen lassen hat für mich immer schlechtere Qualität, und auch Live-Aufnahmen schätzte ich zu 90% nicht. Aber auch da ist jeder anders. ^^

    • Vor 4 Monaten

      "Wobei ich finde, dass tool das tatsächlich immernoch sehr gut machen. Während ein Reznor z.B. inzwischen fast nur noch Suppe produziert, sind tool mit 10,000 Days eigentlich sehr gut gereift"

      Vollste Zustimmung. Hat kaum ein Act so sehr an musikalischer Bedeutung in meinem Leben verloren wie NIN nach "The Fragile".

      Erwartungen ans Tool-Album bleiben aus o.g. und anderen Gründen dennoch verhalten, damit's im Verhältnis nicht so enttäuschend wird wie 10.000 Days damals.

  • Vor 4 Monaten

    Dieser Kommentar wurde vor 4 Monaten durch den Autor entfernt.

  • Vor 4 Monaten

    na, können die Herren auch mal länger spielen, wie es scheint!
    Erinnere mich, dass ich sie vor ca. 15 Jahren mal in der Philipshalle Düsseldorf gesehen habe. Wegen eines beruflichen Termins war ich etwa eine Stunde zu spät dran. Dachte mir, na gut, dann hast du halt die Vorband verpasst, Scheiß drauf!
    Pustekuchen! Keine Vorband! Und die Penner haben gerade mal 75 Minuten gespielt, so dass ich gerade mal die letzte Viertelstunde mitbekommen habe. Seitdem sind die für mich gestorben!

  • Vor 4 Monaten

    das neue album wird bestimmt so richtig scheiße oder ein aufguss, wenn es denn kommt. tool ist tot. fertig.

    • Vor 4 Monaten

      Wenn es für Tool-Verhältnisse "richtig scheiße" wird, wird es vermutlich eine der besten Veröffentlichungen des Jahres sein.

    • Vor 4 Monaten

      @ Ragism: Korrekt!

    • Vor 4 Monaten

      Ok ich füttere mal kurz den Troll:

      Die beiden neuen Songs, die sie gespielt haben, waren mit Abstand die interessantesten der ganzen Setlist. Wenn das Album (Release übrigens am 30. August, wie auf dem Konzert angekündigt) auch nur halb so geil wird wie das bisher gespielte Material, wird die Platte vielleicht genau das, wonach Rockmusik seit gefühlt 10 Jahren auf der Suche ist...

    • Vor 4 Monaten

      für die fanboys die nach über 10 auch jeden dreck fressen würden vlt.

    • Vor 4 Monaten

      erfolgreich gefüttert... bist du fein satt? Jetzt noch schnell in die Wanne und dann ab mit dir...

    • Vor 4 Monaten

      ich vergesse mal einen moment, dass ich tool für eine überbewertete kackband halte. was ist an tool so genial?

    • Vor 4 Monaten

      Fang du doch erstmal an und erkläre uns Fanhörnchen warum Tool eine „überbewertete Kackband“ sein soll!

    • Vor 4 Monaten

      Da Musikgeschmack letztlich, nun ja, Geschmackssache ist, können wir ja vielleicht erst einmal auf das etwas objektivere Kriterium der "Kompetenz" zurückfallen und dort feststellen, dass Keenan ein absoluter Ausnahmesänger, Carey ein absoluter Ausnahmedrummer ist und die anderen beiden Olegs jetzt auch nicht besonders unbegabt oder unkreativ sind. Alle einverstanden?

    • Vor 4 Monaten

      Korrekt, Gleep Glorp. Selbst bei Bands, die den eigenen Geschmack nicht treffen, sollte man doch zumindest in der Lage sein zu erkennen, auf was für einem Niveau alle spielen. Danny Carey ist ein absolutes Wunderkind der Metren und spielt stets lebendig und intensiv. Maynard ist das lebende Aushängeschild für harte Schreie und sanfteste Melodien. Jones und Chancellor treiben die ganze Sache dann mit komplexen, aber eingängigen Läufen nach vorne. Sie alle sind Meister ihrer Metiers.

