Drama beim Bra: Deutschlands kommerziell erfolgreichster Rapper trauert seiner Freundschaft mit Samra hinterher.

Berlin (ynk) - Wir wissen nicht genau, was zwischen Capital Bra und Samra vorgefallen ist, um einen amtlichen Streit zu begründen, aber Fakt ist: Deutschraps süßeste Bra-mance ist nicht mehr. Am Donnerstag veröffentlichte Capi ein Instagram-Video, in dem er sentimental und aufgewühlt über seinen Ex-Partner rappt. "Aus Liebe wurde Hass", stellt er fest und rechtfertigt sich: "Ich hab versucht es dir erklärt, aber du warst viel zu dumm / oder zu naiv".

Unterlegt wird das Ganze mit einer melodramatischen Collage aus gemeinsamen Instagram-Videos der beiden. In der Beschreibung spricht Capital Bra unkoordiniert und offensichtlich emotional darüber, dass es kein Disstrack sei, sondern dass er nur seiner Enttäuschung über seinen ehemaligen Partner und Freund Luft machen wolle. Wieder und wieder beteuert er seinen Respekt vor Samra und seinen Willen, die Freundschaft aufrecht zu erhalten.

Da es schwer ist, einzuorden, wo dieser Beef herkommt, lässt sich der Inhalt der Auseinandersetzung schwerlich qualifiziert kommentieren. Man muss auch sehr zynisch sein, um sich nicht zumindest ein bisschen auf die Enttäuschung und Wut im Song einzulassen, die sehr von Herzen zu kommen scheint. Eine zerbrechende Freundschaft ist immer tragisch - und die Hilflosigkeit und Trauer in dem Song fühlen sich so aufrichtig an, man würde Capital Bra am liebsten in den Arm nehmen und auf die Schulter klopfen. So mies seine kommerziellen Songs manchmal sind, wenn er es ernst angeht, ist er einer der Rapper, die wirklich Emotionen in ihren Raps ausdrücken. Und in diesem Sinne möchte man den beiden wünschen, dass sie ihre Differenzen vielleicht doch noch beilegen können und wieder Homies werden.

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8 Kommentare mit 7 Antworten

  • Vor einem Monat

    Musikhistorisch gesehen- völlig ohne Relevanz-alle beide. Unsere Zeit macht peinlich-dämliche Menschen populär und reich.

    • Vor 30 Tagen

      Das hat die Generation unserer Großeltern bestimmt auch über Elvis und die Beatles gedacht... ;-)

    • Vor 28 Tagen

      Nur, dass wir bis heute Elvis und die Beatles kennen. Und so einige Generationen nach uns wahrscheinlich auch. Nahezu weltweit. Das wird bei den beiden Peinlichen mit ihrer "Message" (lach) sicher nicht passieren.

    • Vor 28 Tagen

      "Das hat die Generation unserer Großeltern bestimmt auch über Elvis und die Beatles gedacht... "

      Das halte ich für sehr unwahrscheinlich.

    • Vor 28 Tagen

      Ich wollte damit eigentlich das musikalische (Un)Verständnis zwischen den Generationen anprechen. Hätte auch andere, weniger bekannte Musiker der damaligen Zeit nehmen können, die in der Generation davor für Kopfschütteln und "was soll bloss aus der Jugend werden" Äußerungen gesorgt hat. Aber nix für ungut...

    • Vor 28 Tagen

      "Ich wollte damit eigentlich das musikalische (Un)Verständnis zwischen den Generationen anprechen."

      Man könnte meinen, Generationen wären subjektiv.

    • Vor 28 Tagen

      Da hast du recht, ist es auch. Dann will ich es mal so versuchen: Es gab ja alle 20-30 Jahre nen neuen musikalischen Stil, der zunächst vorangig von der Jugend gefeiert wurde.
      50/60er Jahre dominierte (in D) der heile Welt Schlager bis dann der Rock'n Roll mit eben Elvis und den Beatles kam.
      80er Pop & Rock wurde generationsmäßig von Grunge und Techno abgelöst; fanden meine Eltern damals auch kacke.
      Jetzt ist eben dieses Rap-/Trap Ding dran (Hip Hop will ich dazu nicht sagen); die Jugend feiert es, die Älteren schütteln den Kopf. Erinnert mich stark an die beiden oben genannten Beispiele früherer Zeiten.

  • Vor 30 Tagen

    Yannik tagträumt von einer zärtlichen Umarmung des Bras um ihm emphatisch in den schweren Zeiten des Streits mit Samra beizustehen. Fuck. laut.de 2021

  • Vor 29 Tagen

    Bitte Bitte keine Versöhnung !!Keine Versöhnung = keine gemeinsamen Songs mehr !