Jetzt heißt es für viele Teenies: Warm anziehen. Und zwar mit allerhand Tokio Hotel-Textilien. Der Erlös kommt der Aids-Hilfe zugute.

Magdeburg (vog) - Das hat sich so mancher Teenager schon einmal gewünscht: Auf dem Weg zur Schule "durch den Monsun" mit einer schnittigen Regenjacke von Kaulitz und Co. Der Traum ist nun zum Greifen nah. Ende Mai kommt die Kollektion bei einer schwedischen Modekette in den Handel.

Klamotten gegen Aids

Geplant sind T-Shirts, Tops und Jerseykleider. Eventuell auch Ganzkörperkondome. Denn ein Viertel des Erlöses kommt HIV-Infizierten und Aids-Erkrankten zugute. Tokio Hotel als Werbeträger der Kampagne zu wählen, ist sicherlich keine schlechte Idee. Die Fanschar ist groß, und die Chance, dass die Teens Bill Gehör schenken, ebenso.

80er-Jahre-Look und kurze Röcke

Auch die Chefdesignerin von H&M freut sich schon "übers Ende der Welt" hinaus und gibt direkt einen Modetipp ab: "Die Designs erinnern durch ihre weißen, hellen und von Graffiti inspirierten Prints an den 80er-Jahre-Look. Mädchen tragen die Teile zu kurzen Röcken oder ausgewaschenen Jeans".

Die Tokio Hotel-Kollektion als Ergänzung zum juvenilen Prostitutionslook? Bevor die Sittenwächter erschrocken zum Angriff blasen, sei ihnen zur Entwarnung folgendes gesagt: Wenn die Magdeburger ihre Klamotten ähnlich geschmackssicher 'kreiieren' wie ihre Musik, behalten wahrscheinlich die meisten Teenies ihre Kleider am Leib.

Fotos

Tokio Hotel

Tokio Hotel,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Tokio Hotel,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Tokio Hotel,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Tokio Hotel,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Tokio Hotel,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Tokio Hotel,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Tokio Hotel,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Tokio Hotel,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Tokio Hotel,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Tokio Hotel,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Tokio Hotel,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Tokio Hotel,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Tokio Hotel,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Tokio Hotel,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Tokio Hotel,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Tokio Hotel,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Tokio Hotel,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Tokio Hotel,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Tokio Hotel,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Tokio Hotel,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Tokio Hotel,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Tokio Hotel,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Tokio Hotel,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Tokio Hotel,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Tokio Hotel,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Tokio Hotel,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Tokio Hotel,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Tokio Hotel,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Tokio Hotel,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Tokio Hotel,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof)

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laut.de-Porträt Tokio Hotel

In Tokio gibt es viele Hotels. Sonderbare sogar. Hotels, in die so viele Menschen wie möglich hinein gequetscht werden, dass sie in kleinen Röhren schlafen …

23 Kommentare

  • Vor 12 Jahren

    @MarzipanFerkel («

    http://www.youtube.com/watch?v=femzY1MKmgU »):

    Halte diesen report für wenig seriös. Es wird doch davon gesprochen dass die interviewten arbeiter "bis vor einem monat" für h&m gearbeitet haben. Wenn sie gekündigt wurden und nun mehr denn je am hungertuch nagen müssen werden die wohl kaum etwas positives über den ehemaligen arbeitgeber erzählen.

  • Vor 12 Jahren

    das ist ja das lustige, mit dem sich so ein konzern immer rausredet: die kaufen das billige zeug und haben offiziell mit der herstellung nix zu tun. das erledigt immer ein "lokales management" vor ort und das kann man im fall der fälle, falls es mal bekannt werden soll, dann halt eben "fallen lassen". die fahren da nach dem motto: was der käufer nicht weiß, macht ihn nicht heiß und wenn es schief geht, tun wir genauso erstaunt aber hautpsache, wir haben vorher ordentlich verdient."

    das war schon 2008 und man kann ja mal jetzt in bangladesch schauen, ob h&m inzwischen da für mehr geld produzieren lässt. und dass die da geheuert und gefeuert werden, das gehört ja zum prinzip dazu. nur so hälst du die ja unter kontrolle, wenn du sie fast wie sklaven hälst. du tauschst die belegschaft einfach häufig aus.
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    und zum nazi-vergleich, links leben, rechts denken: also ist es eine alternative, es bewusst zu ignorieren, weil wir ja sowieso weiter kaufen würden??? also lieber nicht drüber aufregen und alles so lassen, wie es ist. dann bekommen wir wenigstens kein schlechtes gewissen? das kanns ja wohl auch nicht sein.
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    es geht nicht darum, dass h&m nichts für aids-kranke tun sollte. aber man sollte wissen, dass die das nicht aus gutmenschentum tun. die betrachten das als werbekampagne, sonst hätten die es kaum mit th aufgezogen. und unter dem strich haben die mehr werbewert als bei vergleichbarer wirklicher werbung - selbst, wenn sie was für ne aidsstiftung abdrücken.

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    und dann ist ja aids eine gehypte, stark emotionalisierte krankheit, mit der sich ausgezeichnet kampagnen-wirtschaft machen lässt. es sterben pro jahr mehr leute an herzinfarkt, wie es überhaupt aids-infizierte in deutschland gibt. aber herzinfarkt ist nicht medientauglich und damit sieht man, wie es wirklich aussieht: h&m kalkuliert eiskalt seine gewinne und lässt von sklaven herstellen. und auf der anderen seite sind die nicht einfach gut, da sind die genauso eiskalt berechnend. denen gehts eben weder um humane arbeitsbedingungen noch um die aidskranken. denen gehts nur um ihre aufmerksamkeit.

  • Vor 12 Jahren

    was mir dann noch eingefallen ist: h&m hätte einen enormen erfolg bei nazis, wenn sie eine klamotten-collection eröffnen würden, die das gütesiegel trägt "ich unterstütze aktiv mit diesem kauf sklavenhaltung in bangladesch."