      Klar ist das subjektiv. Aber wer das nicht mal ansatzweise hört, kann keine Ohren haben.

    • Vor 4 Monaten

      vielleicht beim Hören einfach überfordert?

    • Vor 4 Monaten

      seit wann überfordert langeweile?

    • Vor 4 Monaten

      Naja, wenn man dich jetzt in einen Vortrag zu irgendeinem hochkomplizierten wissenschaftlichen Thema setzt, von dem du keinerlei Ahnung hast - weiß ich jetzt nicht, was das in deinem Fall wäre - dann wird es dich auch überfordern und du wirst es DESWEGEN langweilig finden. Von daher kann Langeweile durchaus auch Ausdruck von Überforderung sein.

    • Vor 4 Monaten

      don't feed the troll ^^

    • Vor 4 Monaten

      überwertete kackband = zitat von hier. ich glaube vom schwinger oder dem siegertypen aka pete_o_phil aka inkarnation xy

    • Vor 4 Monaten

      aber tool gibt mir in der tat überhaupt nichts. ähnlich wie radiohead. tolle musiker, aber die stimme ist nicht zu ertragen.

    • Vor 4 Monaten

      dazu ist keenan ein heuchler vor dem herrn

    • Vor 4 Monaten

      Uff...Tool und Radiohead in einem Satz gedisst. Großer Sport!
      Aber ich hau mal ungefragt meine „Kann den Kult nicht nachvollziehen“ Band raus.
      U2! Ich hasse die einfach!

    • Vor 4 Monaten

      "... wird die Platte vielleicht genau das, wonach Rockmusik seit gefühlt 10 Jahren auf der Suche ist..."

      Wonach sucht "die Rockmusik" denn? Hat die sich mittlerweile verselbstständigt?

    • Vor 4 Monaten

      Ist vielleicht nur meine Meinung. Aber ungefähr zu Beginn dieses Jahrzehnts hatte sich Rockmusik bereits weiter entwickelt. Obs nun Bands wie Vampire Weekend waren, die eine ganz neue, nervige und egale Dudelei salonfähig gemacht haben oder Bands wie Foals, die mit Elementen des Rave und Techno ihr Rock-Grundgerüst erweitert haben, ODER eben Bands wie Foo Fighters, die eher wenig an ihrer Formel verändert haben, - klingt heute alles gleich egal und wenig relevant. (Absolut nix gegen Foo Fighters)...
      Oder wie Greta van Fleet vor 1-2 als die neuen Heilsbringer des Rock gefeiert wurden. Aber wo sind die eigentlich heute? Bands wie Bloc Party sind vergessen. Die einzigen aus der Ära, die noch da (und vielleicht relevant) sind, die Arctic Monkeys, machen jetzt Lounge-Jazz...

      Im Moment ist zum Beispiel HipHop die wesentlich spannendere, innovativere Musik, es treten heute andere Acts beim SuperBowl oder ähnlichen Events auf als noch vor 10-15 Jahren. Klar, da waren eben die Red Hot Chili Peppers angesagt. Ist nicht so, dass ich dem hinterher trauere. Man entwickelt sich ja auch persönlich weiter. Auffällig finde ich es aber trotzdem...

    • Vor 4 Monaten

      da ich sowieso ein Toolfanboy bin werd ich das Album auch kaufen wenn Maynard einfach nur fifty shades of gray auf französisch vorliest von dem her...

      aber dasselbe gilt für Meshuggah. Finden viele Scheisse, aber noch jeder muss zugeben dass die Knaben technisch einfach awesome sind.

      Oder Dream Theater, super Musiker... für mich irgendwie meh.

      that's life.

    • Vor 4 Monaten

      "Oder Dream Theater, super Musiker..."

      Naja. Technisch vielleicht, aber davon, die Mucke zu fühlen, haben die (allen voran der unsägliche Rudess) noch nie was gehört. Jeder halbwegs ausgebildete Jazzer lacht sich über deren Mangel an Feinfühligkeit den Arsch ab, und im Progbereich lacht man sich über ihr Songwriting den Arsch ab, weil sie Länge und Notendichte mit Komplexität verwechseln. Im Grunde lacht sich jeder den Arsch ab, außer den paar Fans...

