Sowohl Frankreichs Präsident Jacques Chirac wie auch Herausforderer Lionel Jospin wollten Daft Punks Hit "One More Time" zu Wahlkampfzwecken einspannen. Das Produzenten-Duo winkte aber ab.

Paris (ebi) - Wer in der Mediengesellschaft die Nase vorne haben will, muss schon zu zeitgemäßen Mitteln greifen. Das gilt für Boxkämpfe genauso wie für Wahlen. Am 21. April beginnt in Frankreich der Kampf um das Amt des Präsidenten. Da liegt es nahe, trockene Politikerreden mit aktueller Musik aufzupäppeln.

Die Wahlkampfteams um den amtierenden Präsidenten Jacques Chirac und dessen Herausforderer Premier Lionel Jospin dachten sofort an Frankreichs populärsten Musikexport des vergangenen Jahres: Daft Punks "One More Time". Das Produzenten-Duo wollte sich aber nicht vom politischen Establishment instrumentalisieren lassen und erteilte beiden Seiten eine Absage. Der konservative Chirac verwendete den Song dennoch, erst als Daft Punk mit Klage drohten, verzichtete er.

Nachdem auch St. Germain Chirac die kalte Schulter zeigten, soll nun Veteran Johnny Halliday herhalten. Jospin setzt auf Jean Jacques Goldman. "Jacques wollte wohl rüber bringen, das er trotz seiner 70 Jahre noch up to date ist. Wenn sich beide jetzt nicht an geltendes Recht halten, kann ich sagen, dass unser nächster Präsident ein Gesetzesbrecher ist", kommentierte Daft Punk-Manager Pedro Winter. Chirac hatte schon früher das Stück "Music Sounds Better With You" vom Daft Punk-Ableger Stardust ohne Genehmigung verwendet - und den folgenden Rechtsstreit verloren.

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