    • Vor 4 Monaten

      eben genau das. Technisch top... und sonst... meh.

      daher, objektive / technische Komponente vs. Gefühl / Geschmack ist halt immer so ne Sache. Letzteres ist Subjektiv aber am Ende eben entschiedend ob ichs mir kaufe oder nicht.

    • Vor 4 Monaten

      Wie ausdauernd und erschöpfend sich eine Handvoll langhaarige Arbeitslose im Internet über irrelevanten Mist unterhalten kann, fasziniert mich immer wieder aufs Neue. :lol:

    • Vor 4 Monaten

      :???:
      was meinst du damit?
      hier gehts doch um Tool und nicht um DRap?

    • Vor 4 Monaten

      reden wir auf der Musikseite wieder über nichtmusik wie Politik oder so bis sich 20 User einen neuen Nick erstellen müssen, wie klingt das?

    • Vor 4 Monaten

      "Wie ausdauernd und erschöpfend sich eine Handvoll langhaarige Arbeitslose im Internet über irrelevanten Mist unterhalten kann, fasziniert mich immer wieder aufs Neue"

      Sehr lahmer Provo-Versuch. Bitte lösch Dich einfach. :)

  • Vor 4 Monaten

    Prag war auch nice, wenn mir auch jegliche Referenz fehlt :)

    Nur Aenima ganz an den ANfang zu stellen, fand ich ungeschickt, da ich erstmal etwas in Stimmmung kommen musste - mit the Pot wäre es ein weniger steiler Einstieg gewesen.

    Aenima ganz an den Anfang zu stellen und Intolerance in der Setlist zu haben halte ich für politische Statements.

    • Vor 4 Monaten

      "Nur Aenima ganz an den ANfang zu stellen, fand ich ungeschickt"

      Ja, aber wie du schon sagst - Aenima auf der Startposition hab ich ebenfalls als politisches Statement empfunden. 23 Jahre und der Text trifft heute mehr denn je, auch ganz ohne "try and read between the lines"

      ...und in Prag hast du halt immer noch Prag mit dabei! Fantastische Stadt, eine der schönsten in Europa. Wäre bei mir bzw. uns wohl ebenfalls erste Wahl gewesen, wenn Berlin nicht auf den Geburtstag meines Bruders gefallen wäre und eine gute Freundin/Tool-Fan nicht in Spaziergang-Entfernung zur Halle wohnen würde (was ihr sicher noch viel Freude und interessante Fankontakte beschert, nachdem dort fleißig Dieter Bohlen und Sarah Connor als anstehende diesjährige Highlights beworben wurden :D ).

      Gab sich Maynard in Prag eigentlich (rede)freudiger? Im laut.de-Beitrag wird ja jedes Wörtchen gefeiert, seine ein wenig unterkühlt wirkende Stimmung jedoch nicht so wirklich herausgestellt...

    • Vor 4 Monaten

      Ich muss sagen, ich hätte erwartet, dass er gar nichts sagt. Ein Monolog, von wegen, es sei so schön nach so langer zeit und bla, endlich neues album bla, - hätte ich ihm sowieso nicht abgekauft...

    • Vor 4 Monaten

      @Souli: Einmal "Prague" und dann die Ansage, dass wir uns benommen haben und jetzt dumme Dinge tun dürfen (filmen). Zur Verabschiedung wirkte er aber ganz gelöst - hat ein bsschen rumgekaspert - war aber auch als erster von der Bühne.

      Lief in Berlin eigenich auch ein Timer runter vor der Album-Ankündigung?

    • Vor 4 Monaten

      Joa, so als "Pause" bis zur Ankündigung und dem Finale mit Drum-Solo (CCTrip), Vicarious und Stinkfist...

      Hat er in Prag etwa nicht den Spermien-Witz vor "Intolerance" gebracht (und wäre somit noch schweigsamer gewesen als in B)? War in jedem Fall auch in Berlin als Erster runter von der Bühne - ob gelöst, das war von unseren Sitzen aus beim besten Willen nicht festzustellen. Deshalb meinerseits auch nur Mutmaßung hinsichtlich seiner Laune.

      Wobei da die auch in Berlin wieder zu erlebende 4/4-Mitklatsch-Angewohnheit (selbstverständlich gewohnt souverän im falschen Timing) vieler deutscher Konzertgänger sicher ihr übriges zu beigetragen hat... :D

    • Vor 4 Monaten

      ...und bzgl. deiner eigenen Theorie: Wie fandest Du jetzt eigentlich die Gesangsqualität?

      Mir ist z.B. aufgefallen, dass er sich die wenigen Shouts dieses Sets beinahe vollständig gespart hat, manche Parts (zum müheloseren hin) gesanglich variierte bzw. ne Oktave tiefer brachte und bei Vicarious zum Schluss auch mal zwei Zeilen komplett weg ließ...

      Wirkte schon angestrengt, aber insgesamt doch solide. Jedoch nicht so glasklar und on point wie letztes Jahr mit APC...

    • Vor 4 Monaten

      Mitgeklatscht wurde zum Glück nicht (WTF - bei Tool mitklatschen?!). Kann mich an keine weitere Ansage erinnern. Einzige Auffäligkeit war, das Chancellor 46&2 angespielt hat, als Jambi dran war :D

      MJK wirkte "solide" für mich. Ich war an keiner Stelle enttäuscht, aber auch nicht wirklich begeistert. Live-live ist er schon deutlich lebendiger als auf (Handy-)Aufnahmen, wenn ich mir aber alte Sachen anschaue, habe ich das Gefühl, dass er früher klanglich deutlich präsenter war.

      Ein Stück weit kann es an mir liegen - habe schon immer den Eindruck, dass ich mit Live-Sound bei vielen Bands nicht so gut klar komme. Vom Schlagzeug konnte ich auch kaum Details raushören und generell geht bei den üblichen Lautstärken für mich viel in einem "Sound-Brei" unter.
      Dazu kommt, dass ich bei vielen Gesangsparts selbst sehr laut werde...

      Interessanterweise fand ich ihn vor allem bei Invincible ziemlich gut, kann also auch meine sonst krasse Erwartungshaltung sein, die bei dem Song einfach mal nicht vorhanden war. Zusätzlich geht der Gesang bei dem Song eher in Richtung neueren APC-Materials (ruhiger, sanfter)...

      Fest steht, denke ich, dass er eben nicht mehr 100% das Stimm-Monster ist, dass er vor zwanzig-dreißig Jahren war - vor allem was Shouts angeht.

    • Vor 4 Monaten

      Ja, seh ich genauso wie Du. Sie haben sich ja in Interviews bissl zu der "Schwierigkeit" ausgelassen, die neuen Songs für die Livepräsentation vorzubereiten, bevor die endgültige Studioversion feststeht. Könnte mir vorstellen, dass das bei Tool inzwischen auch ähnlich läuft wie es bspw. Radiohead vor ner Dekade mal beschrieben haben: Vor ner neuen Tour kommen sie zusammen und probieren aus, was überhaupt "live noch so funktioniert", müssen sich etliches erst mal wieder ganz neu auf den Kasten schaffen und aus dem, was sie ihrer Meinung nach gut hinkriegen, ein taugliches Set stricken.

      Tool stehen da sicher vor ähnlichen Problemen wie die erklärten Vorbilder Led Zeppelin (und irgendwann vielleicht auch mal Radiohead): Wenn in Jugend und jungem Erwachsenenleben gesangliche Höchstleistungen erbracht werden besteht halt immer das Risiko, dass der/die Sänger*in unabhängig vom Lebensstil im Alter Abstriche machen muss...

      In diesem Sinne deute ich auch die inzwischen nicht mehr vorhandene Abwechslung im Set einer jeweiligen Tool-Tour (die z.B. 2001/2002 zu Lateralus-Shows noch geringfügig gegeben war) - im Vorfeld hierzu wurde sicher genau abgewogen, was noch so innerhalb von Set- und Tourlänge gut funktioniert, aber ein "The Grudge" o.ä stand da sicher nicht oder nur wenig zur Debatte - geschweige denn, ein solches an einem Abend vor "besonders bravem Publikum" mal eben noch aus dem bandeigenen Hemdsärmel zu schütteln...

    • Vor 4 Monaten

      Ja, das erklärt die fehlende Varianz in der Setlist ganz plausibel. Ich glaube aber auch das die Bühnenshow ein limitierender Faktor ist.

    • Vor 4 Monaten

      Könnte mir auch vorstellen, dass sie das schon beim ausklabüstern der Setlist berücksichtigen hinsichtlich vorhandenem Material aus Videos und vergangenen Shows...

      Diesbezüglich kann ich auch @Toolis Einwand von wegen "Drüberstülpen" der Video- und Lasershow nachvollziehen, gerade in Sachen Licht & Laser haben sie dieses mal am meisten draufgepackt - vieles von den auf die Live-Songs "synchronisierten" Videos war auch schon von letzten Europa-Touren bekannt, erschien auch mir damals in Verbindung mit der (diesmal von mir nicht zu beurteilenden) Bühnenshow organischer und wirkte vergangenen Sonntag durch mehr Raum, Nebel, Lichter und Laser lediglich zum Bombast hin aufgeblasen, aber deswegen nicht unbedingt scheiße...

      Ein Stück weit war es schon die "logische Weiterentwicklung der Show in einen größeren Zuschauerrahmen". Aber für Erstbesucher sicher auch ziemlich erdrückend.

    • Vor 4 Monaten

      Ich habe tatsächlich nur so 25% der Bühnenshow mitbekommen. War eher mit der Musik und mir selbst beschäftigt.

  • Vor 4 Monaten

    Hier wird ja fleißig abgewichst, wie mir scheint. :lol:

    • Vor 4 Monaten

      So "richtige" Kuttenträger waren ja ansich gar nicht zu sehen aber ich musste daran denken, dass beim Anblick des btw durch und durch friedlichen Publikums Dein Magen sicherlich rebelliert hätte.
      :D

    • Vor 4 Monaten

      Naja, allein Du und der toolibrudi wären wohl die Lichtblicke gewesen. ;)

    • Vor 4 Monaten

      Das ja nun ohnehin :klatbier:

    • Vor 4 Monaten

      Ich würde natürlich trotzdem niemals auf eine solche Veranstaltung gehen, sollte klar sein. ;)

    • Vor 4 Monaten

      Vermutlich, weil die Musik ein Mindestmaß an Qualität aufweist. Kann mir vorstellen, dass du dich dann lieber ferhältst.

    • Vor 4 Monaten

      Sehr lahmer Provo-Versuch. Bitte lösch Dich einfach.

    • Vor 4 Monaten

      Dieser Kommentar wurde vor 4 Monaten durch den Autor entfernt.

    • Vor 4 Monaten

      Naja, wenn irgendwelche Rapper, die vor 10-20 Jahren mal relevant waren, wieder ein Comeback-Album rausbringen, dann ist das in der Regel kein Grund zur Freude - siehe Beginner, Fettes Brot, Fünf Sterne Deluxe, ... als Rap-Fan ist man solchen Kummer gewohnt.

      Vermutlich fehlt den Metal-Zotteln einfach noch die Erfahrung, nach jahrelangem Warten mal so richtig enttäuscht zu werden.

    • Vor 4 Monaten

      ...und sich halt auch mal von den Jugendsünden zu distanzieren.

    • Vor 4 Monaten

      @ceee3
      kann durchaus sein dass das neue Tool ein Griff ins Klo wird. Ich rechne ein wenig damit enttäuscht zu werden aber ich kreuz natürlich die Finger.

      Das macht allerdings ihre alten Alben in der Retrospektive nicht schlecht. (ausser man fand sie halt immer schon scheisse natürlich ... jeder wie es ihm gefällt)

      abgesehen davon haben es schon einige vorgemacht wie es scheisse laufen kann mitm Comeback, oder war "Chinese Democracy" gut? Habs vergessen.